Tansania Arusha
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Das letzte Land unserer Weltreise. Daher nochmals grosses Programm das wie folgt aussehen wird: Wanderung Mt. Meru und Mt. Kilimandscharo, Safari und Fahrt über Land nach Sansibar. Auf Sansibar werden wir es uns so richtig gut gehen lassen, Rucksack in die Ecke stellen und Ferien machen.
In Kenia wäre ich noch gerne länger geblieben, vieles gäbe es noch zu sehen doch wir wollten nicht in Zeitdruck geraten, vor allem mit den Wanderungen. Dadurch haben wir über einen Monat Zeit eingeplant für Tansania und Sansibar.
Bei einer Arusha Bushaltestelle wurden wir von Sam abgeholt. Sam ist der Cousin von Winnie (Freundin von meinem Onkel in Kenia) und ist Teilinhaber das „Royal African Trekking" Reisebüros in Arusha. Wir fuhren zuerst zum „Tourist Inn" Hotel das pro Nacht 30$ USD kostete. Wir deponierten unser Gepäck und gingen mit Sam zum Reisebüro.
Im Büro besprachen wir mit Sam, Gabriel unserem Guide für die anstehenden Wanderungen sowie Loyer der Geschäftspartner von Sam unsere Wünsche.
Wir wollen zuerst auf den Mt. Meru nicht nur weil wir uns an klimatisieren wollen sondern auch weil wir gehört haben, dass die Mt. Meru Wanderung schöner sei als die Kilimandscharo Wanderung. Die Tour kostete je 600$ und wird vier Tage dauern. Im Preis ist alles Wichtige inbegriffen: 3x Essen am Tag, Ausrüstung, Guide, Träger, Koch und die Fahrt.
Nach der Besteigung des Mount Merus wollen wir auf den Kilimandscharo. Es gibt verschiedene Routen auf den Kili. Die einfachste und billigste ist die Marango Route, auch bekannt als Coca Cola Route. Wir wollten jedoch der grossen Masse ausweichen. Gabriel empfiehl uns dadurch die Machame Route. Der Unterschied ist das man in Zelten und nicht wie auf der Coca Cola Route in Hütten übernachtet. Die Tour soll sieben Tage dauern und kostet uns je 1400$. Auch wieder alles inbegriffen.
Nach diesen zwei Touren wollen wir auf Safari. Die Details besprechen wir jedoch nach dem Kili.
Nun mussten wir je 600$ bar bezahlen, da Sam keine Kreditkarten akzeptiert oder wir 5% hätten draufzahlen müssen. Wir suchten daher einen ATM. Pro Bezug war ein Maximum von 400'000 Tansania Schilling möglich (TZS). Da 1 CHF in etwa 1'500 Tansania Schilling entspricht mussten wir mehrmals abheben. Für Roger reichte es, bei mir stoppte der Kasten bei umgerechneten 540$ USD. Der ATM war leer. Super. Sam meinte jedoch dass sei kein Problem, wir können nach der Mt. Meru Wanderung den Rest bezahlen.
Falls ihr nach Tansania kommt regelt das Geld „Problem" zuvor mit einer Banküberweisung oder nehmt USD mit... Die Tansania Währung ist übel. 10'000 ist die grösste Note. Daher bekommt man maximal 270$ USD aus den ATM's. In den Banken wollen sie kein Geld rausrücken. Western Union ist für so einen hohen Betrag viel zu teuer.
Zurück in unserem Hotel bereiteten wir gemeinsam mit unserem Guide Gabriel die Ausrüstung für morgen vor.
Um 09:00 Uhr wurden wir von Sam abgeholt. Wir deponierten alles was wir nicht für die Wanderung brauchten im Büro von Sam. Der grosse Rucksack und der Tagesrucksack kamen mit. Wobei der grosse Rucksack zu 3/4 leer war. Wir wurden von der Crew begrüsst. Wir hatten einen Koch - Sanga, einen Hilfsguide oder auch Waiter genannt - John, unser Guide - Gabriel und vier Porter. Bis zum Arusha Ngongongare Gate hatten wir eine Stunde, da wir noch frisches Essen unterwegs einkauften mussten.
Am Ngongongare Gate klärte Sam und Loyer die Zugangsformalitäten. Wir warteten bei einem kleinen Infostand wobei uns Gabriel einige Dinge über den Nationalpark erklärte. Nach einer halben Stunde ging es weiter zum Momella Gate. Unterwegs sahen wir einige Zebras und Elefanten die uns bereits nicht mehr so beeindruckten ; )
Beim Momella Gate wurde das gesamte Gepäck abgeladen, verpackt und zur Wägung vorbereitet. Jeder Porter durfte nicht mehr als 20 Kilogramm tragen. Dies dauerte eine Weile da eine Deutsche Gruppe vor oder gleich zeitig mit uns bei der Waage eintraf. Im Gegensatz zu ihnen hatten wir nichts dabei. Keine Ahnung was diese Gruppe alles dabei hatte, es schien als hätte jeder mindestens einen Paraschutt dabei ; )
Zwei unserer Porter wurden durch lokale Porter ersetzt. So ist die Regel hier im Arusha Nationalpark. Ein Porter war eine junge Fraue - Damaska. Desweiteren wurde uns ein Ranger zugewiesen. Dieser soll uns vor Büffeln und sonstigen wilden Tieren beschützen. Er hatte einen alten Elefanten Töter dabei.
Um 12:45 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Miriakamba Hütte die auf 2500 Meter über Meer lag. Wir passierten zuerst einen Fluss gefolgt von einer weiten Ebene. In der Ferne sahen wir eine Büffel Herde. Nun begann der Anstieg der abwechselnd durch Wald- und Busch- Landschaft führte. Der Gipfel vom Mt. Meru war leider von Wolken verdeckt sowie auch der Kilimandscharo.
Kurz vor der Miriakamba Hütte liefen wir durch einen wunderschönen Wald. Von den alten Bäumen hingen Mose und Farne herunter. Die Atmosphäre war fantastisch. Kurz nach dem wir bei der Miriakamba Hütte ankamen begann es stark zu regnen. Glück für uns Pech für alle anderen, da wir zuerst mit unseren Trägern bei der Hütte ankamen ; )
Sanga bereite Tee und Popcorn für uns und unseren Guide Gabriel vor. Mit Gabriel diskutierten wir über sein Land Tansania. Korruption hier, Ausbeutung da. Die Schulen sind jedoch nahezu gratis solange man die Prüfungen besteht. Er erwähnte auch etwas von Trinkgeld für die Träger nach der Wanderung. Worauf ich ihm antwortete dass ich von hohen Trinkgeldern nichts halte. Ein anständiger Lohn sei die bessere Lösung.
Am Abend kochte Sanga ein leckeres Essen. Gabriel ging schon früh schlafen wir unterhielten uns noch eine Weile mit John – der Hilfsguide / Bediener. Wir gingen danach zur Küche um das Geschirr zurück zu bringen und uns bei Sanga für das feine Essen zu bedanken. Das machten anscheinend nicht viele „Musungus" (Weisse) da alle ein verwundertes Gesicht machten. Alle Träger assen in der Küche da es für sie anscheinend nicht erlaubt war in den Essenssaal zu gehen.... (Es sollen in der Vergangenheit einige Dinge der Touris weg gekommen sein...) Wir durften darauf hin Ugaly ein traditionelles afrikanisches Essen probieren. Es schmeckte ähnlich wie Polenta stopfte jedoch mehr, dazu gab es eine Art Salat. Tip Top nun waren wir kugelrund, wir verabschiedeten uns mit „lala salama" (Gute Nacht) von allen.
Der Nationalpark stellte Hütten bereit mit guten Zimmern in dem je zwei Betten übereinander standen. Wir hatten ein Zimmer für uns alleine.
Um 06:00 Uhr weckte uns John, er brachte heissen Tee. Das Wetter war heute absolut genial. Blauer Himmel und kein Wölklein. Dadurch war auch der Kilimandscharo und der Meru Gipfel gut zu sehen. Um 07:15 gab es Morgenessen. Kurz nach 8 Uhr brachen wir auf zum „Saddle Hut" der auf 3500 Meter über Meer liegt. Der Wanderweg führte über Treppen immer höher hinauf. Der Gipfel des Kilimandscharos war durchgehend zu sehen. Die Vegetation änderte sich von Bäumen zu niedrigen dicht stehenden Büschen.
Nach 3.5 Stunden erreichten wir den „Saddle Hut". Wie einen Tag zuvor in Miriakamba hatte es hier Hütten zum Schlafen. Nach dem wir unseren Lunch gegessen hatten, gingen wir los auf den Little Meru. Der kleine Bruder liegt auf der rechten Seite des Berges und des Camps, der Anstieg war moderat. 30 Minuten später standen wir auf dem Little Meru 3801 Meter über Meer. Gerade rechtzeitig da immer mehr Wolken und Nebelschwaden in die Höhe drückten. Der Mt. Meru Gipfel war bereits von Wolken umgeben.
Im Camp wartete bereits Sanga mit Tee und Popcorn auf uns ; ) Nach der kleinen Zwischenverpflegung legten wir uns hin, da es heute um zirka 01:00 Uhr in der Nacht los auf den Gipfel vom Mt. Meru gehen wird. Um 18:00 Uhr gab es nochmals eine Stärkung - Spagetti. Wir besuchten wie am Vortag die Küche und erhielten nochmals die Gelegenheit Ugaly zu essen. Desweiteren frage mich Damaska ob ich ihr helfen könne, sie ist 19 Jahre alt und hatte kein Eltern und möchte wieder in die Schule. Leider konnte sie nur wenig Englisch ich war auf die Hilfe von Gabriel angewiesen der mir in Swahili übersetzte. Ich versprach mit ihr nach der Besteigung von Mt. Meru zu reden.
Bevor es um 01:15 Uhr los ging gab es nochmals heissen Tee. Gabriel sowie ein weiterer Tourist mit seinem Koch sowie John kamen mit uns mit. Wir hatten zu viel angezogen es war verdammt warm für diese Zeit und Höhe ; ) Die Hälfte zogen wir daher wieder aus. Nach einer Stunde erreichten wir den „Rhino Point" 3800 Meter über Meer. Wir liefen die meiste Zeit durch Nebelschwaden und Wolken. Es war daher Finster wie in einem „Kuhhintern". Daher merkten wir auch nicht gross das wir manchmal auf einem Grat liefen bei dem es links und rechts weit hinunterging. Die Wanderung auf den Gipfel war anspruchsvoll, da sie ein paar einfache Kletterpartien beinhaltete. Nahe beim Gipfel sahen wir weit unter uns die Lichter Arushas. Um 05:45 Uhr standen wir als erste Gruppe auf dem Gipfel vom Mt. Meru. Ein wenig zu früh oder gerade zur idealen Zeit. Um 06:00 Uhr ging die Sonne hinter dem Kilimandscharo auf. Der Ausblick sowie die Stimmung war der Hammer. Die aufgehende Sonne färbte die Wolken und der Horizont rötlich und gelblich. Ein enorm schönes Erlebnis.
Beim hinunter gehen sahen wir auf welchen heiklen Wegen wir in der Finsternis hochgelaufen waren. Abhänge links und rechts und einige Kletterpartien die „gefährlich" wären falls es Schneien oder Regnen würde. Die Sicht auf den Mt. Meru veränderte sich beim Abstieg stetig. Da der Weg in einem Halbkreis auf dem Grat hinunter führte. Ideal um viele Fotos zu schiessen ; ) Weit unterhalb vom Gipfel hatte es einen Vulkankrater der nach John jedoch nicht mehr aktiv war. Als wir uns dem Camp nährten war der Little Meru sichtbar. Wirklich ein kleiner Bruder gegenüber dem Gipfel.
Im verlassenen Camp gab es für uns Mittagessen. Das wir mit John, Gabriel und Damaska einnahmen. Sanga konnte unglaublich gut Hühnchen zubereiten.
Nach einer kurzen Pause begannen wir mit dem Abstieg zum Miriakamba Camp. Nach Rekordzeit waren wir dort und erhielten nun die Gelegenheit zu relaxen. Nach einer Weile trafen unsere Träger ein. Ich sprach danach mit Damaska. Ich versprach ihr, dass wir gemeinsam nach der Kilimandscharo Wanderung eine Schule für sie suchen werden. Sie gab mir ihre Telefonnummer.
Sanga war auch bereits wieder aktiv und machte uns Popcorn und Tee. Die restliche Zeit bis zum Abendessen verbrachten wir mit relaxen. Das Abendessen nahmen wir jedoch diesmal in der Küche bei den Trägern ein. Einige brocken Swahili konnten wir nun bereits sprechen und verstehen ; )
Der heutige Tag begann und Endete mit dem leidigen Trinkgeld Problem. Wir planten folgendes ein 4$ pro Porter, 8$ für den Bediener, 12$ für den Koch und 16$ für den Guide. Wir wollten den Betrag in Kenia Schilling geben da wir zu wenig Tasania Schilling hatten desweiteren kannten wir den Wechselkurs für die Kenia Schillinge. Als wir die Kenia Schillinge Gabriel gaben meinte er das sei viel zu wenig. Wir sollen in Arusha die Kenia Schillinge tauschen. Nun wurde ich ziemlich stinkig da ich hier zu letzt über Geld diskutieren wollte. Wir schauen es später an, ein Schweizer von der Deutschen Gruppe warf ein das jeder von ihnen 70$ bezahlte... Was aus meiner Sicht viel zu viel war.
Egal nun wollten wir noch den Abstieg zum Gate geniessen und ich machte mir für den Moment keine grossen Gedanken mehr über das Trinkgeld oder den Wert von Tansania Schillingen. Das Wetter war heute super gut der Gipfel vom Mt. Meru war bis ganz unten immer zu sehen. Um 09:00 Uhr waren wir unten auf der Ebene wo wir Giraffen, Wildscheine und eine Herde Büffel sahen. Das letzte erfreuliche an diesem Tag.
Da wir absolut gar nichts überlegten und uns die Tasania Schillings noch nicht vertraut waren gingen wir davon aus das 1$ zirka 10'000 TZS seien. Desweiteren hatte mein Natel mit dem Währungsumrechner keine Batterie mehr. Da die zwei Porter vom Arusha Gate nicht mit uns nach Arusha kamen gaben wir ihnen je 40'000 TZS.... Was nicht 4$ waren sondern 28$... Ich diskutierte noch mit Sam über die Trinkgeld Problematik. Er hielt sich jedoch ziemlich verschlossen, wie auch die Träger oder Gabriel wollte er mir keine Auskunft über den Lohn der Träger geben... Trinkgeld sei freiwillig meinte er, die Träger bekommen einen anständigen vom Staat vorgeschriebenen Lohn. Aber auch er sagte nichts dass wir mit 40'000 TZS vielleicht zu viel Trinkgeld gaben...
Wir fuhren zum Ngongongare Gate bei dem wir noch einen Geocache fanden.
Auf dem Weg nach Arusha luden wir alle zu einem Coca Cola ein. Sam spendierte desweiteren grilliertes Fleisch. Die Stimmung war noch hervorragend.
Zurück in Arusha bei einem Geldtauschbüro bemerkten wir dann unseren idiotischen Fehler als wir für die Kenia Schilling nicht das bekamen was wir angenommen hatten. Nun hatten wir ein Problem, zwei Träger hatten wir bereits viel zu viel ausbezahlt. Die restliche Crew erwartete dasselbe. Das wären aber dann insgesamt 300$ gewesen. Was wir nie geben würden. Wir nahmen alle zusammen und erklärten ihnen unseren Fehler. Nun änderte sich die Stimmung, Gabriel wurde zu einem riesen voll Idioten und bei zwei Trägern sah man das sie gar nicht glücklich waren. John und Sanga waren die einzigen die versuchten das Problem zu verstehen. Jedenfalls liefen alle mit einer knappen Verabschiedung davon.
Wir nun schon seit dem Meru Abstieg verärgert über die Trinkgeld Scheisse, nun noch mehr, mussten hier auch weg. Sam brachte uns zum Lushgarden Hotel.
Das Lushgarden Hotel lag ausserhalb von Arusha und besitzt einen grossen Garten. Es war ein gutes Hotel um einen Tag zu relaxen. Der Preis war mit 70$ jedoch zu hoch. Im Badezimmer musste man alles vorsichtig anfassen damit es nicht abfiel.
Wir diskutierten nun ununterbrochen über die Trinkgeld Problematik. Hinter dem ganzen hier steckt eine Systematik. Gabriel hatte bereits am ersten Tag das Trinkgeld Thema angesprochen und auf der gesamten Wanderung versucht uns Glaubens zu machen wie Arm hier alle seien.
Doch das tragische ist das er nicht im Unrecht war mit der Trinkgeld Höhe. Nach dem wir im Internet recherchiert hatten stellten wir fest das bei den Touristen die nach Tansania kommen eine "Trinkgeld" Euphorie herrscht. Unterstützt wird das Ganze noch von unserem "Lieblingsreiseführer" "Lonely Planet". Der empfiehlt für den Kili je Porter 20$ und 50$-60$ dem Guide zu geben. Der Lohn den er noch erhält muss noch dazu berechnet werden. Dieser wollte uns niemand sagen auch nicht nach mehrmaligem Fragen mehreren Lokals...
Trinkgeld macht meiner Meinung vieles kaputt. Warum Lehrer werden wenn man als Träger genug verdient? Warum lange in die Schule gehen und sich anstrengen wenn es einfacher geht? Warum nicht seine jungen Söhne als Träger senden die bringen gutes Geld nachhause... Ein halbes Jahr in der Saison arbeiten und ein halbes Jahr unter den Baum liegen Geld kommt genug zusammen.
Trinkgeld heisst nicht umsonst Trinkgeld ansonsten würde es Zweitlohn Geld heissen. Das Land bzw. die Firmen müssen Sicherstellen das die Träger einen anständigen Lohn verdienen - was nach Sam dem Teilinhaber von Royal Trekking auch der Fall sein soll. Von Trinkgeld leben zu müssen ist unserer Meinung nach der falsche Weg!
Fazit: Dank dieser scheiss Trinkgeld Problematik verlieren wir wahrscheinlich unsere Gruppe mit der wir es eigentlich super gut hatten.
Wir teilten Sam mit das wir eine neue Gruppe brauchen. Da wir der alten nicht mehr Vertrauen können. Er stimmte uns vorerst zu.
Wir ruhten uns einen Tag im Hotel aus. Jedoch mussten wir noch die Kilimandscharo Wanderung bezahlen. Für die Banküberweisung war es zu spät meinte Sam. Das hiess wir mussten wieder zu den tollen ATM's. Ich musste insgesamt 7-mal Geld raus lassen. Was mich jedes Mal 5$ Gebühren kostete. Toll. Bei Roger ging es nach dem 5- oder 6-mal gar nicht mehr da der ATM leer war. Andere ATM's waren ebenfalls leer oder funktionierten nicht. Leicht an genervt stellten wir jedoch fest, dass es reicht wenn wir Geld zusammen legen. Die Tansania Währung ist wirklich kacke. Nehmt genug Fremdwährung mit oder klärt ab ob ihr über Banküberweisung bezahlen könnt, falls ihr Touren oder Safaris in Tansania plant!!
Im Büro von Sam trafen wir nochmals Gabriel und Sanga. Sam meinte die Gruppe will unbedingt nochmals mit uns mit kommen. Anscheinend war ihnen der Lohn den sie kriegten doch wichtig. Gabriel und Sanga bestätigten uns das alles ok sei. Wir können uns auf sie verlassen. Wir willigten nach einer Weile ein...
Um 09:00 Uhr wurden wir von Sam und unserem Kilimandscharo Team abgeholt. Gabriel, Sanga und John begrüssten uns, der Rest der Truppe kannten wir noch nicht. Auf dem Weg hielten wir bei einem Shop um noch einige Dinge einzukaufen. Ich besorgte mir genügend Schokoriegel.
Um 11:15 Uhr kamen wir beim Machame Gate an. Auf dem Parkplatz standen unglaublich viele Leute. Die meisten waren Träger. Es sah fast so aus wie vor einem Start des Engadiner Skimarathons. Gabriel führte uns zum Registrationsbüro bei dem wir uns eintragen mussten. Nun begann dasselbe Spiel wie beim Mt. Meru. Das Gepäck wurde gewogen. Ein Träger darf maximal 20 Kilogramm tragen. Unsere zu 3/4 leeren Rucksäcke wollten sie zuerst in Reisesäcke verpacken. Wir stoppten sie jedoch bei diesem Vorhaben und erlaubten ihnen logischerweise unsere Rucksäcke ganz normal zu tragen und auch noch etwas rein zu stopfen. Alle Träger gaben desweiteren ihre ID Karte ab, diese bekommen alle wieder zurück am letzten Tag beim Mweka Gate. Dies war zur unserer „Sicherheit" falls jemand mit unserem Zeug abhauen sollte, kannte man seine Identität falls die ID nicht gefälscht ist ; )
Um 12:15 Uhr liefen wir vom Machame Gate los zum Machame Hut. 1200 Höhenmeter waren heute zu überwinden. Wir liefen durch dichten Dschungel, der Wanderweg war in einem hervorragend Zustand. Der Weg war im Allgemeinen nicht steil es ging gemächlich Bergaufwärts.
Zirka in der Hälfte assen wir unsere Lunch Box. Vor dem eigentlich offiziellen Platz bei dem alle Touristen assen. Den offiziellen Platz erreichten wir kurze Zeit später. Was wir dort sahen war unglaublich. Zwei Touristen sassen an einem silbrigen Tisch mit zwei silbrigen Stühlen mitten im Dschungel und assen ihre Lunchbox. Die Träger warteten derweilen und sahen den Touristen beim Essen zu. Ich konnte es mir nicht verkneifen und fragte die Touristen was das denn soll...? Ich ärgere mich jetzt noch kein Foto gemacht zu haben von diesem Unsinn. Neben Tischen und Stühlen nehmen gewisse Anbieter auch noch mobile Toiletten und Duschen mit. Keine Ahnung was diese Ausrüstung auf einem Berg zu suchen hat...
Ja wir liefen dann mal weiter und überholten die letzten Touristen die komischerweise Schneegamaschen an hatten... Nahe dem Machame Hut Camp entdeckten wir im Wald einen kleinen Wasserfall. Bei diesem stoppten wir um einige schöne Bilder zu schiessen. Das Wasser war ebenfalls eine willkommene Erfrischung, da das Klima im Dschungel feucht und heiss war.
Um 16:00 Uhr erreichten wir Machame Hut und halfen unseren Trägern die noch nicht alle eingetroffen waren beim Zelt aufbau. Kurze Zeit später fing es an zu regnen. Die meisten Touristen befanden sich noch auf dem Weg, tja ; )
Am Abend kochte Sanga wie gewohnt fein zu Abend wir assen in seinem Küchen/Schlafzelt mit Gabriel, John und Sanga. Nach dem die Sonne weg war viel die Temperatur rasant, es wurde ziemlich frisch. Später am Abend sahen wir zum ersten mal den Kilimandscharo der den ganzen Tag noch völlig in Wolken gehüllt war.
Die Nacht war ziemlich kalt und mein +5 Grad Schlafsack mit zusätzlichem Seidenschlafsack reichte gerade so knapp aus. Um 06:00 Uhr standen wir auf. John brachte uns heisses Wasser mit Teebeuteln. Danach gab es Frühstück: Kraftbrühe (Ich liebte diese Brühe sie bestand aus ??), Omeletten und Tost.
Das nächste Ziel war Shira Cafe das auf 3880 Metern lag. Wir begannen um 08:15 Uhr der Weg war nun steiler und der Dschungel wich kleinen Büschen und Moorlandschaften. Die Sonne wurde schnell durch dichten Nebel abgelöst. Trotzdem war es noch genug warm um im kurz arm T-Shirt zu wandern. Die meisten Gruppen sind bereits vor 08:00 Uhr losgelaufen. Diese holten wir dann aber schnell ein.
Kurzzeitig konnten wir noch einen Blick auf den Kilimandscharo erhaschen dieser wurde aber schnell wieder von dichten Wolken verdeckt. Es wird definitiv regnen kommen meinte Gabriel. Wir liefen zügig weiter und erreichten Shira Cave um 12:30 Uhr. Die Träger waren noch nicht eingetroffen. Sie folgten aber nach einer halben Stunde. Unser Zelt stellten wir selber auf da es zu regnen begann.
Sanga bereitete Kaffe und Popcorn für uns vor. Gabriel der bis jetzt eher ruhig und sich ziemlich uninteressiert gab, begann wieder mit der Trinkgeld Problematik und dem Thema wie arm hier alle seien. Das Thema reichte uns da es wieder auf das Mt. Meru Problem zurück lief. Ausserdem fielen Bemerkungen das Sam (Unser Freund in Arusha der Boss der Firma) nicht hier sei. Was er damit auch immer sagen wollte... Wir liessen dies auf sich beruhen vor allem wollte ich zuerst mit Roger die nächsten Schritte besprechen um dieses Thema für allemal zu stoppen.
Zuerst liefen wir mit Daniel zum Shira Camp 2 das nicht weit von unserem Lagerplatz entfernt lag. Der Weg führte an einer Höhle vorbei in der früher die Träger übernachtet hatten. Dies ist jedoch heutzutage verboten. Im Shira Camp 2 war nicht viel los nur ein Paar aus England campierte dort, wir wechselten einige Worte bis es dann wieder zu unserem Camp zurück gingen.
Mit Roger besprach ich die nächsten Schritte um das leidige Trinkgeld Thema für allemal zu beenden. Wir entschlossen uns mit Gabriel und den anderen zu reden. Wir wollten auf den Kilimandscharo und das mit einem Guide dem wir vertrauen können und der auch bereit ist uns da hoch zu bringen. Momentan ist unser Vertrauen ziemlich am Arsch. Falls das leidige Trinkgeld Thema nicht aufhört oder Gabriel nicht bereit ist uns hochzuführen, werden wir umkehren und zum Machame Gate zurück laufen. Ich besprach unser Anliegen zuerst mit Sanga und John. Diese verstanden unser Anliegen und meinten, dass es für sie alles in Ordnung sei. Wir können auf sie zählen da wir ein super Team seien. Nach einer Weile ging John zu Gabriel der dann zum Küchenzelt kam. Wir brachten unsere Argumente vor und machten ihm klar, dass wir umkehren werden falls er nicht mit diesem Trinkgeld Thema aufhört oder nicht bereit ist mit uns auf den Kilimandscharo zu gehen. Dies verstand er ziemlich schnell, wir diskutierten das Thema aus. Von nun an hatten wir keine Probleme mehr, das Thema war erledigt.
Nun gab es Abendessen das wiederum köstlich schmeckte. Kugelrund und erleichtert, dass wir das Problem lösen konnten gingen wir schlafen.
Auf 3880 Meter war es in der Nacht noch ein Stück kälter. Mein Schlafsack der schon ein paar Löcher hatte hielt der Kälte nicht stand. Daher zog ich in der Nacht meine Jacke und die Hose an. Um 06:00 Uhr ging ich aus dem Zelt und suchte die Sonne die langsam über dem nahe gelegenen Hügel aufging.
Um 08:15 Uhr starten wir den Aufstieg zum Lava Tower. Schon bald wurde die Sonne von dichtem Nebel und Wolkenfeldern abgelöst. Der Anstieg war moderat wir kamen daher schnell voran. Schon bald holten wir wieder alle Touristen ein. Die Landschaft war nicht besonders Sehenswert viel Geröll, eine richtige Einöde. Das Zwischenziel war heute der Lava Tower der auf 4500 Meter über Meer liegt. Dieser erreichten wir um zirka 11:00 Uhr. Wir assen unseren Lunch und beobachteten einige Mäuse die die Resten unseres Hühnchens verspeisten.
Schon bald zogen beim Lava Tower Nebelschwaden vorbei und ein kalter Wind setzte ein. Wir begannen mit dem Abstieg zum Barranco Camp das auf 3940 Metern liegt. Unterwegs passierten wir einen kleinen Kaktuswald der die einzige schöne Abwechslung in der Öden Umgebung war.
Bald sahen wir zum Barranco Camp hinunter das in einem Tal lag. An einem Fluss lauf liefen wir hinunter und erreichten um 13:30 Uhr das Camp. Die Zelte waren bereits aufgebaut da die Träger eine Abkürzung genommen hatten.
Wie immer bereite Sanga Tee und Popcorn für uns vor. Im Küchenzelt machten wir es uns gemütlich währenddessen es draussen Regnete. Der Kilimandscharo war nach dem Regen kurzzeitig zu sehen. Wurde dann aber erneut von Wolken verhüllt. Erst später am Abend präsentierte sich der Kilimandscharo unter einem klaren Sternenhimmel.
Mein Hawaii Airline Tuch musste als zusätzliche Decke herhalten da es verdammt kalt wurde in der Nacht. Wie jeden Morgen stand ich um 06:00 Uhr auf und lief zu der zirka ein Kilometer entfernten Ranger Station. Diese befand sich auf einem Hügel und bekam die ersten Sonnenstrahlen ab. Dort würde man durchkommen wenn wir die Umbwe Route gewählt hätten. Von einem grossen Stein aus hatte ich eine geniale Sicht auf den Kilimandscharo der durch die aufgehende Sonne immer mehr erhellt wurde. Das Morgenritual mit der Sonne gefiel mir immer besser, die totale Freiheit und Ruhe.
Da wir heute nur eine kurze Strecke zu überwinden hatten entschied Gabriel erst später los zu laufen. Dadurch sonnte ich mich zirka zwei Stunden beim Ranger Camp und kam dann pünktlich zum Morgenessen zurück.
Um 09:30 Uhr liefen wir los, wir überwanden die Barranco Wand. An einigen Stellen mussten wir ein Stück klettern. Dieser Abschnitt gefiel mir daher bist jetzt am besten ; ) Oben überholten wir die meisten Touristen, diese ruhten sich vom Aufstieg aus. Der Weg führte in einen Taleinschnitt und auf der anderen Seite über ein Geröllfeld wieder hoch. Ein wenig Regen setzte ein als wir oben auf dem Kam ankamen. Von hier aus war in der Ferne auf einem weiteren Kam das Karanga Hut Camp zu sehen. Zwischen uns lag das Karanga Tal, in das wir nun hinabstiegen. Der Abstieg wurde durch den Regen ziemlich rutschig. Im Tal überquerten wir einen Bach der anscheinend die letzte Wasserversorgung für die restlichen Camps ist. Der Aufstieg zum Kam war Steil. Wir erreichten das Karanga Hut Camp um 11:45 Uhr.
Unsere Träger waren derweilen noch unterwegs sie trafen nach zirka einer halben Stunde ein. Wir halfen mit dem Zeltaufbau. Wie an jedem Tag setzte starker Regen ein. Wir waren jedoch bereits im Küchenzelt und tranken Tee dazu gab es wie immer Popcorn.
Später am Nachmittag lichteten sich die Wolken, die Sonne zeigte sich. Roger und ich entschlossen uns den Geocache der nahe am Camp platziert wurde zu suchen. Die Koordinate führte uns einen Hügel hinauf in Richtung des Barafu Camps. Wir gelangten zu einem riesen Stein bei dem wir den Geocache fanden. Von hier hatten wir einen wunderbaren Überblick über das Karanga Hut Camp sowie über den Kilimandscharo der sich uns kurzzeitig wolkenfrei zeigte.
Wie an jedem Abend war es Sternenklar. Ich schaute hoch zum Kilimandscharo. Bald werden wir auf dem Kraterrand stehen.
Verdammte kälte kack Schlafsack mit Löchern ; ) Wieder ging ich um 06:00 Uhr aus dem Zelt und suchte die Sonne. Ich musste dazu den Hügel Richtung Barafu Camp ein Stück hinauf laufen. Ich kletterte auf einen grossen Stein der alsbald von der wärmenden Morgensonne erfasst wurde. Im Camp unten war noch nicht viel los. Ich genoss diese ruhigen Stunden am Morgen. Sie waren total entspannend.
Bis zum Barafu Camp war es nach Gabriel einen Katzensprung. Wir nahmen es daher gemütlich. Morgenessen gab es um 08:00 Uhr und los zogen wir um 08:45 Uhr. Der Weg führte den Hügel hinauf den ich nun schon zweimal halb erklommen hatte. Oben angekommen sahen wir über eine Ebene bei der es am Ende wieder zu einem Kam hoch führte. Das Barafu Camp das auf 4660 Metern lag war kurzzeitig zu sehen bevor es wieder von Wolken verdeckt wurde.
Wir erreichten das Camp um 12:15 Uhr. Gleich nach unserer Ankunft setze Schneeregen ein. Wir harten in der Rangerunterkunft aus. Ich lernte derweilen von einem Ranger ein neues Game das sich „Frenchgame" nannte. Es handelte sich um ein Schachbrett artiges Brettspiel bei dem es darum ging mit Deckeln den gegnerischen Deckel zu überspringen. Dabei vergass ich die Zeit, der Schneeregen hatte bereits nachgelassen. Wir gingen raus um beim Zeltaufbau zu helfen jedoch waren diese bereits vollständig aufgebaut.
Wie üblich gab es wieder Tee und Popcorn bei Sanga im Küchenzelt. Der Schneeregen setze abermals ein. Wir fragten Gabriel nach seinem „Gipfelsturm" Plan. Weil wir von diesem Camp aus direkt auf den Uhuru Peak – der höchste Punkt von Afrika - laufen werden. Er meinte dass es für uns kein Problem sein werde da hoch zu laufen wir starten daher heute Nacht erst um 01:00 Uhr.
Ok das heisst wird versuchen um 18:00 Uhr schlafen zu gehen. Bis dahin spielten wir „Last Card", ein Kartenspiel, mit Gabriel, Sanga und John. Ebenfalls ein Game aus Tansania, die Regeln sind jedoch ziemlich Ähnlichkeit wie beim UNO. Zwischendurch gab es eine leichte Kost. Spagetti mit Gemüsesauce. Vorweg Suppe.
Um 18:00 Uhr ging es wie geplant in das „Bett" um einige Stunden zu schlafen. Die Höhe machte uns bis jetzt keine Probleme.
Um 00:00 Uhr konnte ich nicht mehr schlafen. Mein Schlafsack war für gar nichts mehr und ausserdem musste ich auf die Toilette. Daher zog ich mich an und begab mich auf das Plumpsklo. Beim Aufstiegshang waren bereits einige Lichterketten zu sehen. Um 00:00 Uhr starten die meisten Wanderer den Aufstieg zum Uhuru Peak. Wir nahmen es gemütlich, um 00:45 Uhr gab es nochmals Tee und Kekse. Punkt 01:00 Uhr standen wir bereit, Gabriel liess sich jedoch noch Zeit – Pole, Pole. Ich machte derweilen ein paar Nachtfotos vom Kilimandscharo und der Stadt Moshi die weit unten zu sehen war. Es war Sternenklar, keine Wolke war zu sehen. Kalt war es noch nicht, dazu waren wir zu gut angezogen.
Um 01:30 Uhr starteten wir mit dem Aufstieg zum Uhuru Peak. Gleich nach dem Barafu Camp begann ein steiler jedoch kurzer Aufstieg. Danach führte der Weg über eine leicht ansteigende Ebene zum eigentlichen Anstieg über eine Schutt und Geröllhalde. Der Weg war jedoch in einem sehr guten Zustand. Schon bald hatten wir die ersten Wanderer die um 00:00 Uhr losgelaufen waren eingeholt.
Unsere Taktik bestand darin nur wenige Pausen zu machen, ein langsames aber stetiges Tempo zu Laufen und beim Laufen zu Essen und zu Trinken. Meiner Meinung nach ist es Energie Verschwendung sich dauernd hinzusetzen und zu pausieren. Das Aufstehen und das neu starten braucht zu viel Energie. Etwa in der Hälfte kam uns eine Frau mit einem Guide entgegen. Die Frau fühlte sich nicht gut und wurde daher wieder runter gebracht.
Zu Beginn erleichterten wir uns von zwei Kleiderschichten da es viel zu warm war. Dies änderte sich etwa 400 Meter unterhalb des „Stella Points" der auf 5756 Metern lag. Wir zogen eine Schicht Kleider wieder an. Denn „Stella Point" erreichten wir um 05:00 Uhr. Hier zog ein kalter Wind, ich zog eine weitere Schicht inklusiv Regenhosen an. Der Aufstieg zum Uhuru Peak war schnell geschafft. Über den Kraterrand führte ein breiter Weg an verschiedenen Gletscherüberresten vorbei zum höchsten Punkt Afrikas.
Wir erreichten um 05:30 Uhr den 5895 Meter hohen Uhuru Peak mit einem Paar das jedoch von der Marango Route hoch gelaufen war als erste. Verdammt wir waren eine halbe Stunde zu früh. Der Sonnenaufgang war erst um 06:00 Uhr. Ausserdem war es hier oben doch ein wenig Kalt, nämlich genaue -12 Grad. Doch gegen den Sairecabur den wir in Chile bestiegen haben war es fast tropisch. Desweiteren war es hier nahe zu Windstill. Um dennoch nicht kalt zu bekommen suchten und fanden wir einen Geocache der in der Nähe des bekannten Uhuru Peak Schildes versteckt war. Danach folgte ein offizielles Gruppenfoto sowie Einzelfotos von uns. Die Sonne ging derweilen langsam über dem Horizont auf. Das Ereignis war auf dem Mt. Meru der von hier aus natürlich auch sichtbar war einiges spektakulärer. Hier standen wir „nur" auf einem Kraterrand, auf Mt. Meru waren wir auf einem Gipfel. Nicht destotrotz gab es schöne Fotos ; )
Um das Uhuru Peak Schild versammelten sich mit der Zeit immer mehr Leute. Mir kam es so vor wie auf einem Jahresmarkt jedoch ohne Verkaufsstände ; ) Roger und Gabriel hatten derweilen bereits mit dem Abstieg begonnen. Mir war nun der Rummel hier oben auch zu viel und ich begann mit dem Abstieg. Insgesamt blieben wir über eine Stunde auf dem Gipfel.
Als wir den „Stella Point" passierten traf dort eine grosse Gruppe ein. Die meisten hatten ihren Tagesrucksack an die Führer weitergegeben. Was aus meiner Sicht überhaupt nicht geht... Doch hier auf diesen Kraterrand bringen sie alle und jeden. Gabriel erzählte uns dass er schon eine Gruppe Blinde und ein Bein Loser hoch gebracht hatte... Wir fragten uns schon wann der Rollstuhlweg auf den Kilimandscharo eröffnet wird. Was wir damit sagen wollen ist das der Kilimandscharo einfach total überlaufen ist. Zu Touristisch, einmal war es schön hier oben zu stehen aber nie wieder... Da gehe ich lieber nochmals auf den Mt. Meru.
Nach dem wir uns von den meisten Kleiderschichten befreit hatten, da es nach dem Sonnenaufgang deutlich wärmer wurde, begannen wir mit Abstieg zum Barafu Camp vorbei an halb toten die nach jedem Meter anhielten und sich hinsetzten. Meiner Meinung nach setzten diese Leute ihr Leben aufs Spiel. Feel Free.
Um 09:00 Uhr trafen wir im Barafu Camp ein, zuvor hatten wir noch einen Geocache gefunden der in der Nähe des Camps versteckt war. Wir wurden freudig begrüsst und alle gratulierten uns. Sanga hatte derweilen eine Suppe für uns vorbereitet. Nach dieser Stärkung und einer kurzen Pause begannen wir um 09:45 Uhr mit dem Abstieg zum Mweka Hut Camp das auf 3100 Metern lag.
Der Mweka Wanderweg war ziemlich rutschig und dadurch an gewissen Stellen gerade zu perfekt um ausschlipfen und sich etwas zu brechen. Wir waren jedoch Vorsichtig und trotzdem zügig unterwegs. Wir trafen dadurch bereits um 11:30 Uhr im Mweka Hut Camp ein. Das wäre nun der Aufstiegstag gewesen. Hier würden wir bis morgen bleiben. Gabriel eröffnete uns die Möglichkeit bis zum Mweka Gate runter zu laufen um dort zu Campieren. Da die Träger bereits die Zelte aufgestellt hatten und es uns ziemlich egal war überliessen wir ihnen die Entscheidung. Diese waren natürlich begeistert und begannen gleich mit dem Zeltabbau.
Vom Mweka Hut Camp war es nochmals ein Stück bis zum Mweka Gate das auf 1700 Metern lag. Wir liefen um 11:45 Uhr los. Es sollte zum übelsten Abstieg der Geschichte werden. Der Weg war nun nicht mehr so Rutschig und beinbrecherisch wie zuvor, dafür hatten die Wanderweg Bauer eine liebe für Treppenstufen entwickelt. Von 3100 Metern liefen wir zirka 1200 Meter nur über Treppenstufen hinunter bis wir auf eine Waldstrasse gelangten. Meine Knie fühlte ich gar nicht mehr. Die Waldstrasse war eine Befreiung für die Beine und die Knie. Gabriel unser Guide lief auch auf seiner Zunge ; ) In einer Rekordzeit, nach Gabriel, von zweieinhalb Stunden erreichten wir um 14:15 Uhr das Mweka Gate.
Eigentlich eine fette Leistung oder ein totales punishment. Nochmals zusammen gefasst: Losgelaufen um 01:30 Uhr - Barafu 4660 Metern. Um 05:30 Uhr standen wir auf dem höchsten Punkt Afrikas - 5895 Meter über Meer. 09:00 Uhr zurück im Barafu Camp auf 4660 Meter über Meer. 11:30 Uhr - Mweka Hut 3100 Meter über Meer. 14:15 Mweka Gate - 1700 Meter über Meer.
Doch der Tag war noch nicht zu Ende. Gabriel teilte uns mit das wir nicht beim Gate campieren können. Anscheinend wurde dies kürzlich verboten. Das sei jedoch kein Problem wir können in Arusha campieren gehen, er können alles organisieren. Ok feel free. Er telefonierte mit Sam und besprach alles – natürlich in Swahili wir verstanden kein Wort. Wir erhielten wie beim Mt. Meru ein wirklich sehr schönes Zertifikat. Toll.
Der organisierte Bus stand nach zirka einer Stunde bereit, in der Zwischenzeit hatte starker Regen eingesetzt. Da hatten wir ja nochmals Glück gehabt. Die Fahrt mit dem Bus nach Arusha führte uns durch Moshi. John der hier aufgewachsen war erklärte uns einige Dinge über diese Region. Die Busfahrt nach Arusha dauerte zirka zwei Stunden. Wir verteilen unsere restlichen Kekse und alles was wir an Essen fanden an die Mannschaft.
Als wir in Arusha eintrafen stoppte der Bus bei einem schönen Hotel. Vor dem Hotel stand Sam. *Hm* das sieht irgendwie nicht wie ein Campingplatz aus hier. Wir stiegen aus. Sam gratulierte uns zu unserer Leistung. Wir fragten was nun mit dem Campingplatz sei. Sam machte den Anschein, dass er von nichts wusste. Er hat für uns das Hotel organisiert meinte er wir können jedoch auch auf einen Campingplatz es sei jedoch bereits 17:30 Uhr vielleicht ein wenig spät um noch einen Platz zu suchen. Irgendwie komisch. Doch wir machten uns zu dieser Zeit keine weiteren Gedanken darüber und entschieden uns im Hotel zu bleiben.
Die Auflösung zu diesem Vorfall kam etwa eine Woche später heraus, als wir mit Sam das Safari Zahlungsproblem ausdiskutierten und ihm unter die Nasse rieben das wir ihm einen Tag Kilimandscharo geschenkt hätten. Wir bezahlten für sieben Tage Kilimandscharo, nicht für sechs Tage. Doch anscheinend hat ihm Gabriel am Telefon gesagt das -> wir <- zurück nach Arusha in ein Hotel wollen... Von Campen beim Mweka Gate oder in Arusha hat Gabriel ihm anscheinend nichts gesagt. Da Sanga auf Safari für uns Kochen wird, fragte Sam ihn wie es denn genau war. Sanga bestätigte ihm das wir eigentlich beim Mweka Gate campieren wollten bzw. dann in Arusha. Gabriel hatte uns also schlussendlich „verarscht".
Anyway wir verabschiedeten uns bei unserem Kilimandscharo Team und bedankten uns bei jedem persönlich. Das Trinkgeld sah wie folgt aus: 7$ für Träger, 14$ für John und den ?? (Hilfsguide), 21$ für Sanga (Koch) und 28$ für Gabriel. Insgesamt etwa 112$ Trinkgeld das wir durch uns zwei aufteilten und in Tansania Schilling offen gaben. Desweitern hatten sie noch einen Tag geschenkt bekommen.
Sanga teilten wir mit das wir ihn für die Safari gerne dabei haben wollten und John könne auch mit kommen falls Sam es erlaubte. Nun verabschiedeten sich alle freundlich von uns. Wir hörten eine leise Frage von einem Träger zu einem anderen wollten wir nicht campen gehen? ; )
Für uns war nun fertig lustig. Wir checkten im „Silver Palm" Hotel für 50$ pro Nacht ein und kriegten dafür ein super gutes Zimmer mit TV. Desweiteren stellte das Hotel gratis Internet zur Verfügung. Das wir sogleich nutzten um unsere Eltern über unsere Rückkehr zu Informieren. Essen gingen wir heute in unserem Hotel. Es schmeckte hervorragend es dauerte nur etwa eine Stunde bis es auf dem Tisch stand – dies waren wir uns jedoch bereits von Afrika gewöhnt ; )
Gute Nacht.
Wir verbrachten die Weihnachtlichen Festtage in Arusha und ruhten uns von den zwei Trekking Touren aus.
In Arusha kam keine Weihnachtliche Stimmung auf. Logischerweise waren keine Sterne und Girlande draussen auf den Strassen aufgehängt und von Schnee war hier keine Spur ; ) Ein „liebevoll" geschmückter Christbaum hatten wir im Hotel vor der Kilimandscharo Besteigung zwar gesehen, im jetzigen Hotel hatte es für keinen gereicht. Uns war es eigentlich auch ziemlich Wurst einmal keine Weihnachten zu feiern.
Gegen Abend skypten wir mit unseren Eltern und Freunden. Dadurch konnten wir doch noch die traditionellen Schweizer Christbäume über die Webcam sehen. Die Internet Verbindung war dann jedoch auf einmal weg. Der Fernseher brachte zum Glück ein paar Weihnachtliche Programme. Terminator mit Arni und so zeugs.
Zuvor besuchte uns jedoch Sam. Mit ihm gingen wir zu einem lokalen Restaurant bei dem wir eine Fleischplate mit Pommes und einigen Bieren und Sodas orderten. Das ganze kostete nur 15'000 Schilling. Zirka 10$.
Er versprach uns übermorgen betreffs der Safari Planung vorbei zu schauen. Eigentlich wollten wir das heute bereits erledigen da wir über Bankeinzahlung bezahlen wollten. Er versprach uns am 26.12 zu kommen das reicht auch noch meinte er.
Am heiligen 25.12 machten wir absolut gar nichts. Ausser am Abend gingen wir in die Stadt und assen bei MC Moolys. Ein Restaurant bei dem es alles gibt von Pizza bis zu Burger für nicht allzu viel Geld. Natürlich dauerte die Bestellung wieder eine Stunde. Es war bereits dunkel als wir zu unserem Hotel zurück liefen. Das Strassenlampen Konzept in Afrika war hier gleich wie in Kenia. Manchmal sind sie vorhanden und manchmal auch wieder nicht. Naja egal wir fanden den Weg auch ohne viel Licht zurück zu unserem Hotel.
Sam schaute heute tatsächlich vorbei. Mit ihm planten wir unsere Safari Tour. Mehr als 1000$ wollten wir nicht ausgeben. Schlussendlich reichte es für folgenden Trip:
1 Tag Lake Manyara1 Tag Ngorongoro National Park1 Tag Tarangire National Park1 Tag Fahrt nach Kondoa1 Übernachtung am 31.12 in einer Lodge bei Lake Manyara2 Übernachtungen auf einem Campingplatz beim Lake Manyara1 Übernachtung in KondoaDrei Verpflegungen pro Tag, Zelt, Guide, Fahrzeug und Nationalpark Eintritte waren inklusive.
Für das Packet bezahlten wir je 960 USD und + 30 USD Neujahrstrinkgeld...
240 USD bezahlten wir bar, der Rest wollten wir mit Banküberweisung regeln. Sam wusste jedoch die Bankdaten nicht auswendig. Er versprach uns diese heute Abend per SMS zu senden.
Danach gingen wir eine Prepaid Karte für mein Handy kaufen. Diese kriegt man hier für 2000 Schilling. Weitere 2000 Schilling bezahlte ich für Guthaben das man mit einem Code auf die Prepaid Karte lädt.
Leider traf bis spät abends kein SMS von Sam ein. Naja wir machten uns keine grossen Gedanken, das ist ja dann sein Problem wenn er unser Geld zu spät erhält. Unser erster Denkfehler wir sind ja hier nicht in Europa...
Am Morgen kam Sam vorbei mit den Bankdaten. Er habe das SMS gestern gesendet. Bei mir ist jedoch nichts angekommen. Als ich sein Handy überprüfte war zwar ein SMS vorhanden jedoch nicht unter dem Menüpunkt „gesendete SMS". Es lag noch in den „zusendenden SMS". Toll.
Wie es auch so ist gab es genau heute den ganzen Tag Probleme mit dem Internet. Nur kurz kam eine Verbindung zu Stande bei der wir die Überweisung tätigen konnten. Es war jedoch bereits Abend geworden.
Das Internet streikte immer noch, ok heute kamen auch noch Stromausfälle dazu. Roger entschied trotzdem im Hotel zu bleiben, er wollte sich mit seinem Tagebuch befassen. Ich ging derweilen auf Stadterkundig und lief die gesamte Innenstadt ab.
Später am Tag traf ich mich mit Sam in der Stadt. Zusammen mit ihm gingen wir mit Damasta – der Trägerin die ich auf Mt. Meru versprochen habe zu helfen – die Schule von Sam besuchen. Damasta hatte keine Eltern mehr bzw. die Eltern wollten sie nicht mehr, seit dem arbeitet sie als Trägerin.
In der Schule von Sam war nichts los, logisch es waren momentan auch Winterferien. Sam erklärte mir und Damasta den Schulablauf und die Kosten die sich auf zirka 300$ beliefen. Ich willigte ein.
Nun brachte Sam den Jeep zur Garage. Da wir morgen mit diesem auf Safari gehen werden. Von Damasta verabschiedeten wir uns nach dem wir eine Soda zusammen getrunken hatten. Sie ging mit einem Dala Dala zurück zu ihrem Dorf das in der Nähe des Mt. Meru Nationalpark liegt. Mit dem Jeep schien alles soweit in Ordnung zu sein.
Bei der Garage war nun auch noch unser Safari Fahrer und Guide Issac eingetroffen. Mit ihm und Sam gingen wir nach dem wir Roger im Hotel abgeholt haben in einem Strassenrestaurant Essen. Wieder war es total billig und unglaublich gut. Die Moscheen gaben rund um das Strassenrestaurant Vollgas. Roger der den ganzen Tag im Hotel geblieben war meinte, dass der Strom erst kurz vor 18:00 Uhr zurück kam. Wahrscheinlich müssen die Moschen ihr Tagesprogramm nachholen : )
Der heutige Tag begann eigentlich ganz entspannt. Er wurde jedoch zu einem Tag bei dem für mich und Roger nichts mehr „poa kichizi kama ndizi" (Cool wie eine Banane) war.
Bevor uns Sam und Issac um 09:00 Uhr abholten wollte ich noch schnell prüfen ob das Geld überwiesen wurde. Das Internet funktionierte jedoch immer noch nicht. Tja...
Sam wedelte mit einer Bankbestätigung herum die er heute Morgen bei seiner Bank abgeholt hatte. Darauf stand das Rogers Geld bereits eingetroffen war. Meins jedoch noch nicht. Und dies sollte zum grössten Problem dieses Tages werden.
Wir fuhren zuerst zu Sam's Büro. Von dort lief ich mit ihm zu seiner Bank. Das Geld war jedoch immer noch nicht eingetroffen. Mittlerweile war es 10:00 Uhr. Wir gingen zurück zu seinem Büro. Nun ging nichts mehr er brauchte unbedingt das Geld ansonsten können wir nicht los. In seinem Büro checkte ich meine Mails, sollte die Banküberweisung nicht geklappt haben hätte mir meine Bank ein Mail gesendet. Da war jedoch keins, alles schien in Ordnung zu sein. Dies genügte Sam aber immer noch nicht. Gut ok ich kramte mein Laptop hervor und griff auf mein E-Banking zu. Das Geld war von meinem Konto weg. Ich druckte eine Bestätigung aus. Dies genügte immer noch nicht. Ich rief meine Bank an und gab ihm meine Kontoverwalterin. Diese bestätigte dass das Geld weg sei. Sie meinte dass es heute spätestens morgen eintreffen sollte. Dieser sinnlose Anruf kostete mich mein Guthaben auf meinem Handy. Doch das genügte immer noch nicht. Langsam wurde ich sauer... Was denn noch??? Hättest du uns die Bankdaten früher gegeben dann wäre nun alles in Ordnung und überhaupt haben wir bereits eine Anzahlung von je 240$ gemacht + Rogers Geld liegt bereits auf deinem Konto. Er wich meiner Frage aus und sagte wir müssen mit der Bestätigung zu seiner Bank. Was das nun bringen sollte wussten Roger und ich nicht. Innerlich brodelnd gingen wir wieder zu seiner Bank. Diesmal zu einem Bankvertreter. Sam gab ihm die Bestätigung. Wie die normale Bankangestellte zuvor tat er nicht mehr als sein Bankkonto zu prüfen und zu sagen, dass es momentan noch nicht da sei. Es sei wahrscheinlich noch in den USA stecken geblieben. Gut und nun meinte ich? Es war bereits 12:00 Uhr. Sam meinte wir müssen warten. Wir gingen raus in das Auto. Als wir im Auto drin waren knallte bei uns beiden die Sicherung durch. Nun wollten wir wissen was das Problem sei. Sam meinte dass er unser Geld braucht um die Safari zu bezahlen. Wie bitte meinten wir du hast im letzten Monat so viel Kohle von uns bekommen das du ganz Arusha mit neuen Strassenlampen ausrüsten könntest. Es reicht nicht für alles meinte Sam wir müssen noch eine Nacht hier übernachten. Und wer bezahlt uns diese Nacht? Wir bezahlen gar nichts mehr sagten wir. Er könne das Hotel sowie das Essen bezahlen. Er meinte dass er die Hälfte übernehmen könne. Nun knallte bei uns mehr als die Sicherung durch, wir machten im klar das es so nicht geht in Europa wächst das Geld schliesslich nicht auf den Bäumen. Desweiteren haben wir einen Tag Kilimandscharo zu viel bezahlt. Was ist mit diesem Geld? Das wollten wir nun zurück haben. Und falls wir nicht bald eine Lösung finden die uns passt, blassen wir die gesamte Safari ab.
Sam hackte beim Kilimandscharo ein. Ihr wolltet doch nach Hause nach dem sechsten Tag. Nun kam die Lügengeschichte von unserem Guide Gabriel ans Licht. Wir erzählten ihm, dass wir nicht nach Hause wollten. Für ihn wurde nun diese Geschichte zum Hauptproblem. Wir fuhren zu seinem Büro zurück. Er lud Sanga in sein Büro vor und fragte ihn ob das mit dem Campieren den stimme. Sanga bestätigte das wir nie etwas von nach Hause gehen gesagt hätten, wir wollten beim Gate campieren.
Nun kam doch noch ein anständiges Angebot von Sam. Er bot uns an, dass wir heute trotz später Stunde zum Lake Manyara fahren können. Er schenke uns damit einen Tag – wir können somit morgen ganz in Ruhe den Tarangire Nationalpark besuchen gehen. Wir stimmten diesem Vorschlag zu. Falls jedoch das Geld nicht bis Ende Safari auf seinem Konto sei müssen wir zurück kommen. Jaja machen wir... Hakuna ma tata
Es war nun bereits nach 13:00 Uhr. Wir dachten eigentlich dass es nun losgeht. Doch Sam hatte noch nicht alles für die Safari vorbereitet. Er musste noch eine Kreditkarte mit Geld aufladen, Geld für die Safari abheben, den Jeep auftanken und Lunch für den heutigen Tag besorgen. Schlussendlich verabschiedeten wir uns um zirka 14:00 Uhr von ihm. Aus Arusha raus waren wir dadurch noch nicht. Wir legten einen Zwischenhalt bei einem „Shoppingcenter" ein, bei dem Sanga noch Wasser und Eis einkaufen musste. Roger und ich dachten verdammt aus Arusha kommen wir heute so schnell nicht weg. Doch schon bald sahen wir das „Goodbye Arusha" Schild an uns vorbei zischen. Ein wenig waren wir Erleichtert, doch wir regten uns immer noch über die Geschichte auf.
Auf halber Strecke hielten wir bei einem „Rastplatz". Hier assen wir unseren Lunch. Issac unser Fahrer und Guide war ein lustiger Kauz. Durch ihn konnten wir bereits wieder ein wenig Lachen. Vor allem als ein „running joke", der uns noch die ganze Safari begleiten wird, unabsichtlich entstand: „Issac telefonierte kurzzeitig mit einer Frau. Ich frage ihn nach dem Telefonat ob es seine Ehefrau gewesen sei? Issac meinte nein, nein: It was just a friend of someone" Klar nur ein Freund von jemandem ; ) Dieser Spruch verwendeten nun alle zu jedem passenden Zeitpunkt. Als ich zum Beispiel beim Campingplatz mit einer Frau sprach. Fragte mich danach Issac: „Ah, friend of someone?" :D
Ja zurück zum Thema. Wir erreichten um 18:00 Uhr das Dorf „Mto wa Mbu" das in der Nähe vom Lake Manyara und vor dem „Rift Valley" lag. Wir tauften das Dorf in „Bump Village" um. Da es extrem viele Bumps hatte. Wir stellten unser „Zelt" im Campingplatz „Njake Jambo Lodge & Camping Site" auf. Dieser Campingplatz war super gut er hatte sogar einen Pool, den wir sogleich in Beschlag nahmen. Noch kurz zum Zelt öhm ja es stand aber die Aussenhülle war nicht die richtige ausserdem fehlten die Heringe und die Stangen für das „Aussenzelt". Darüber regte ich mich jedoch an diesem Tag nicht mehr auf. Issac fixte das für uns.
Sanga stand zu dieser Zeit bereits in der Küche und bereite für uns ein super feines Nachtessen vor das uns fast allen Ärger vergessen liess.
Ach übrigens rief vor dem Nachtessen Sam an, mein Geld sei nun auch auf seinem Bankkonto eingetroffen... Geht es um das Geld von einem Musungu wird ein riesen Drama gemacht, geht es um Geld von Lokals ist alles Hakuna ma tata, pole pole...
Um 07:30 Uhr fuhren wir vom Campingplatz ab und erreichten nach etwas mehr als einer Stunde den Tarangire-Nationalpark. Issac erledigte den Papierkrieg und schon bald ging die Safari los. Zu Beginn sahen wir die üblichen uns nun langsam bekannten Tiere wie Zebras, Wildschweine, Springböcke, Strausse und Giraffen.
Die erste Attraktion war ein Löwen-Weibchen das sich auf einem Ast ausruhte. Wir fuhren weiter und erreichten den Tarangire Fluss. Eine grosse Herde Elefanten war zu sehen. Auf Elefanten trafen wir nun immer wieder. Wir sahen heute insgesamt sicherlich 200 Dickhäuter wenn nicht mehr.
Doch auch mein Wunsch männliche Löwen zu sehen wurde erfühlt. Bei einem weit entfernten Baobab Baum lagen drei junge männliche Löwen beieinander. Issac wollte bzw. durfte nicht näher ran fahren da half alles stürmen und bitten nichts *argg*
Auf der Rückfahrt trafen wir nochmals auf den Löwen der wir anfangs auf einem Ast sahen. Dieser hatte sich nun unter einen Baum gelegt. Als ein Wildschwein auftauchte wurde das Löwen-Weibchen aufmerksam. Das Wildschwein lief daraufhin schnell weg und das Weibchen war zu faul um hinterher zu springen. Schade.
Nun ging es zurück zu unserem Camp. Nach einer Abkühlung im Pool, gab es ein super feines Nachtessen. Wir spielten mit einem USAler, Issac und Sanga One-Card bis zum einschlafen.
Heute ging es zu einem der bekanntesten Nationalparks in Afrika, zum Ngorongoro. Nach eineinhalb Stunden Fahrt über eine feinsäuberlich geteerte Strasse, die von Japan gesponsert wurde, erreichten wir das Ngorongoro Nationalpark Gate.
Wie immer besorgte sich Issac die nötigen Eintrittspapiere. Sanga hatten wir schon gestern Angeboten mit zu kommen, heute willigte er ein.
Vor dem Gate hatte es eine Menge Babuns (Affen) diese warteten auf eine günstige Gelegenheit um in einen Touristen Jeep durch ein offenes Fenster einzusteigen und die Verpflegung der Touristen zu stehlen. Und tatsächlich beobachteten wir, dass ein Babun sich ein Sandwich aus einem Jeep klaute. Issac brachte die Babuns total in Aufregung als er ihnen durch das Fenster einen Bananen Zweig zeigte ; )
Nun mussten wir zuerst einmal auf den Kraterrand hochfahren der auf zirka 2300 Metern liegt. Der Ngorongoro ist ein Einbruchkrater. Er entstand als an dieser Stelle ein Vulkanberg in sich zusammenbrach. Der Kratergrund liegt auf etwa 1700 Meter über Meer. Der Durchmesser des Kraters beträgt zwischen 17 und 21 Kilometer.
Von einem Aussichtspunkt sahen wir in den Krater hinunter, der wirklich riesig ist. Die Fahrt ging am Kraterrand entlang zu einem weit entfernten zweiten Kontrollgate. Hier sollte ein Geocache versteckt sein, wir fanden ihn jedoch nicht. Wahrscheinlich hat ihn ein Massai entfernt die hier herumlungerten um den Touristen ihr Zeugs zu verkaufen. Auf unserer Suche nach dem Geocache gingen sie uns tierisch auf die Nerven. It's not allowed to go out the car, Do you buy something, blahblahblah. Wir gaben die Suche auf und gingen zurück zum Jeep.
Nun fuhren wir runter in den Krater. Issac musste noch auf die Toilette er bog nach dem wir unten angekommen waren ab zu einem Toilettenhäuschen. Dort standen wiederum Massais die ihr Zeugs verkaufen wollten. Hapana, Hapana, Hapana (Nein, Nein, Nein). Doch das half nichts. Ein Massai sprach weiter ob ich weiss für was der Speer sei der er verkaufen wollte. Ich sagte: ich vermute es. Der Massai fragte mich nun ob er es mir erklären soll. Ich sagte: Ja wenn du möchtest. Der Massai ja kaufst du etwas. Ich: Nein ich benötige nichts sorry. Der Massai antwortete unfreundlich, ok dann sag ich auch nicht für was der Speer ist. Ich: Na dann kannst du ja gehen, wenn du nichts erzählen möchtest. Der Massai nein du gehst. Ich: Warum? Ich habe genug bezahlt um den ganzen Tag hier zu sein und du hast du auch etwas bezahlt? Hier ist ein Nationalpark nicht ein Massai Park. Wir fragten uns auch warum die Massai in einem Nationalpark mit ihren riesen Kuhherden rumlaufen dürfen...
Nun ging es auf Safari. Wir sahen eine Menge Zebras und Springböcke. Ebenfalls waren im Kratersee viele Flamingos zu sehen. Wenn ihr den Kenia Bericht gelesen habt, wisst ihr dass wir von den „big five", vier gesehen haben. Das Nashorn fehlte uns noch. Zwei Erwachsene Nashörner und ein Nashorn Baby sahen wir nun. Jedoch waren sie weit entfernt und wollten auch nicht näher kommen, schade.
Weiter ging es zu einer riesen grossen Büffelherde, eine Hyäne sowie ein Wüstenfuchs waren in der Nähe zu sehen.
Nicht weit entfernt von der Büffelherde entdecken wir ein Rudel Löwen mit Jungtieren. Nach einer längeren Beobachtungszeit, stand ein Löwen Weibchen auf und lief in einem Bachbett davon. Auf der Gegenüberliegenden Seite war ebenfalls eine Strasse zu der wir nun hinfuhren. Wir entdeckten das Löwen Weibchen in der Nähe eines Zebras, immer noch gedeckt vom Bachbett. Natürlich hofften wir nun auf einen Angriff. Doch es passierte nichts. Immer mehr Jeeps kamen zu unserem Spot. Was die Möglichkeit eines Angriffs durch die Löwin nicht gerade steigerte.
Wir hatten jedoch Zeit, ich packte bereits meine Verpflegung aus als uns Issac darauf hinwies das es in diesem Nationalpark nicht erlaubt sei im Auto zu Essen. Bitte? Was soll das denn? Wir mussten zu einer Raststelle fahren. Diese war nicht weit entfernt an einem kleinen See. Hier versammelten sich alle Touristen. Toller Platz hier wo die Tiere eigentlich Wasser trinken könnten.
Wir stiegen mit unserer Verpflegung aus und setzten uns untern einen Baum. Wir achteten nicht darauf dass über unseren Köpfen bereits Adler kreisten. Ich hatte gerade mein Poulet fertig gegessen als ein Adler im Sturzflug hinunter stach und mir den Knochen aus der Hand riss. Nach diesem Angriff folgte der nächste auf Rogers Poulet. Der Adler riss das Poulet direkt aus Rogers Mund. Die scharfen Krallen streifen Rogers Wange und Nasse. Er blutete ein wenig. Toller Ort um zu picknicken. Von nun an wurde Roger von Issac und Sanga Mister Kite genannt :D
Wir gingen zurück zum vorherigen Platz mit der Löwin. Nun ist das ganze Rudel nach gezogen jedoch war die Jagt nicht erfolgreich. Das Rudel lag wieder auf der faulen Haut. Die Zebras waren weit weg. Wir fuhren weiter durch den Krater sahen aber nichts mehr Spektakuläres.
Über eine extrem steile Strasse ging es aufwärts zurück zum Kraterrand.
Da heute der 31.12 war hatten wir uns im voraus entschlossen den Abend in einer Lodge und nicht auf dem Zeltplatz zu verbringen. In der Hoffnung ein paar schöne Frauen kennen zu lernen ; ) Wir fuhren in die Lake Manyara Lodge. Von dieser konnten wir den gesamten Lake Manyara überblicken, da die Lodge direkt am Rift Valley Rand gebaut wurde. Das mit den schönen Frauen wurde nichts, es hatte zwar andere Touristen die waren aber ein „wenig" älter als wir. Die Party hielt sich dadurch auch extrem in Grenzen. Bis zum Neujahr blieben wir dennoch auf und stiessen mit Champagner an und assen Kuchen. Auch hatten wir uns die Komödie „Dinner for one" runtergeladen, den wir uns vor und nach der „Party" anschauten. Einfach immer wieder lustig!
Heut war wieder mal so ein Tag bei dem ich weisse Haare bekomme. Doch fangen wir ganz von vorne an. In der Lodge gab es ein riesen Frühstück mit allem drum und dran. Um 09:00 Uhr holte uns Issac bei der Lodge ab. Heute werden wir den Lake Manyara Nationalpark besuchen. Zuvor hielten wir bei einem grossen Baobab Baum, bei dem noch ein Geocache versteckt war. Einmal raufklettern lag auch drin ; )
Nun ging es zum Lake Manyara. Issac begab sich wiedermal auf den Weg um die erforderlichen Papiere zu besorgen. Da er aber unglaublich lange brauchte, schaute Roger bei ihm vorbei. Es stellte sich heraus dass Sam zu wenig Geld auf die Kreditkarte geladen hatte. Somit konnte Issac den Park nicht bezahlen. Somit gab es wiedermal ein Problem das mit Geld zu tun hatte. Da wir per Zufall genug dabei hatten zahlten wir den Eintritt. Da aber der idiotische Park nur Dollar wollte mussten wir zuerst Geld wechseln gehen um dann den ganzen „Seich" in Dollar zu bezahlen. Total idiotisch. Dieser Vorfall war wieder mal extrem mühsam. Geht es um Musungu (Touristen, Reisende, Weisse) Geld wird die Arbeit gestoppt und nichts geschieht. Geht es um Geld das von einem Lokal bezahlt werden muss... ja dann ist es nicht so tragisch wenn es nicht da ist....
Nach dem wir uns deftig darüber aufgeregt hatten fuhren wir los in den Park. Issac der uns wieder aufmunterte mit seinen Sprüchen fuhr uns direkt zum Nilpferd Schauplatz. Tatsächlich waren eine Menge Nilpferde zu sehen, diesmal sogar ausserhalb vom Wasser. Inklusiv einem Jungen.
Nach einer Weile Nilpferd Beobachtung ging es weiter tiefer in den Park hinein. Viel Neues war nicht zu sehen: Viele Babuns, Giraffen, Zebras und diverse Springbock Arten... Wir fuhren bis zu den Hotsprings. Die über 30 Kilometer vom Gate entfernt lagen.
Die Quelle startete unterhalb der Strasse bei einem Baum. Heisses Wasser trat hervor und es roch stark nach schwefel. In der Ferne waren Flamingos zu sehen. Die Einheimischen sowie Issac glaubten daran das man mit diesem Wasser die Süden abwaschen kann, was er dann auch wirklich tat. Wir wollten unsere Süden behalten ; )
Nun ging es in rasanter Fahrt zurück zu unserem Campingplatz. Sanga wartete bereits mit dem Essen auf uns.
Um 08:15 Uhr fuhren wir ab Richtung Kondoa. Kondoa liegt zwischen Arusha und Dodoma. Von dort aus werden wir selber mit dem Bus weiter nach Dodoma reisen.
Zuvor trafen wir in Makuyuni Sam der uns das Geld für den Lake Manyara Eintritt zurück erstatte. Desweiteren wurde der Jeep aufgetankt. In einem „Restaurant" tranken wir eine Cola mit Sam und wir liessen es uns nicht nehmen über den gestrigen Vorfall zu diskutieren. So kann er keine Geschäfte machen, das geht nicht. Vielleicht hat es etwas gebracht aber wahrscheinlich nicht. Egal. Wir hatten gesagt was gesagt werden musste. Wir verabschiedeten uns von Sam der wieder zurück nach Arusha fuhr.
Unsere fahrt ging derweilen in die entgegengesetzte Richtung weiter. Vorerst über eine geteerte Strasse. Die dann aber zu einer Dirt Road wurde. Doch eine neue Strasse war bereits in Bau. Nach einer Weile konnten wir tatsächlich auf eine frisch geteerte Strasse wechseln. Diese war dann aber bereits in Babati, zirka in der Helfe, fertig. Dort assen wir in einem Restaurant zu Mittag.
Bis nach Kondoa gab es nun keine Teerstrasse mehr, es befand sich auch keine in Bau. Es ging über „Pässe", vorbei an kleinen Dörfern bei denen die Kinder „Musungu, Musungu" schrien sobald sie uns sahen immer weiter in das Landesinnere. Issac meinte hier kommen nur wenige Touristen vorbei.
Kurz vor dem Dorf Kolo das nicht mehr allzu weit von Kondoa entfernt lag bemerkte Issac das etwas mit dem Jeep nicht mehr stimmte. Beim linken Vorderrad lief die Bremsflüssigkeit aus. Issac versuchte das Problem zu beheben. Jedoch ohne Erfolg. Er goss als Bremsflüssigkeitsersatz Waschmittel verdünnt mit Wasser nach. Er meinte dazu nur: African Spirit ; )
In Kolo besichtigen wir die Felsmalereien die als UNESCO Weltkulturerbe eingetragen waren. Nach einer längeren Jeep Fahrt durch die Pampa und einer kurzen Wanderung gelangten wir zu drei verschiedenen Fundstätten. Die Felsmalereien waren jedoch in schlechtem Zustand. Trotzdem Sehenswert, da man von hier aus auch einen wunderbaren Ausblick über die Umgebung hat.
Kondoa war nach der Besichtigung der Felsmalereien schnell erreicht. Issac fand ein gutes Hotel mit dem Namen Sun Set Beach. Er meinte dieses sei auch am weitesten weg von allen Moschen. Denn in Kondoa leben sozusagen nur Muslime. Ich frage den Besitzer wo denn die Beach sei? ; ) Oh die müsse er noch „bauen" meinte er ; )
Sanga begann im Hinterhof zu kochen. Wir gingen mit Issac unser Busticket kaufen. Das Busticket kostete je 7000 TZS. Denn Bus Typ konnten wir nicht auswählen da die Busfirmen sich untereinander absprechen wer an welchem Tag fahren darf...
Sanga hatte derweilen ein einfaches Abendessen vorbereitet. Eine Abschluss Soda genehmigten wir uns mit Issac und Sanga beim Nachbar Pub.
Vor der Busfahrt gab es wie immer Frühstück. Roger hat in dieser Nacht nicht gut geschlafen, da er in diversen Zeitabständen geweckt wurde. Zuerst war es ein lauter Fernseher, dann eine Mücke die es irgendwie in das Mückennetz geschafft hatte, danach ein Streit zweier Lokals, tropfendes Wasser, Moschen und zum Schluss wieder der Fernseher. Vom ganzen habe ich nicht viel mit bekommen. Warum das wichtig ist? Na für die heutige Busfahrt wäre ein guter schlaf wichtig gewesen. Denn die Fahrt könnte „lustig" werden.
Issac und Sanga brachten uns zur Busstation. Wir verabschiedeten uns von beiden. Gestern hatte es nur noch zwei Sitze frei gehabt, diese waren ganz hinten. Dort sass bereits ein Lokal. Dieser wiesen wir darauf hin dass er auf unserem Platz sitzt. Das ist extrem wichtig weil es ansonsten ein riesen Getto gibt... Natürlich setzte er sich nun halt auf irgendeinen anderen Sitz. Was dann später unweigerlich zum Getto führte. Um 10:30 Uhr nur mit 30 Minuten Verspätung fuhren wir mit einem vollen Bus ab. Also voll für unsere Verhältnisse alle Sitzplätze waren besetzt. Doch für Afrikanische Verhältnisse ist dieser Zustand als halb leer zu bezeichnen. Nach kurzer Fahrt, wir waren noch nicht mal aus Kondoa raus stiegen nochmals etwa so viele Leute ein wie es Sitze hatte. Diese standen dann im Gang. Gewisse die sich einfach irgendwo hinsetzten kriegen nun definitiv Probleme mit Leuten die einen Sitz vorreserviert hatten. Ein riesen Gedränge entstand. Ja irgendwann war dann mal das Problem gelöst und der nun wirklich volle Bus fuhr los Richtung Dodoma. Bis Dodoma ist die Strasse nicht geteert und besteht nur aus einer Dirtroad. Ich wunderte mich dass der Bus diese Fahrt bis am Ende ohne Panne überlebte. Zirka in der Hälfte hielt der Bus für eine „kurze" Pause. Bis alle Leute ausgestiegen und wieder eingestiegen waren dauerte es seine Zeit... Nach zirka fünf Stunden Holperfahrt kamen wir in Dodoma an, wir merkten dies weil wir vermehrt von der Polizei kontrolliert wurden. Wir wissen zwar nicht was sie kontrolliert haben, wahrscheinlich wurde auch Geld getauscht, da der Bus wirklich total, völlig und enorm überladen war. Roger war nun bereits, ohne das er in der Küche stand, am Kochen, da das Gedränge im Gang nicht an den Sitzenden Personen reibungslos vorbei ging ; )
Doch irgendeinmal ist jede Fahrt vorbei, wir erreichten das Dodoma „Busterminal".
Für eine Hauptstadt die Dodoma seit 1974 ist öhm ja ein ziemliches Basic Busterminal. Jedenfalls wurden wir von 100 Leuten umringt, kurz nach dem wir den Bus verlassen hatten, alle wollten uns eine Transportmöglichkeit anbieten. Oft viel auch das Wort Musungu, da wohl nicht viele hier mit dem Bus ankommen ; ) Wichtig ist dabei ruhig zu bleiben und den Leuten klar zu machen das man zuerst das Gepäck braucht. Als wir unser Gepäck erhielten, diskutierten wir über den Preis für das Taxi. Wir wussten bereits im Voraus, dass in Dodoma die Taxi Fahrt maximal 3000 TZS kosten darf. Wir fanden ein Taxi Fahrer der uns für 2000 TZS mitnahm ; )
Von Issac hatten wir eine Hotel Empfehlung erhalten. Dort schauten wir zuerst vorbei. Es war ein gutes Hotel, jedoch boten sie nur Doppelbette an. Keine getrennten. Da wir schon lange nicht mehr mit unseren Verwandten in Kontakt treten konnten wollten wir auch wieder mal eine Internet Anbindung. Wir suchten weiter und fanden schlussendlich das New Dodoma Hotel das uns je 40'000 THS kostete. Nicht ganz billig jedoch war das Frühstück inbegriffen. Internet erhielten wir hier auch mussten jedoch nochmals 5000 THS für 24h Wireless gebrauch bezahlen.
Am Abend gingen wir Essen. Das Hotel hatte zwei Restaurants ein Chinesisches und ein übliches Restaurant. Wir begnügten uns heute mit dem üblichen Restaurant und assen ein gutes Stück Fleisch ; )
Eigentlich hätte ich einen Bekannten in Dar es Salaam. Von dem hoffte ich das er uns Dar es Salaam und die Umgebung zeigt oder uns wenigstens einige Tipps zu Dar es Salaam und Sansibar geben kann. Er meldete sich jedoch nicht auf meine E-Mails. Telefonisch hatte er keine Zeit. Nett.
Heute machten wir nicht viel, ein wenig relaxen war angesagt. Am Nachmittag gingen wir noch eine Soda trinken in ein Lokal Restaurant das in der Nähe lag. Dort lief gerade eine super Musik DVD in der die Musikstars von Tansania alles gaben :D
Heute schauten wir uns die Hauptstadt von Tansania an. Viel gab es jedoch nicht zu sehen. Dodoma ist eigentlich keine Stadt eher ein Dorf. Es hatte zwar einige alte Kolonialbauten da die Stadt 1907 unter Deutscher Kolonialmacht gegründet wurde. Wir besorgten uns auf dem Weg noch zwei Bus Tickets für morgen. Wir wollten nach Dar es Salaam. Wir nahmen den Champion Coach für je 12'000 TZS.
Nach dem erfolgreichen Bus Ticket kauf liefen wir zum Regierungsgebäude was wohl zum modernsten Bauwerk in ganz Tansania zählt. Als ich ein Foto machen wollte kam ein Polizist und meinte, dass es verboten sei das Regierungsgebäude zu fotografieren. Er war sehr freundlich zu uns, wir sehr freundlich zu ihm trotzdem erlaubte er uns kein einziges kleines winziges Foto. Ok ok wir zogen von dannen. Wir wussten dass es weiter vorne an der Strasse einen kleinen Shop haben sollte. Dort wollten wir hin um uns für die morgige Busfahrt einzudecken. Als wir schon ein Stück vom Regierungsgebäude weg waren dachte ich hier können wir ein Foto machen. Doch auch hier schrie einer rüber „No Photo" ok ok dann halt nicht.
Der Shop war wirklich ziemlich klein hatte jedoch einige Sachen im Angebot. Wir deckten uns mit Chips und weiterem Kram ein.
Ja die Hauptstadt von Tansania ist nicht unbedingt Sehenswert. Die Regierung ist wahrscheinlich hier weil der Verkehr und die Temperatur in Dar es Salaam unerträglich ist. Jedenfalls weiss sonst niemand warum Dodoma die Hauptstadt sein soll. Wir haben ein paar Lokals gefragt.
Um 06:00 Uhr morgens mussten wir bei der Busstation sein. Wir liefen um 05:50 Uhr von unserem Hotel los. Die Sonne ging gerade am Horizont auf. Beim Busterminal war bereits um diese Zeit ziemlich betrieb. Wir fanden unseren Champion Coach Bus, verluden unser Gepäck und stiegen ein. Wir verliessen Dodoma pünktlich um 06:30 Uhr. Die Fahrt war einiges angenehmer da die Strasse bis Dar es Salaam geteert war. Der Bus war auch nicht mehr Afrikanisch voll. Für Europäer wäre er jedoch schon bereits übervoll ; )
Wir erreichten um 12:30 Uhr das neue Bus Terminal von Dar es Salaam. Hier stürzten sich wiederum einige Taxifahrer auf uns. Nun ging die Preis Verhandlung wieder los ; ) Wir wussten nicht das es ein neues Busterminal gab, ich wusste nur wo das alte lag. Daher sagten wir auch dass wir nicht mehr als 3000 TZS zahlen. Die Taxi Fahrer erklärten uns aber freundlich, dass es das alte Busterminal nicht mehr gibt. Auf unserer Stadtkarte sei das Busterminal gar nicht mehr drauf meinten sie. Das neue Busterminal liegt ein Stück ausserhalb der Stadt. Dadurch sei der Preis 15'000 TZS. Wir versuchten den Preis noch runter zu handeln jedoch ohne Erfolg. Also meinetwegen 15'000 TZS ist ja eigentlich auch nicht viel.
Und wir wurden tatsächlich nicht verarscht das Busterminal lag wirklich ein Stück weg vom Stadtzentrum. Eigentlich planten wir zuerst in der Stadt eine Nacht zu übernachten, entschieden uns dann im Taxi aber um und steuerten direkt den Hafen an um heute noch nach Sansibar zu fahren.
Dar es Salaam war eher eine Hauptstadt. Viel Verkehr, hohe Häuser, Werbeplakate und viele Leute. Durch den Verkehr benötigten wir fast eine Stunde vom neuen Busterminal bis zum Hafen den wir um 14:00 Uhr erreichten. Dort kauften wir für 35$ ein Ticket für die Fähre nach Sansibar. Uns wurde gesagt, dass die nächste Fähre um 15:00 Uhr ging. Durch ein Tor gingen wir runter zum Pier. Es hatte einen Wartesektor mit Stühlen.
Zu uns gesellte sich ein Deutscher. Dem wurde der Rucksack inklusiv Portemonnaie auf seiner Kilimandscharo Tour von einem Porter geklaut. Irgendwie nicht so schlau wenn man sein Portemonnaie inklusiv Pass im grossen Gepäck lässt...
Ja die Fähre verspätete sich ein wenig. Sie kam nicht wie geplant um 15:00 Uhr sondern um 16:15 Uhr. Die Abfahrt war um 16:45 Uhr. In Sansibar Stonetown kamen wir um 18:30 Uhr an.
Bye - Kwaheri
Thank you - Asante Sana
No Tahnk you - Hapana
Very Good - Mzuri sana
Yes - Sawa
No - Hapana
Nice day - Siku Njema
Sleep well - lala salama
Morning - Asubuhi
Excuse me - samahni
where - wapi
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