Kenia Holepole BBQ
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Wir verbrachten zwei Wochen bei meinem Onkel in Nairobi. Wir besuchten den Crater Lake in Naivasha, den Masaimara Nationalpark in dem wir vier von den grossen fünf sahen und kamen in der Hauptstadt von Kenia herum.
Mein Onkel Hanspeter lebt bereits seit drei Jahren in Kenia. Bei ihm werden wir die nächsten zwei Wochen bleiben. Er und Winnie seine Freundin holten uns mit dem Auto vom Flughafen ab.
Das Klima hier gefällt mir schon mal gut, am Abend ist es ziemlich Frisch. Die Wohnsiedlung in der mein Onkel lebt liegt ausserhalb von Nairobi Downtown. Die Siedlung ist wie alle hier ummauert und wird von einem Wächter bewacht. In der Wohnung lernten wir Wendy kennen, sie kommt ursprünglich aus Kenia wohnt jedoch in der USA und macht einen Chemiker Studienlehrgang bei Coca Cola für zwei Wochen. Winnie ist ihre „Tante".
Heute schliefen wir aus um uns von unserem Flugmarathon zu erholen. Danach fuhren wir aus Nairobi hinaus zum BBQ Restaurant Holepoles. Auf dem Weg passierten wir diverse Aussensiedlungen von Nairobi. Jede Siedlung hatte einen Marktplatz bei dem es von Leuten wimmelte. Die Strassen sind im Vergleich zu Bolivien und Kambodscha in einem guten Zustand. Motorräder waren fast keine mehr zu sehen dafür viel mehr Autos und Lastwagen. Dadurch waren diverse Überholmanöver nötig.
Das Holepole Restaurant lag auf einem Hügel abseits der Strasse. Bevor wir einen Platz zugewiesen bekamen wählte Winnie und Hanspeter die Fleischstücke aus die zubereitet werden sollen. Es wird Poulet "Kuku" und Ribs von einem Springbock "jomachoma" geben. Vom Restaurant sahen wir weit in die steppenartige Landschaft hinaus.
Zuerst wurden die Ribs mit Pommes serviert. Ein halber Springbock Brustkorb lag vor uns. Es schmeckte gut so richtig Wild ; ) Das Poulet war auch super.
Der Laptop von meinem Onkel benötigte einen neuen Anstrich. Ich installierte für ihn Windows 7.
Der Rest des Tages verbrachten wir mit nicht viel machen.
Heute besuchten wir das Büro von Winnie das in der Biashara Street im Dev Tower lag. Winnie besitzt ein Reisebüro „Flight & Safaris". Sie organisiert Touren, arrangiert Übernachtungsmöglichkeiten und vermietet Autos. Falls ihr also Kenia besuchen wollt wäre Winnie eure ideale Ansprechsperson ; )
Von ihrem Office das im vierten Stock lag überblickten wir einen Teil von Nairobi. Das Nebengebäude war eine grosse Mosche. Ein Priester? gab gerade alles über die Lautsprecher der Mosche Türme...
Heute fuhren wir mit Hanspeter zum Lake Naivasha. Dort hatte er bevor er nach Nairobi kam gearbeitet und gewohnt. Von Nairobi war es eine gute Stunde Fahrt bis wir vom Highway der in einem sehr guten Zustand war auf eine Nebenstrasse wechselten die um den Lake Naivasha führte. Die Nebenstrasse war in einem sehr schlechten Zustand jedoch noch befahrbar mit unserem 2WD Toyota.
Unseren ersten stopp legten wir beim Crayfish Camp ein. Eine grosse Zeltplatzanlage direkt am See zu dem die Lokals am Wochenende oder an Feiertagen kommen. Wir hofften Nilpferde zu sehen, sie waren jedoch ausser Sichtweite.
Unser nächstes Ziel war das „Crater Lake Game Sanctuary". Ein kleines Wildtier Schutzgebiet inmitten eines Vulkankraters. Das Schutzgebiet liegt in der Nähe des Dorfes Kongoni westlich des Naivasha Sees.
Wir fuhren an der grössten Blumenfabrik von Kenia vorbei die der Firma Oserian gehört. Allgemein waren hier in dieser Region viele Rosenplantagen zu sehen. Oserian gehört einem Holländer der 1969 mit 5 Hektare und 6 Arbeitern begonnen hatte. Heute beschäftigt er über 4600 Mitarbeiter und besitzt 216 Hektare.
Hanspeter kannte einen „Hintereingang" zum „Crater Lake Game Sanctuary", da er eigentlich für Ausländer etwas kostete. Da er aber für Oserian gearbeitet hatte, war er hier ziemlich anerkannt und galt als lokal ; )
Wir hofften einige Tiere zu sehen, jedoch versteckten sich alle vor uns. Nur ein Giraffe und zwei, drei Zebras waren zu sehen. Es war momentan auch eine ungünstige Zeit, die Tiere suchten Schatten vor der Mittagssonne. Wir fuhren weiter Richtung Crater Lake View Point. Wir parkten unser Auto und liefen zum Kraterrand hoch. Vom View Point aus sahen wir nun auf einen kleinen See und eine Lodge die sich am rechten Kraterrandeingang befand.
Da wir vom View Point nicht den gesamten Krater sehen konnten, liefen wir am Kraterrand hoch und erreichten eine bessere Stelle. Von hier konnte man denn gesamten Krater überblicken. Der See füllte nur einen kleinen Teil des Kraters aus, der Rest bestand aus Steppe mit Büschen und Bäumen.
Für diesen Ort hatten wir im voraus einen Geocache vorbereitet der wir nun versteckten. Weitere Informationen zu unserem Geocache findet ihr im nachfolgenden Link:
In der Crater Lake Lodge assen wir eine Kleinigkeit um uns für die Rückfahrt zu stärken. Nahe bei der Lodge waren zwei Affenarten zu sehen. Eine Stummelaffen Familie und eine weitere Affenart die ich nicht kenne ; ) Nach der Stärkung fuhren wir den selben Weg zurück in der Hoffnung nun ein paar Tiere zu sehen. Ein paar Zebras, eine Menge „Springböcke", ein grosser „Springbock" und eine Giraffen Familie zeigte sich uns.
Weiter ging die Fahrt auf der Holperstrasse Hanspeter meinte jedoch, dass die Strasse im Vergleich zu früher in einem viel besseren Zustand sei. Wir legten einen letzten Stopp beim Great Rift Valley Golfclub ein. Nicht etwa um Golf zu spielen sondern um einen Geocache zu suchen der hier versteckt sein sollte. Leider war er bereits weg. Das Versteck war auch nicht optimal gewählt...
Heute besuchten wir mit Hanspeter das „David Sheldrick Wildlife Trusts Orphans Project". Junge Elefanten und Nashörner die ihre „Eltern" durch Wilderer oder sonstiges verloren haben werden hier gepflegt. Das Institut liegt in der Nähe des „Nairobi National Parks".
Wir waren kurz vor der Öffnungszeit des Institutes um 09:00 Uhr dort. Kurz danach werden nämlich die jungen Elefanten mit Milch „geschöppelt". Der Eintritt kostete je 500 KSH (500 Kenianische Schilling / 80 = 6.25 CHF).
Bei einem Platz mit einem Schlammpool warteten wir bis die erste Gruppe junger Elefanten kamen. Für jeden Elefanten wurden im voraus Milchschöppen bereit gestellt. Die Elefanten stürmten je zu einem Betreuer der ihnen dann die Milch gab. Unglaublich was die Jungen für einen zug drauf hatten, der zirka drei Liter grosse Milchschoppen war innert weniger Sekunden leer getrunken. Danach kühlten sich die Elefanten im Schlammbad ab. Ein Ranger erklärte derweilen woher die Elefanten stammen und wie alt sie sind. Der jüngste Elefant war zirka 2 Monate alt und noch ganz klein. Sobald die gesamte Elefantengruppe genug alt ist werden sie wieder in die Wildnis entlassen. Es folgten noch weitere Elefantengruppen jedoch erst nach dem die vorherige weg geführt wurde.
Weiter ging es zum „Giraffe Centre" das ein wenig ausserhalb in Lang'ata lag. Der Eintritt kostete hier unverschämte 700 KSH. Das einzige was wir hier sahen waren Giraffen und ein paar Wildschweine. Die Giraffen waren so zahm sie liessen sich von einer Tribüne aus streicheln. Ein richtiger Touristenort...
Jedoch bietet das „Giraffen Center" noch Wanderwege durch einen anliegenden Park. Mit einer hübschen Studentin die sich anerbot mit uns mit zukommen, um uns die verschiedenen Pflanzenarten zu erklären, gingen wir los. Nach dem wir einige Pflanzenarten kennengelehrt hatten, die meisten konnten für Magenprobleme verwendet werden, sahen wir noch Betty eine Giraffendame die sich im Unterholz versteck hielt. Nach unserer Führerin ist Betty der einzige Giraffe der Tagsüber hier bleibt, die anderen Giraffen gehen alle morgens rüber zur Touristenfütterungsstelle. Betty war mir daher sofort sympathisch ; )
Heute begann ein weiteres Highlight unserer Weltreise. Die erste Safaritour. Dazu mussten wir jedoch zuerst zum Masaimara Nationalpark kommen. Winnie und Hanspeter hatten bereits alles im Voraus reserviert und organisiert. Um 08:00 Uhr wurden wir von Botsche unserem Fahrer für die nächsten drei Tage mit einem Geländegängigen VW Bus abgeholt.
Die Fahrt bis zur Stadt Narok verlief gemütlich und holperfrei da die Strasse in einem sehr guten Zustand war. Nach Narok bogen wir auf die C12 Road ab. Diese war in einem gottzjämmerlichen Zustand wir fuhren mehr neben der Strasse als auf der Strasse, da es so viel „Schlaglöcher" bzw. Krater hatte. Dies zog sich bis zu einem kleinen Dorf mit dem Namen Bakitabu durch. Nach dem Dorf war die „Teerstrasse" oder besser Kraterstrasse zu Ende. Wir fuhren auf einer Dirtroad weiter auf der wir wieder schneller fahren konnten.
Ich habe eigentlich keine Probleme mit schlechten Strassen in solchen Ländern aber hier bezahlen wir pro Tag 60$ für den Nationalpark. Wo wohl das Geld hingeht? Viel zu tun gibt es definitiv nicht in einem Wildlife Nationalpark. Im Vergleich zur USA: 80$ für ein Jahr, für alle Nationalparks und dies war ein Gruppen Abo das heisst wir bezahlten je 40$ für die US Nationalparks.
Weitere Infos zu den Kosten und wo das Geld „hingeht" findet ihr auf folgender Seite:
Nach zirka vier Stunden Autofahrt erreichten wir das Gate vom Masaimara Nationalpark. Das Gate war unglaublich schön gebaut obwohl man links und rechts vorbei gehen könnte. Es dauerte eine Weile bis wir die Eintrittstickets erhielten. Derweilen drängten sich eine Horde Masai Frauen um unseren VW Bus. Alle wollten ihre Souvenirs verkaufen. Ein nein genügte nicht. Auch wenn man es in Swahili sagte: „Hapana" „Hapana" „Hapana"
Botsche und Winnie kamen zurück mit den Tickets. Nun war es nicht mehr weit bis zum „Sarova Mara Game Camp" in dem wir zwei Nächte übernachten werden. Bereits jetzt sahen wir die ersten Zebras, Giraffen und Springböcke : ) Im Camp wurden wir bereits erwartet. Über eine Brücke gelangten wir zum Hotel Bereich. Wow das Camp war stielvoll eingerichtet es besass einen grossen Pool, ein grosses Restaurant mit einem all you can eat Buffet. Das „Zimmer" war ein grosses luxuriöses Zelt mit einem komfortablen Badezimmer. Alles in allem wäre es für uns viel zu teuer gewesen doch mein Onkel lud uns zu diesem einmaligen Erlebnis ein. Vielen vielen vielen Dank!!
Um 13:00 Uhr gab es Lunch. Das Büffet war riesig und das Essen schmeckte hervorragend. Winnie organisierte mit Butsche die erste Game Drive die um 16:00 Uhr starten wird. Ich freute mich unglaublich darauf – ich hoffte ein paar Löwen zu sehen da ich diese zu meinen Lieblingstieren zähle.
Bei unserem gelendegängigen VW Bus konnte Butsche das Dach aufklappen. Somit konnten wir wenn wir standen aus dem Bus herausschauen. Vorerst sahen wir Zebras, Büffel und diverse Springböcke. Danach fuhren wir ganz nahe an eine Elefanten Herde heran. Es waren etwa 10 Elefanten mit Jungtieren. Unglaublich dass die Elefanten so ruhig blieben. Wir konnten von so nahe super Fotos schiessen. Wir fuhren weiter und entdecken eine Hyäne die allein unterwegs zu sein schien.
Butsche hörte über sein Funkgerät das jemand Geparde gefunden hatte. Er beschleunigte die Fahrt und schon bald sahen wir von weitem bei einem Baum mehrere Fahrzeuge stehen. Und tatsächlich ruhten sich drei ausgewachsene Geparde im Schatten aus und liessen sich ohne etwas anmerken zu lassen von ganz nahe fotografieren. Hier hätte ich bleiben können es war total faszinierend.
Doch wir fuhren weiter, in der Ferne entleerte sich eine Gewitterfront. Über Funkgerät hörten wir das jemand eine Löwen Familie gefunden hatte. Wir brausten hin. Ein Rudel mit jungen Löwen ruhte sich bei einem Busch aus. Die Jungtiere waren am spielen. Leider ging es dann auch schon wieder weiter... Butsche wollte nicht in der Dunkelheit zurück fahren. Unterwegs sahen wir noch einen weiteren Gepard der im Gras lag.
Als wir nicht mehr allzu weit von unserer Lodge entfernt waren bat ich Botsche anzuhalten damit wir ein paar schöne Sonnenuntergangs Foto schiessen konnten. Der Sonnenuntergang war absolut Traumhaft. Unbeschreiblich schaut euch die Bilder an ; )
Die erste Safaritour war mehr als erfolgreich, ich freute mich auf morgen. Schon bald gab es wieder Abendessen mit einem riesen Buffet. Wir waren am Ende Kugelrund.
Früh morgens um 06:00 Uhr ging es los auf die zweite Pirschfahrt. Wir genossen den Sonnenaufgang die über einem nahe gelegenem Hügel aufging. Ein grosser Strauss lief derweilen an unserem Auto vorbei. Auf so einem könne man anscheinend reiten was nicht so einfach sein soll.
Doch vergessen wir den Strauss denn nun kam für mich das Highlight. Eine acht köpfige Löwenfamilie genoss die aufgehende Sonne nahe einem Weg. Hier konnten wir ganz nahe heranfahren. Das Männchen war leider nicht zu sehen. Butsche meinte es sei nicht einfach ein Männchen zu sehen. Sie befinden sich zwar in der Nähe des Rudels verstecken sich aber meistens im Unterholz. Wir sollen das nächste Mal zur Paarungszeit kommen ; ) Auf einmal stand ein Löwe auf und ging langsam in das nah gelegene Unterholz. Es folgte der zweite, dritte, vierte bis alle im Unterholz verschwunden waren. Ich wäre am liebsten dieser Löwenfamilie den ganzen Tag gefolgt.
Es ging jedoch weiter. In der Ferne sahen wir zwei Giraffen die gerade eine Baumkrone bearbeiteten. Elefanten kreuzten unseren Weg. Eine Menge Geier Assen noch den Rest eines toten Springbockes. Leider verpassten wir die Jagt der Jäger. Wir fuhren mitten in eine grosse Zebra, Gnu und Springbock Herde hinein. Zum Schluss nahe unserer Camps sahen wir eine weitere sehr grosse Herde Büffel. Das war es – die Löwen am Anfang waren das absolute Highlight!
Bis vier Uhr am Nachmittag hatten wir nun Free Time. Doch ich Frage Winnie ob wir den nicht zum Mara Fluss fahren können. Dieser hätten wir jedoch in einem ein Tages Game Drive machen müssen da er weit weg lag. Winnie hatte gedacht wir wollen relaxen – Frauen ; ) Naja etwas für das nächste Mal. Dafür brachten wir Winnie dazu in das kalte Pool Wasser zu steigen.
Diesmal gingen wir bereits um 15:00 Uhr los wir hofften dadurch mehr zu sehen und Botsche konnte weiter in den Nationalpark hinein fahren. Wir sahen die grösste Springbockart, ein paar Büffel, wie immer Zebras und Giraffen jedoch nicht mehr. Bis ich plötzlich vor uns auf der Strasse eine Hyäne sah. Als wir näher kamen sahen wir ein ganzes Rudel das in der Nähe eines Busches lag. Eine Hyäne hatte einen Peilsender um den Hals geschnallt, desweiteren schien sie schwanger zu sein.
Der schönste Vogel von Kenia präsentierte sich uns auf einem Hinweisschild. Er sah aus wie ein Maler der sich mit Farbe bekleckert hatte. Ein total bunter Vogel. Eine Wildschwein Herde mit Jungen trappte an uns vorbei. Danach war lange nichts mehr schlaues zu sehen bis wir an einen kleinen Fluss gelangten der noch Wasser führte. Ein dutzend Nilpferde befanden sich darin. Wir konnten aus dem VW Bus aussteigen um ein paar gute Fotos von nahe zu schiessen.
Auf dem Heimweg sahen wir Erdmännchen die über die Steppe hasteten. Nach einer längeren ereignislosen Fahrt sahen wir in der Ferne ein einzelnes Löwen Weibchen einen Hügel hinab laufen. Sie verschwand jedoch im Unterholz. Wahrscheinlich befand sich das Rudel dort. Wir konnten jedoch nicht näher heranfahren. Schade.
Wir waren nicht mehr allzu weit von unserer Lodge entfernt als Butsche über sein Funkgerät hörte dass sich ein Rudel Löwen auf einem nahe gelegenen Hügel befand. An diesem Ort waren wir nun schon dreimal vorbei gefahren, ein markanter Baum stand hier. Und tatsächlich auf einem kleinen Hügel ruhten sich acht Löwen aus. Es waren alles Weibchen. Eine Löwin lag auf dem Rücken und gab alle viere von sich.
Bevor wir zur Lodge zurück kehrten, genossen wir einen weiteren unvergesslichen Sonnenuntergang im Masaimara Nationalpark.
Die Rückfahrt nach Nairobi dauerte wiederum vier Stunden. Drei Stunden vom Masaimara Nationalpark nach Narok. Eine Stunde von Narok nach Nairobi. Auf dem Weg sahen wir grosse Kuhherden der Masai. Diese verwandeln die Steppen immer mehr in leere Wüstengegenden.
Nachmittags waren wir wieder zurück in der Wohnung von meinem Onkel. Wir erholten uns von der langen Fahrt und schauten mit Wendy „tolle" TV Programme ; )
Heute gingen wir in die Schweizer Botschaft um Samichlaus zu feiern. Mein Onkel war der „Schmuzli", der Samichlaus spielte ein Priester der ebenfalls aus der Schweiz kam. Begrüsst wurden wir vom neuen Botschafter „Jacques Pitteloud". Vielleicht sagt euch der Name etwas? Er war Schweizer Nachrichtenkoordinator und hatte mit dem Libyen-Affäre zu tun. Jedenfalls war er uns sehr sympathisch. Wir unterhielten uns mit ihm über unsere Weltreise und unsere nächsten Pläne. Er hatte ein kleines Mädchen das mich sehr an Sophia (Tochter meiner ex) erinnerte. Sie war total herzig und lebhaft.
Es kamen ein paar Kinder zusammen jedoch waren nicht alle aus der Schweiz. Auch von Deutschland kamen Kinder zur Schweizer Botschaft um Samichlaus zu feiern. Die Samichlaus Zeremonie war super! Wie in der Schweiz trug jedes Kind ein kleines Gedicht vor, wurde danach vom Samichlaus gelobt sowie für mache Dinge getadelt und erhielt anschliessend vom „Schmuzli" ein „Säckli" mit Süssigkeiten.
Einige der Schweizer leben schon seit langem in Nairobi und kamen jedes Jahr zur Samichlaus Zeremonie. Ich sprach mit einigen. Eine Lady, die schon seit 25? Jahren Lehrerin in Kenia ist, versprach mir zu schreiben da sie jemand in Arusha kannte. Bis jetzt habe ich jedoch noch nichts von ihr gehört...
Heute war ich mit meinem Onkel unterwegs. Winnie hatte vor zirka einem Jahr einen Unfall mit einem Auto. Sie besass eine Versicherung dafür – jedoch wollte die Versicherung erst nach drei Jahren bezahlen... Das Problem konnte dann aber mit Schweizer Argumenten bzw. Erklärung was eine Versicherung sein sollte gelöst werden.
Im Nakumatt Einkaufscenter gingen wir etwas Trinken.
Heute musste mein Onkel sein Auto zurück geben. Da es seiner alten Firma für die er gearbeitet hatte gehörte. Nach der Autoabgabe liefen wir zu einem grossen Supermarkt. Bei dem wir uns mit Winnie trafen.
Am Abend gingen wir zu Ruedi. Er besitzt ein Schweizer Restaurant. Das Essen war wirklich Schweizerisch sehr gut! Ruedi hat im Gegensatz zu uns wirklich die ganze Welt gesehen – er war für lange Zeit im Flugbusiness tätig. Jedes Land hatte er bereist, ausser Australien. Ihn faszinierte das Land überhaupt nicht, naja viel hat er nicht verpasst. Uns fasziniert es seit unserem ein monatigen Besuch auch nicht mehr. Bis jetzt war Australien definitiv das uninteressanteste, unfreundlichste und langweiligste Land das wir bereist haben. Ruedi wusste wirklich viel zu Berichten wir hatten einen lustigen Abend mit ihm.
Jajaja der Reisebericht ging ein wenig vergessen. Ich beendete denn Thailand Reisebericht und fing mit Kenia an. Somit war ich den ganzen Tag beschäftigt. Leider viel ab und zu der Strom aus. Wie auch das Wasser das manchmal für 2-3 Tage nicht vorhanden war. Doch mein Onkel war für solche Fälle vorbereitet eine Menge Behälter mit Wasser stand auf dem Balkon und im Badezimmer.
Heute ging ich mit Wendy mit Matatus nach Nairobi. Matatus sind fahrende Taxi VW Buse mit denen man fast überall hinkommt. Sobald man austeigen will signalisiert man es dem Geldkassierer und der Matatufahrer hält an der nächst möglichen Stelle an.
Vor der Wohnung stiegen wir in ein Matatu das bereits ziemlich voll war. Erlaubt waren 8 Personen. Zu meiner Überraschung hatte das Matatu einen TV Flatscreen montiert auf dem ein Musikclip zu sehen war. Nach einer Weile Fahrt stiegen wir aus, wir bezahlten je 20 KHS. Wendy musste noch ein Buch bei einer Freundin abholen. Als wir dies erledigt hatten ging es mit einem weiteren Matatu nach Nairobi Downtown. Zu dieser Zeit war die Hölle los auf der Strasse, wir entschieden uns kurz vor unserem Ziel auszusteigen und der Rest zu laufen.
Wendy musste noch in die Coca Cola Fabrik um etwas zu erledigen. Ich entschloss mich zu Winnie in ihr Office zu gehen. Ein paar Informatik Problemchen mussten gelöst werden.
Heute gingen wir nochmals in das Office von Winnie. Wir richteten einen neuen Drucker und schnelleres Internet ein. Jedoch viel der Strom für einige Stunden aus. Wir gingen in der zwischen Zeit zum Village Market. Ein grosses modernes Einkaufscenter ausserhalb von Nairobi Downtown.
Hanspeter und Winnie brachten uns zur Busabfahrtsstelle. Wir waren eine halbe Stunde zu früh trotzdem hatte es schon eine Menge Leute. Wir wurden einem Bus zugewiesen und verabschiedeten uns von Winnie und Hanspeter. Wir hatten eine super Zeit hier in Kenia. Ich hätte noch Monate länger bleiben können.
Die Busfahrt startete um 08:15 Uhr. Nach zirka einer Stunde Fahrt war der Bus defekt. Der Fahrer organisierte ein Ersatzbus der nach zirka einer Stunde eintraf. Zur Grenze waren es nun noch zwei Stunden Fahrt. Teilweise über neu geteerte Strassen. Gewisse Abschnitte waren jedoch noch nicht geteert. Wir wichen auf die alte Dirtroad aus.
Um 12:15 Uhr kamen wir an der Grenze an und besorgten uns den Ausreisestempel von Kenia. Auf der Tansania Seite half uns unser Fahrer. Wir gaben ihm je 50$ so viel kostet das Visum sowie unser Pass. Da er die Beamten kannte ging es ziemlich schnell. Denn Gelbfieberausweis wollte dadurch auch niemand sehen : )
Eine Gruppe Pakistanis wartete auch auf ihr Visum. Alle starten mich an bis der erste Fragte ob ich Moslem sei. Hm das nächste mal schneide ich glaub ich mein Bart zurück...
Auf der Tansania Seite war die neue Strasse auch bereits in Bau, jedoch noch nicht so weit fortgeschritten wie auf der Seite von Kenia. Das Wetter war heute nicht allzu gut, daher war der Kilimandscharo und der Mount Meru von Wolken verdeckt.
Um 14:30 Uhr kamen wir in Arusha an. Auf uns wartete bereits Sam. Sam ist der Cousin von Winnie und besitzt ein Reisebüro „Royal African Trekking" hier in Arusha.
Nun begannen die Vorbereitung für die Besteigung des Mt. Merus und Mt. Kilimandscharos.

Hallihallo, Jungs!
Ein gutes neues Jahr wünsch ich euch, wenn auch etwas verspätet (haltet es einfach wie mit den Geburtstagswünschen...."Besser spät, als nie!"). Jetzt habt ihr es ja bald "geschafft" - für euch tut es mir ja leid, aber ich freu mich drauf zumindest Rogers "zartes Stimmchen" mal wieder im Ts zu hören ;D Falls ihr eine Welcome-Back-Party geben solltet - sagt mal Bescheid, sonst kommen André und ich einfach so irgendwann mal vorbei.
Bis bald
Charly