Vietnam Hanoi
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Vietnam das Land der Motorräder, der vielen Gegensätze und der wunderschönen Landschaften. Über einen Monat waren wir im Land von Nord nach Süd unterwegs. Erlebten viele schöne Momente wie auch ärgerliche Momente mit Vietnamesen die uns nur als wandelnde $ Note sahen.
Am Hanoi Flughafen wartete bereits ein Fahrer mit unseren Namen auf einem Schild. Wir haben im voraus einen Fahrer bei unserem Guesthouse gebucht. Die Stadt Hanoi liegt zirka 30 Kilometer vom Flughafen entfernt. Das erste was uns auffiel waren die vielen Motorräder. Umso näher wir der Stadt kamen umso mehr wurden es. Der Fahrstyle war nun wieder gleich wie in Südamerika ohne Hupen ging gar nichts ; ) Nach zirka 60 Minuten Autofahrt waren wir in der Altstadt von Hanoi. Übernachten werden wir im Hanoi Guesthouse, das an der 14 Bát Su Street im Old Quarter liegt und uns je 7 CHF pro Nacht kostet.
Wir wurden von Hang mit einem willkommens Drink herzlich empfangen – Hang arbeitet mit Chau an der Rezeption, beide werden uns im Verlauf unseres gesamten Hanoi Aufenthalts noch ziemlich ans Herz wachsen. Ein kleines Problem gab es unser Zimmer war erst ab 9 Uhr Abends ready, wir haben zu kurzfristig gebucht. Jedoch hätten wir in das Hanoi Guesthouse 2 ziehen können. Wir wollten jedoch bei Hang bleiben ; ) Um die Zeit Tod zu schlagen gingen wir in das Song Thu Restaurant essen. Es lag zirka 20 Minuten vom Guesthouse entfernt. Hang hatte es uns empfohlen, da sie dort die Ausbildung zur Köchin macht. Das Restaurant war ziemlich weit weg. Dadurch mussten wir mehrere Hauptstrassen überqueren. Hier in Vietnam sind die Regeln für die Fussgänger bzw. für den Verkehr ein wenig anders. Es gibt nämlich nahe zu keine. Jeder fährt wann es ihm passt und wie es ihm passt. Die Strassen zu überqueren ist also nicht ganz einfach bis man den Trick raus hat. Und so machten wir es: Wir warteten ab bis Auto und Buse durchgefahren waren - von diesen gibt es nicht allzu viele - danach liefen wir langsam los. Die Motorräder die zu dutzenden daher kamen flossen wie Wasser um uns herum. Anfangs scheint es tödlich zu sein - ist es auch ein wenig - aber es funktionierte ohne Probleme. Faszinierend. Das „Song Thu" Restaurant das uns Hang empfohlen hatte war wirklich super! Wenig Touris und ruhig in einem Hinterhof gelegen. Nach dem guten Abendessen konnten wir unser Zimmer beziehen. Wenn ihr nun denkt für 14 CHF erhält man nichts richtiges dann müssen wir euch enttäuschen. Zwei riesen Betten, ein Fernseher, ein Kühlschrank, ein grosses Badezimmer und WIFI Internet J Mehr als wir gewohnt waren.
Die nächsten Tage relaxten wir im Zimmer. Am zweiten Tag waren wir beide angeschlagen ich erhielt eine Erkältung und Roger Migräne. Eigentlich wollten wir am Mittwoch für drei Tage in die Halong Bay. Der Ausflug verschoben wir jedoch auf Freitag. Da ich am Vorabend leichtes Fieber bekam. Wir ruhten uns so bis Freitag aus. Hang war ebenfalls Krank, sie hatte es jedoch übler erwischt. Leider mussten wir in der Zwischenzeit das Hotel wechseln, jedoch organisierte uns Chau einen Raum im Star Hotel das gleich neben an war. Chau und Hang sind wirklich super genial nett!
Wir buchten eine drei Tages Tour über unser Guesthouse für unschlagbare 1'120'000 VND hört sich nach viel an ist es aber nicht. Umgerechnet sind es 55 CHF. (5 Stellen streichen/2*10) Inklusive war alles bis auf die Getränke. Wir wurden um 07:45 Uhr von unserem Tour Guide der Firma Ast Travel abgeholt. In einem VW Bus fuhren wir bis nach Ha Long. Die Fahrt dauerte zirka drei Stunden wobei wir in der Hälfte eine 20 Minütige Pause einlegten.
In Ha Long wurden die Leute auf verschiedene Boote aufgeteilt. Gewisse hatten nur einen ein Tages Trip gebucht. Alle die mehr als einen Tag in der Ha Long Bay verbrachten kamen mit uns. Wir wurden auf ein rustikales Holzschiff geführt und erhielten die Schlüssel für unsere luxuriöse Kajüte. Kaum zu glauben aber die Toilette war mit Marmorplatten versehen. Nach dem Kajüten Bezug gab es Lunch auf dem mittleren Deck. Zu essen gab es reichlich: Fisch, Gemüse, Pommes, Meeresfrüchte, Fleisch, Reis und Früchte. Zuerst werden wir die „Thien Cung Grotto" besuchen. Es ist eine Höllenformation die der Ha Long Bay liegt. Die Fahrt dorthin dauerte zirka 30 Minuten die wir nutzen um uns mit den anderen Reisenden zu unterhalten. Auf dem Boot waren ein Paar aus China, ein Spanier der jedoch für ein Jahr in China arbeitet, ein Paar aus England und ein weiteres Paar aus Belgien.
Das Schiff ankerte in einer kleine Bucht das von hohen Wänden umgeben war. Wir stiegen bei einem Pier aus und liefen eine Steintreppe hinauf zum Eingang der „Thien Cung Grotto". Die Hölle war riesig, leider wurde sie stark für die Touris modifiziert. Viele Scheinwerfer mit verschiedenen Farben beleuchteten die Hölle, künstliche Springbrunnen wurden installiert und gewisse Steinformationen schienen nicht natürlich zu sein. Trotzdem war die Hölle eine Besichtigung wert, unser Guide erklärte uns die Entstehung und benannte gewisse Felsformationen die aussahen wie Affen, Menschen und Löwen. Nach der ersten Hölle konnten wir noch in eine weitere. Diese war ebenfalls riesig und gefiel mir einiges besser da sie noch nicht mit kitschigem Touristen Zeugs modifiziert wurde. Nun ging es wieder zurück auf das Schiff.
Das nächste Ziel war ein Fischerdorf mit schwimmenden Häusern in mitten der Ha Long Bay. Auf dem obersten Deck genossen wir den Fahrtwind, das schöne Wetter und die immer näher kommenden Felsformationen die die Ha Long Bay so bekannt machen. Das Fischerdorf war in einer Bucht errichtet worden. Bei einem schwimmenden Haus ankerten wir und durften nun die Felsformationen mit einem Kanu erkunden. Wir paddelten eine Stunde um die Felsformationen herum und kehrten danach wieder auf unser Schiff zurück. Frage an den Tourguide: Wir möchten gerne Schwimmen und öhm ab dem Schiff jumpen? Klar kein Problem meinte er wir fuhren dazu aus der Bucht hinaus und ankerten. Wir erfuhren das wir hier an diesem Ort ebenfalls übernachten werden, daher blieb genug Zeit um zu Baden und x mal ab dem Schiff zu Jumpen :D Der Sonnenuntergang genossen wir auf dem obersten Deck und waren schon fast am einschlafen als wie gerufen das Abendessen bereit war. Es beinhaltete in etwa dasselbe wie der Lunch am Mittag. Nach dem Roger erfolgreich für seine Mutter eine Perlenkette für zirka 30 CHF gekauft hatte, unterhielten wir uns mit dem Spanier über diverse Themen, geendet hatte es mit einer regen Diskussion über die Pros und Kontras des Chinesischen Staatsystems. Nicht all zu spät gingen wir in unsere Kajüte schlafen.
Am nächsten Tag gab es um 07:30 Uhr ein reichliches Morgenessen. Danach ging die Schiffsfahrt weiter Richtung Cat Ba Island. Die Cat Ba Island ist die grösste Insel in der Ha Long Bay. Seit 1986 wurde auf der Insel der Cat Ba Nationalpark gegründet den wir ebenfalls besuchen werden.
Die Schiffsfahrt führte uns vorbei an den zumeist unbewohnten Insel- und Felsformationen die zum Teil mehrere hundert Meter hoch aus dem Meer ragten. Von diesen Formationen existieren über 2000. Ha Long Bay bedeutet übrigens „Bucht des untertauchenden Drachen". Der Legende nach entstand die Bucht durch einen Drachen, der in den Bergen nahe am Meer lebte. Als er zur Küste lief, zog er mit seinem Schwanz tiefe Furchen in das Land, welches vom Meer überflutet wurde, nachdem der Drache ins Wasser tauchte.
Wir stiegen im Norden der Cat Ba Insel vom Schiff und wurden mit einem VW Bus zum Cat Ba Nationalpark gefahren. Dort bekamen wir die Möglichkeit auf den „Dinh Ngu Lam" Hügel zu steigen, der 225 Meter hoch ist. Nun begannen uns die neuen Touristen die in den VW Bus zugestiegen waren zu nerven. „Wir wussten nichts von Wandern, ich mag nicht laufen, mi mo ma" Wer lesen kann ist halt klar im Vorteil dachten wir uns. Roger und ich zogen alleine los, da sie sich die Touris nicht entschliessen konnten ob sie mit den Flip Flops den Hügel hochlaufen sollen oder nicht...
Der Weg führte zuerst an diversen kleinen Läden vorbei zum Beginn des Anstieges. Der erste Teil führte rutschige Steintreppen hinauf direkt in den Dschungel hinein. Wir erreichten nach einer Weile eine Kreuzung. Auf dem Schild war erkennbar das der Adventurous Track links weg führte und rechts der normale Track war. Wir entschieden uns natürlich für den Adventurous Track. Dieser führte uns durch einen ziemlich schlammigen Weg hoch zum Hügel. Dank diesem Weg überholten wir jedoch alle Touris die den normalen Track gewählt hatten. Diese waren teilweise ohne Seich mit Flip Flops unterwegs... Wir gelangten zum letzten Aufstieg der durch ein Eisengeländer gesichert war. Auf dem Hügel hatten wir eine wunderbare Aussicht auf den Cat Ba Dschungel. Noch eine bessere Aussicht hatten wir als wir den dort errichteten zirka 10 Meter hohen Aussichtsturm hoch stiegen. Dieser wird wahrscheinlich die nächsten Jahre nicht mehr überleben da er total am verrosten war. Aber die Aussicht war das Risiko Wert ; )
Nach dieser gemütlichen Dschungel Wanderung wurden wir nach Cat Ba Stadt gebracht. Hier leben zirka 12'000 Menschen – die meisten waren Fischer. Wir erhielten ein super geniales Zimmer im Sunflower one Hotel. Nach dem Lunch entschlossen wir uns auf die Monkey Island zu gehen. Dies kostete uns je 120'000 VND. Die Monkey Island erreichten wir mit einer kurzen Boots fahrt. Die Insel besass einen schönen Strand und wie der Name schon vermuten lässt Affen. Diese tauchten nach einer Weile auch auf und klauten Wasserflaschen und alles was nicht niet- und nagelfest war. Die Einheimischen gaben den Affen Bier zum trinken was ziemlich behindert war. Die Touris waren jedoch begeistert... Auf diesem kleinen Ausflug trafen wir ein Paar aus der Schweiz. Ines und Marcello. Sie sind eingefleischte Weltreisende die normalerweise gleich für vier Jahre verreisen. Dies ist etwa die vierte „Weltreise" und sie sind bereits seit drei Jahren unterwegs.
Nach dem wir in unserem Hotel zu Abendgegessen hatten, trafen wir uns nochmals mit Ines und Marcello auf ein Bier. Desweiteren benötigten sie ein wenig Hilfe mit ihrem Laptop. Die Kontaktdaten haben wir ausgetauscht wir hoffen auf ein Wiedersehen mit ihnen.
Wiederum um 07:30 Uhr gab es Frühstück und um 08:30 Uhr verliessen wir mit dem VW Bus das Hotel Richtung Hafen wo wir am Vortag ausgeladen wurden. Nach drei Stunden Fahrt durch die Ha Long Bay waren wir zurück in Ha Long. Wir erhielten Mittagessen in einem Restaurant und lernten dort Yen-Hung einen Arzt der aus Taiwan kommt kennen. Mit ihm hatten wir auf der Rückfahrt nach Hanoi ein paar spannende Gespräche über sein Land, die Chinesen und seine Arbeit als Arzt.
Zurück in Hanoi wurden wir von Hang freudig empfangen. Leider hatten sie keinen freien Platz im Guesthouse – unglaublich wie sie hier ausgebucht waren. Jedoch in einem befreundeten Hotel gleich neben an. Wir übernachteten eine Nacht im Thuy Lam Hotel für je 9 CHF pro Nacht.
Morgen wollten wir mit dem Zug weiter nach Hue. Hang organisierte für uns die Zug Tickets dass je 38 CHF kostete. Wir werden in einem Hardsleeper reisen. Abfahrt um 23:00 Uhr, Ankunft theoretisch um 12:00 Uhr in Hue.
Die ganze Hanoi Altstadt war total überfüllt. Hanoi feiert seinen 1000 Geburtstag. Wir besuchten am Abend den „Ho Hoan Kiem" See/Tümpel. Um diesen herum war ein riesen Fest mit unzähligen Einheimischen.
Heute besichtigen wir Hanoi. Wir liefen nach dem wir uns im Guesthouse mit Frühstück verpflegt hatten zum „Ho Chi Minh" Mausoleum. Auf dem Weg besuchten wir den Le Nin Park und wollten eigentlich ein Vietnam Kriegs Museum besuchen das jedoch geschlossen war. Das Mausoleum war ebenfalls weiträumig abgesperrt. Wahrscheinlich weil das riesen Gelände für die 1000 Jahrfeier vorbereitet wurde. Wir gingen weiter zum Regierungsgebäude und zum „Chua Tran Quoc" Tempel der sich beim „Ho Tay" See befindet. Hier beendeten wir unseren Stadtrundgang und liefen zum „Ho Hoan Kiem" Tümpel der sich im Old Quarter befindet zurück.
Im Norden des Tümpels befindet sich das Wasserpuppen Show Theater. Wir hatten uns ein Ticket für die Nachmittagsvorführung gekauft. Die Vorführung war total speziell. Die Puppen befanden sich wie der Name schon vermuten lässt im Wasser. Zirka 50 verschiedene Puppen wurden verwendet um die Traditionen und die Geschichte von Vietnam zu erzählen. Sehr eindrücklich und wahrscheinlich einmalig auf der Welt. Sehr zu empfehlen!
Nach der Vorführung gingen wir in ein grosses Warenhaus um Chau und Hang ein kleines Dankeschön Geschenk zu kaufen. Wir hofften dass wir „Schweizer" Schokolade finden würden. Schlussendlich kauften wir eine grosse MERCI Box und eine Toblerone. Wir deckten uns desweiteren für die lange Zugfahrt nach Hue ein.
Hang spendierte uns ein Taxi zum Bahnhof. Wir verabschiedeten uns schweren Herzens von ihr. Von Chau hatten wir uns bereits am Morgen verabschiedet. Am Bahnhof lernten wir etwas dazu. Es gibt Träger die das Gepäck in den Zug bringen wollen und dafür natürlich Geld verlangten. Wir wussten das nicht und dachten er arbeitet für die Bahn. Er brachte unser Gepäck in den Zug obwohl wir mehrmals sagten dass wir unser Gepäck auch selber tragen können. Im Zug wollte er für seine Leistung natürlich bezahlt werden. Wir wollten im 20'000 VND geben er sagte aber 500 VND. Ok 500 VND hatten wir auch, als ich ihm 500 VND geben wollte sagte er wiederum 500, achso er meinte wahrscheinlich 500'000 VND. Bitte? Er erhielt von uns die 20'000 VND und das war schon mehr als genug wie wir von einem Reisenden erfuhren.
Das Abteil besass vier Betten. Zwei unten und zwei oben. Wir hatten die zwei oberen Betten. Mit uns reisten ein Vietnamese und ein Australier. Der Australier ging nach kurzer Zeit ziemlich auf den Geist da er sich über die Bahn beklagte und sich gerne Reden hörte... Nach zirka einer Stunde labern wurde er jedoch zum Glück müde und wir konnten schlafen ; ) Der Schlaf endete um zirka 04:00 Uhr morgens als der Zug abrupt stoppte. Dadurch wurden wir ziemlich durchgeschüttelt. Es machte der Anschein dass der Zug etwas gerammt hatte. Um 06:00 Uhr ging es immer noch nicht weiter und vier hysterische Mädchen oder Frauen kamen in unser Abteil. Anscheinend kannten sie den Australier eine rege Diskussion begann was sie nun machen sollen. Wir entschieden uns noch zu warten da noch keine Durchsage verlautet wurde – wir wussten jedoch dass wir in Vinh standen zirka in der Hälfte der Fahrstrecke. Um 07:00 Uhr änderten wir unsere Meinung und versuchten an Informationen zu gelangen. Niemand konnte jedoch Englisch. Der Australier kam zurück und meinte vor uns sei alles überschwemmt der Zug fährt nicht mehr weiter. Mit Hilfe von einer Zeichnung fragte ich einen Schaffner. Der die Überflutung bestätigte. Schwer herauszufinden war es nun wie es weiter ging. Wir stiegen aus und gingen zum Bahnschalter. Dort erhielten wir ein Teil des Ticket Preises zurück. Gleichzeitig telefonierten wir mit Chau in Hanoi. Sie bestätigte uns das die Gegend um Hue total überschwemmt sei und es momentan keine Möglichkeit gab dort hin zu kommen. Ok was nun, entweder bleiben wir in Vinh und warten auf Besserung oder wir Fliegen nach Hue oder Da Nang. Vinh besass nämlich einen Flughafen wie wir auf unserer Vietnam Karte sahen. Wir entschlossen uns zu fliegen, da wir die genaue Wettersituation nicht kannten. Mit einem Taxi fuhren wir zum Flughafen.
Nun erwartete uns eine Geduldsprobe. Am Schalter der Vietnam Airline waren vier junge Frauen, zwei weitere junge Frauen und ein Paar. Bis sich diese alle entscheiden konnten wo und wie sie nun Fliegen sollen verging eine ganze Stunde!!! *arggg* Wir warfen in der Zwischenzeit eine Frage in die Runde was das Problem sei und welche Flughäfen angeflogen werden. Das Problem sei nur das es fast keine Plätze mehr gab nach Saigon oder das sie nicht bezahlen können – da sie hier nur Vietnamesisches Geld akzeptierten. Angeflogen wird jedenfalls nur Hanoi und Saigon. Wir entschlossen uns nach Hanoi zurück zu fliegen, um die nächsten Schritte von dort aus zu planen. Nach dem wir endlich an die Reihe kamen buchten wir einen Flug nach Hanoi für 40 CHF. Der Flug ging jedoch erst um 18:30 Uhr. Dies hiess für uns acht Stunden warten. Da wir dadurch zirka um 20:00 Uhr in Hanoi ankamen und wir ziemlich am Arsch waren, telefonierten wir mit Chau. Sie organisierte ein Zimmer und ein Taxi das uns vom Flughafen abholen wird. Die acht Stunden verbrachten wir mit Kartenspielen und Filme schauen.
Der Flug verlief ohne Probleme sowie auch die Taxifahrt zum Guesthouse. Hang konnte es kaum erwarten uns wieder zu sehen, obwohl sie es natürlich bedauerte ;-) Nach einem kurzen Schwaz in dem sie sich vor allem über unser müdes Aussehen amüsierte :D gingen wir Essen. Danach hiess es nur noch schlafen.
Nach nun längerem dauer Reisen wollen wir unseren „Akku" wieder aufladen und planten daher mindestens eine Woche „Urlaub" in Hoi An ein. Dazu suchten wir uns ein perfektes Hotel raus. Die Wahl fiel auf das vier Stern Hoi An Pacific Hotel. Es passte zwar total nicht zu uns aber hey zum relaxen war es wohl genau das richtige. Es kostete uns je 25 CHF! Genial billig. Wir entschieden uns daher nach Da Nang zu fliegen, von dort ist es nicht mehr weit nach Hoi An. Chau organisierte für uns das Hotel, den Flug sowie den Transport vom Flughafen zum Hotel. Der Flug ging um 20:30 Uhr. Im gleichen Flug war auch Heidi – eine Holländerin.
Ob wir noch nach Hue reisen werden hängt von der Wettersituation ab. Es wäre jedenfalls von Hoi An nicht so weit entfernt.
Der Flug verlief ohne Probleme. Wie vereinbart wurden wir vom Flughafen zum Pacific vier Stern Hotel gefahren. Begrüsst wurden wir mit einem Willkommens-Drink, nach kurzen Formalitäten bezogen wir unser Zimmer. Es war einem vier Stern Hotel würdig ; )
Ausschlaffen und relaxen mehr lag nicht drin Heute ; ) Doch etwas lag drin, ich teste das Frühstück Büffet aus, das leider nur bis 10:00 Uhr geöffnet hatte. Es lohnte sich jedoch, das Büffet war riesen gross und bot alles. Von Asiatischem bis Europäischem Frühstück. Ich liess daher in den nächsten Tagen kein Frühstück aus.
Von unserem Hotel liefen wir zirka 15 Minuten bis wir den Marktplatz erreichten. Zu kaufen gab es vor allem Andenken für die Touristen. Essstäbchen, Weinhalter, Münzen, Postkarten, Tiegersalbe in jeder Grösse – für was die auch immer ist, T-Shirts und so weiter. Meistens waren es Verkäuferinnen die ziemlich aggressiv ihre Produkte anpriesen. Make me happy, buy something, hello where you from... Wir liefen durch und entgegneten den Verkäuferinnen mit „Com Comon" (Nein Danke) oder wenn es wirklich nervig wurde mit „Di Di" (Geh weg). Nach dem Touristenzeugs folgte ein kleiner Teil mit Gemüse, Fische, Fleisch und Blumen. Der Marktplatz lag direkt am Fluss auf dem ein paar Fischerboote oder Touristenboote umher fuhren. Das Wasser ist im Vergleich zum Vierwaldstättersee unheimlich dreckig. Die Vietnamesen schmeissen wie wir leider oft beobachten mussten ihren Müll in das Wasser.
Nach dem Marktplatz beginnt die Altstadt die auch als UNESCO Weltkulturerbe zu Recht eingetragen ist. Die Altstadt bietet neben romantischen Gassen viele alte Häuser die an die Kolonialzeit der Franzosen erinnern. In den Gassen reihen sich Restaurants, Cafés, Galerien, Souvenirshops, Schuhgeschäfte und unzählige Schneidereien aneinander. Auch zwei alte Brücken die in Japanischem Stil errichtet wurden beeindruckten uns.
Viele Touristen kommen extra nach Hoi An um sich günstige Anzüge oder Schuhe massschneidern zu lassen. Da wir ja schon mal hier sind, hatten wir das selbe vor ; ) Die Auswahl war nicht gerade einfach – es hatte zu viele. Auf dem Marktplatz wurden wir jedoch fündig. Wir wurden in ein grosses Lagerhaus geführt, dieses war voll mit Schneidereien. Am Stand mit dem Namen DIEP No. 10 wurden wir von Miss Trang herzlich empfangen. Sie spendierte uns ein Wasser und gab uns vier dicke Kleiderprospekte zum durchblättern. Desweiteren konnten wir auch die Kundenbewertungen lesen. Diverse waren auf Deutsch geschrieben und alle lobten die Schneiderei. Dadurch stieg unser Vertrauen, wir bestellten einen kompletten Anzug, inklusiv Jacke und einem Hemd. Nach dem sie uns komplett ausgemessen hatte, wählten wir noch den Stoff aus. Trang meinte wir sollen morgen vorbei schauen um den Anzug anzuprobieren. Je nach dem seien noch Ausbesserungen nötig. Öhm ok so schnell geht das? Wir boten ihr an das sie sich zeit nehmen kann, da wir über eine Woche hier seien. Nein, nein meinte sie, das sei kein Problem. Ok ok bis morgen dann ; ) Da sind wir ja mal gespannt.
Dummerweise waren wir in einer solchen Einkaufseuphorie, dass wir uns auch noch von einer Schuhverkäuferin, vom Shop Tram No. 9, überreden liessen Schuhe machen zu lassen. Morgen sollen wir ebenfalls vorbei kommen um sie anzuprobieren. Da sind wir ja auch mal gespannt...
Der Rest vom Tag relaxten wir in unserem Hotel im und um das grosse, blaue, angenehme und klare Pool : )
Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg um unseren Anzug und die Schuhe anzuprobieren. Zuerst schauen wir bei der Schuhmacherin vorbei. Resultat: naja wäre nicht unbedingt nötig gewesen. Aber für 30$ konnte man nichts sagen. Die Schuhe passten sie mussten nur noch zu Ende genäht werden, wir können sie am nächsten Tag abholen. Ganz anders sah es beim Anzug aus. Von diesem waren wir total begeistert. Er passte perfekt und die Qualität machte einen sehr guten Eindruck. Die Hosen liessen wir im Umfang ein wenig erweitern - man könnte in der Zukunft ja an Gewicht gewinnen ; ) Da wir wirklich sehr zufrieden waren liess ich mir ein weiteres Hemd und ein einfaches weisses Shirt anfertigen. Roger entschied sich für zwei weitere Hemden. Morgen soll alles fertig sein.
Der Rest vom Tag verbrachten wir im Hotel da sich Roger nicht so fit fühlte. Fieber setzte bei ihm ein, wir befürchteten schon Malaria aber schlussendlich waren es in etwa dieselben Symptome die ich in Hanoi hatte.
Heute besuchten wir den Strand von Hoi An. Unser Hotel hatte ein Strandhaus mit Liegestühlen, die wir gratis benutzen durften. Der Strand war nett besser als die Australischen aber bei weitem nicht so schön wie der Mexikanische ; ) Das Wasser war ziemlich trüb dafür angenehm warm.
Am Nachmittag holten wir unsere Schuhe sowie unser Anzug ab. Ich hatte jedoch Probleme Geld abzuheben. Ich vermutete zuerst, dass mein Kärtchen defekt oder gesperrt sei. Nach dem wir wieder zurück waren setzte ich mich mit meiner Bank in Kontakt. Es schien jedoch alles in Ordnung zu sein. So wie es aussieht boykottieren hier ein paar Banken die UBS ; ) Am Abend gingen wir nochmals raus um Heidi zu treffen. Wir sind mit ihr nach Da Nang geflogen. In einem gemütlichen Restaurant direkt am Fluss gingen wir Essen.
Ein gemütlicher Tag. Gegend Abend gingen wir jedoch wieder in die Altstadt um meinen Anzug abzuholen. Desweiteren gaben wir das sticken unseres „around" Logos in Auftrag. Mal schauen wie das rauskommt. Drucken tun sie hier leider keine T-Shirts.
Danach schauten wir im Divecenter Blue Coral vorbei. Sie empfahlen und morgen zu Tauchen, da das Wetter in den nächsten Tagen nicht so gut aussah. Für 70$ meldeten wir uns für den Ausflug an. Im Preis inklusive sind die Ausrüstung, zwei Tauchgänge und Lunch am Strand der Insel Cam Kim.
Heute hatten wir mal so richtig Lust etwas Europäisches zu essen. Wir entdeckten ein Restaurant in der Nähe des Divecenters Blue Coral. Angeschrieben mit „Italien Chef here". Es war wirklich super die beste Pizza die ich seit der Schweiz hatte. Auch die Spagetti die Roger bestellte war perfekt.
Früh morgens wurden wir vor unserem Hotel mit einem VW Bus abgeholt. Mit uns kamen noch vier weitere Taucher. Drei aus Deutschland und einer aus Holland. Auf dem Weg zum Hafen fielen uns die vielen Hotelbunker die direkt am Strand in Bau waren auf. In ein paar Jahren wird es hier von Touristen wimmeln, wie in Nha Trang. Am Hafen stiegen wir in ein grosses Boot, das genügend Platz bot. Wir erreichten den ersten Tauchspot nach zirka einer Stunde Fahrt. Er war bei einer kleinen Insel die vor der Hauptinsel „Cam King" lag. Von den Einheimischen wird sie die Ohrinsel genannt.
Wir zogen unser Tauchequipment an und schon ging es los in die Tiefe. Wir tauchten ab auf zirka 17 Meter. Die Sicht betrug 5-6 Meter. Also nicht all zu viel. Trotzdem sahen wir schöne Korallen, Clownfische, riesen Seeigel und diverse kleine bunte Fische. Nach einer Stunde unter Wasser tauchten wir auf. Es ging weiter zum zweiten Tauchspot. Wir testeten heute zum ersten Mal unsere neue Unterwasserkamera, die hervorragende Fotos schoss.
Nach einer halben Stunde Pause gingen wir wieder in das Wasser. Nun jedoch nur noch auf sieben Meter. Der zweite Tauchspot besass mehr unterschiedle Fische, grössere und buntere Korallen. Sehr speziell war der „Ribbon Eel„. Ein zirka 100 cm langer Aal der sich im Sand eingräbt. Unser Tauchguide lockte ihn mit einem Ästchen fast zu seiner vollen Länge aus dem Sand hinaus. Noch spezieller war eine Meerespflanze die sich nach Berührung in den sandigen Boden zurück zog. Nach zirka einer Stunde tauchten wir wieder auf.
Wir fuhren zu einem wunderschönen Sandstrand der auf der Hauptinsel Cam Kim lag. Zwischen Kokosnusspalmen gab es ein reichliches Mittagessen. Die Zeit verging hier leider so schnell, dass wir uns schon bald wieder auf dem Rückweg zum Festland befanden. Der Tauchgang mit der Tauchfirma Blue Coral war super gemütlich mit gutem Equipment - daher sehr zu empfehlen. Ein längerer Ausflug auf die Insel „Cam Kim" plante ich mir für meinen nächsten Hoi An Besuch ein ; ) Sie scheint sehr schön zu sein.
Wir liessen uns vom Fahrer direkt in der Altstadt absetzen. Wir waren gespannt wie das gestickte „around" Logo aussah. Naja ok das war nun nicht der Hammer – daher beliessen wir es beim 5$ teuren Beispiel. Doch etwas brauchte ich noch, weisse, leichte, lange Hosen und eine Krawatte. Roger beliess es bei zwei Krawatten. Am nächsten Tag sollte wieder alles abholbereit sein.
Heute regnete es den ganzen Tag. Dadurch konnten wir nicht viel machen. Am Abend holten wir noch unsere letzten Kleider ab. Für meine massgeschneiderte Hose und die Krawatte bezahlte ich 25$.
Schon wieder Regen. Egal machen wir halt wieder nichts ; ) Ausser etwas mussten wir noch erledigen. Unsere angefertigten Kleider und Geschenke mussten nachhause geschickt werden. Das Hotel liess jemand von der Post kommen. Mein Paket war über 5 Kilo und kostete mich 80$. Dafür sollte es in einem Monat zu Hause sein.
Vor ein paar Tagen reservierten wir uns zwei Sitzplätze über unser Hotel in einem Schlafbus der Firma „T.M Brothers" nach Da Lat. Das Ticket kostete uns je 20$. Jedoch fuhr der Bus erst um 18:00 Uhr. Um die Zeit tot zuschlagen gingen wir für 3$ Haareschneiden. Wie wir später bemerkten war der Schnitt auch nicht viel mehr Wert als 3$ ; ) Der Rest der Zeit verbrachten wir am Pool.
Um 17:00 Uhr wurden wir zur „T.M Brothers" Agentur gefahren und stiegen in den Schlafbus ein. Der war ja wirklich mal geil. Der Bus hatte keine Sitze sondern jeder hat sein eigenes „Bett". Die man je nach belieben verstellen konnte. Genial. So schliefen wir bald ein und erreichten nach zirka 12 Stunden Fahrt Nha Trang. Dort mussten wir eine Stunde warten bis wir in den Bus nach Da Lat einsteigen konnten. Es war ebenfalls ein Schlafbus. Auf dem Weg hinaus aus Nha Trang stiegen noch ein paar besoffene Idioten Australier zu, über die sich der halbe Bus aufregte. Nach weiteren vier Stunden Fahrt erreichten wir Da Lat die Gemüse Hochburg. Am Stadtrand waren vom Bus aus viele Zuchthäuser zu sehen.
Im Voraus hatten wir uns ein Zimmer für je 10$ im Dreams Hotel reservieren lassen. Das Zimmer war tip top die Besitzerin war auch super nett.
Über unser Hotel buchten wir bei der Firma „Green Adventures" eine 21 Kilometer lange Wandertour in die Hügel von Da Lat. Mit uns kamen Pascal und öhm verdammt Name vergessen ein Schweizer Paar die im selben Hotel übernachteten wie wir. Um 08:00 Uhr wurden wir mit einem VW Bus abgeholt und aus der Stadt gefahren. Die Wanderung begann bei einer Dirtroad die hinunter zu einer wackligen Brücke und zu einer Kaffeeplantage führte. Wir stoppten und begutachteten die Kaffeebohnen die bald gepflückt werden konnten. Auf den nächsten Kilometern sahen wir noch viele weitere Kaffeplantagen. Hong unser Guide versicherte uns das Vietnam das zweit grösste Kaffeebohnen Exportland sei. Wikipedia ist der gleichen Meinung – hätten wir nicht gedacht ; )
Der Weg führte nun einen Hügel hinauf. Ab und zu überholte uns ein Motorrad. Entweder war das Motorrad mit der ganzen Familie "beladen" oder mit Kaffeesäcken. Unglaublich das ein Motorrad mit dieser Ladung überhaupt so einen Weg hochfahren kann. Wir erreichten nach einer Weile ein kleines Dorf, das mitten im Wald auf einem Hügel lag. Die Häuser waren aus Holz oder aus Wellblech. Vor den Häusern waren grosse Blachen ausgelegt, eine Frau, die wie in Südamerika ein Kind mit einem Tuch auf dem Rücken trug, begann gerade damit Kaffeebohnen zum trocknen auszulegen. Hong erklärte uns, dass diese Leute hier unabhängig Leben. Sie haben eine eigene Sprache, Strom sowie fliessendes Wasser ist nicht vorhanden. Die Kinder werden desweiteren auch nicht in die Schule geschickt. Der einzige Kontakt zur Aussenwelt ist der Handel mit Kaffebohnen die von den Sträuchern rund um das Dorf gewonnen werden.
Wir verliessen das Dorf und erreichten nach einer Weile einen Aussichtspunkt. Von diesem sahen wir im Tal weitere Kaffeplanten und einen grossen braunen Fluss – der wir noch überqueren werden : ) Jedoch war zuerst Lunch angesagt. Da heute mein Geburtstag war schrieb Thach, der zweite Guide, mit dem Essen: „ Happy B-Day Marius" : )
Nun begann der Abstieg zum Tal, der Weg war steil und zum Teil ziemlich rutschig. Als wir im Tal ankamen passierten wir die Kaffeplanten die wir von oben sahen. Motorräder mit grossen Kaffeesäcken waren wieder unterwegs. Wir liefen am Fluss entlang und überquerten eine ziemlich wacklige Brücke. Das Highlight der Wanderung für mich ; ) In den braunen Fluss zu fallen wäre definitiv nicht von Vorteil gewesen. Wir folgten dem Fluss abwärts. Die meisten Pinien Bäume besassen auf Gürtelhöhe einen Einschnitt. Hong erklärte uns dass die Einwohner Holzschnitze rausschnitten um Zunder für ihre Feuer zu gewinnen. Ebenfalls wird der Harz verwendet um Tische zu polieren. Komischerweise zünden sie auch die aufgeschnittene Stelle ab und zu an.
Wir erreichten wieder eine wacklige Brücke, über diese fuhren sie im Gegensatz zur ersten auch mit vollbeladenen Motorrädern. Wir hatten Glück und konnten ein paar Motorradfahrer beim überqueren der Brücke zu sehen. Crazy : ) Nun führte uns die Wanderung über einen steilen Aufstieg zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung. Wir waren zirka sechs Stunden unterwegs die Wanderung war gemütlich und ist sehr zu empfehlen.
Heute ging es um 9 Uhr los. Mit Thach demselben Guide von gestern und mit Dac einem neuen Guide machten wir uns auf den Weg zu den Datanla Wasserfällen. Wir lernten zuerst die Grundtechniken des Abseilens an einem Versuchsfelsen. Danach ging es gleich los, wir seilten uns eine 20 Meter hohe Felswand ab. Kurz darauf folgte der erste Jump in das nicht allzu warme Wasser. Thach war unser Fotograf an diesem Tag. So zog sich dann das Canyoning durch mit ein paar Rutschen und Abhängen bis wir schlussendlich zu einem grossen Wasserfall kamen. Hier gab es Lunch. Thach bereitete es wie gestern vor mit Ausnahme vom Happy Birthday ; ) Das Abseilen über den Wasserfall war das Highlight der Tour. Wir seilten uns im Wasserfall ab, dabei mussten wir darauf achten nicht auszuschlipfen. Es folgte ein Vorsprung, nach diesem liessen wir das Seil los und fielen rückwärts zirka sechs Meter ins Wasser. Leider durften wir es nur zweimal machen da bereits eine andere Gruppe wartete. Das Schlussbouquet war eine zirka 10 Meter hohe Felswand von der wir in das Wasser jumpten. Fett.
Das Canyoning hat total Spass gemacht. Dac ist sehr professional daher konnte sozusagen nichts passieren, wir hatten nur ein paar Schrammen an den Beinen ; ) Kostenpunkt für den Spass 25$.
Nach diesen zwei Tagen voller Aktivitäten war ein Ruhetag angebracht. Jaja man wird älter ; )
Diesmal entschieden wir uns für eine Busfahrt am Tag. Wir buchten ein Busticket bei der Firma „Phung Trang" für je 130'000 VND. Die Fahrt soll zirka sechs Stunden dauern. Wir erhielten zu Beginn der Busfahrt ein gratis Wasser sowie ein Erfrischungstuch. Das wäre doch auch mal was für die Australischen Busfirmen... Die Fahrt führte stetig hinab wieder auf Meereshöhe. Unterwegs hielten wir bei einer "Raststätte" für 30 Minuten. Die meiste Zeit wechselten sich Reisfelder mit kleinen Dörfern ab, bis wir zirka 15 Kilometer vor Saigon waren. Hier begann das Industrieviertel. Saigon besitzt im Gegensatz zu Hanoi etwa 600'000 Einwohner mehr und ist westlicher ausgerichtet. Weiter fiel uns auf, dass im Gegensatz zu Nordvietnam keine vietnamesischen Landesflaggen mehr zu sehen waren. Dafür scheinen im Süden mehr Christen zu leben, da wir deutlich mehr Kirchen sahen. Etwas blieb beim selben, es hatte etwa gleich viele Motorräder...
Im Allgemeinen herrscht in ganz Vietnam eindeutig das "Xe Om" vor, was so viel bedeutet wie: „Motorradtaxi". Es gibt in Hanoi und in Saigon mehr Motorbikes als Einwohner! Jeder hat eins, mindestens! Und wenn der glückliche Besitzer gerade nichts anderes zu tun hat, steht er am Strassenrand und versucht Touris zu einer Fahrt zu überreden: "Motorbike, Motorbike?"
Der Bus hielt beim Office der Busfirma „Phung Trang". Im Voraus hatten wir uns ein Zimmer im Saigon Sports Hotel 3 für je 16$ reservieren lassen. Dieses war genau ein Block von der Busfirma entfernt. Wir erhielten das VIP Zimmer da irgendwie die anderen besetzt waren. Tiptop.
Bevor wir mit der Stadtbesichtigung begannen buchten wir uns zwei Touren, die „Cu Chi" Tunnel Tour für morgen und eine drei Tages Mekong Delta Tour die uns direkt nach Kambodscha - Phnom Penh führen soll. Beide buchten wir über unser Hotel nach dem wir in ein paar Agenturen waren, alle bieten in etwa dasselbe an und Arbeiten oft auch noch zusammen. Im Hotel konnten wir dadurch alles miteinander bezahlen. Die „Cu Chi" Tunnel Tour kostete 100'000 VND und die drei Tages Mekong Delta Tour kostete 1'078'432 VND. Beide werden durch die Agentur TNK Travel durchgeführt.
Wir begannen mit dem bekannten „Benh Thanh" Markt. Für uns war er jedoch nicht speziell, er erinnerte uns an die Marktplätze in Südamerika. Mit dem unterschied das er kleiner und total auf Touristen ausgerichtet war. Der grösste Teil des Marktes bestand aus Läden die Kleider und Souvenirs verkauften, nur wenige Läden boten Fleisch, Fische, Früchte und Gemüse an. Die Verkäuferinnen warben ziemlich aggressiv um ihre Ware –zupfen und festhalten was uns nicht so passte.
Auf dem Weg zum Vietnam Museum besuchten wir die „Notre Dame" Kathedrale sowie ein altes Postgebäude. Das Museum bot eine einseitige Einsicht in den Vietnamkrieg. Der Eintritt kostete 15'000 VND. Berichtet wird über Massaker die US GI's verübt haben, viele Kriegsbilder, Waffentypen und der Einsatz von Agent Orange - dem Entlaubungsmittel das heute noch schreckliche Missbildungen bei Geburten auf vietnamesischer sowie bei US Veteranen hervor bringt. Über das Kriegsgeschehen wird jedoch nur Einseitig Berichtet. Über die Kriegsverbrechen der Vietcong sowie die Unterstützung von China und Russland erfährt man nichts.
Roger ging es heute Morgen nicht gut, er hatte gestern Abend bereits ein wenig Fieber. Er entschied sich im Hotel zu bleiben. Um 08:00 Uhr wurde ich von Quang, einem älteren Guide direkt bei unserem Hotel abgeholt. Mit einem Bus voller ober Touris, auch wiedermal junge leicht betrunkene Australier waren dabei, begann die zirka zwei stündige Fahrt zu den „Cu Chi" Tunneln.
Die Tunnel von „Cu Chi" sind ein Tunnelsystem, in dem sich die Vietcongs im Vietnamkrieg von 1960 bis 1975 versteckt hielten. Das Tunnelsystem erreichte bis zum Ende des Krieges eine Gesamtlänge von 200 Kilometern. Unter der Erde waren auf drei Ebenen ganze Städte mit Schulen, Lazaretten, Büros und Schlafgelegenheiten entstanden. Die unterirdischen Gebäude waren durch Tunnel von zirka 80 cm Höhe und 60 cm Breite verbunden. Als Eingänge dienten mit Grasbewuchs und Laub getarnte Klapptüren. Die Eingänge waren zudem durch einfache, aber wirkungsvolle Fallen wie Bambusspiesse gesichert. Die USA und ihre Verbündeten versuchten wiederholt, das Tunnelsystem einzunehmen oder zu zerstören. Jedoch ohne Erfolg. Heute sind die meisten Tunnel verfallen oder verschüttet.
Nach dem wir einen 30 minütigen WC und Souvenir Einkfaufsstopp für die Touris eingelegt hatten, erreichten wir die „Cu Chi" Tunnel. Für 80'000 VND kaufte ich mir ein Eintrittsticket. Quang zeigte uns zuerst einen engen Einstiegspunkt in das Tunnelsystem. Jeder Touri konnte einmal ausprobieren, ob er rein passte. Für mich war es kein Problem ; ) Weiter ging es zu einer Falle bei der man in Bambusspiesse fällt. Auch weitere Fallenarten wurden vorgestellt. Ziemlich übel. Quang zeigte noch weitere Eingänge in das Tunnelsystem, bei denen wir jedoch leider nicht rein durften.
Ein abgeschossener M41 Panzer der USA war zusehen bevor wir zum idiotischsten der ganzen Tour gelangten. Zur Shootingrang. Hier konnte man alle Waffen des Vietnamkriegs ausprobieren. Die Australier waren natürlich hell begeistert... Nach meiner Meinung nicht so passend an einem Ort bei dem so viele starben. Zusehen waren danach B-52 Bombenkrater und Vietcong Einrichtungen. Das Highlight war die Besichtigung eines zirka 100 Meter langen Tunnelsystems. Dieses wurde jedoch für westlichen Touristen angepasst auf 1.20 Meter Höhe und 0.80 Meter Breite. Schlussendlich durchquerten ihn nur 3 Touris mit mir. Zum Abschluss des Besuches sahen wir ein Propagandavideo der Vietcong aus früherer Zeit.
Die Tour war nicht so das Wahre. Jedoch auch nicht teuer. Falls euch Geschichte interessiert trotzdem empfehlenswert.
Roger ging es nicht besser. Wir verschoben daher die Mekong Delta Tour.
Keine Besserung in Sicht bei Roger. Wir setzten die Mekong Delta Tour vorerst auf den nächsten Donnerstag fest. Dadurch mussten wir jedoch auch unser Vietnam Visa für 50$ USD verlängern lassen. Express versteht sich, ansonsten dauert es über sieben Tage...
Nun war es Zeit mit Roger zu einem Doktor zu gehen, da das Fieber nicht nach lies. Mit einem Taxi fuhren wir zum International Hospital. Roger wurde dort von einem Deutschen Arzt untersucht. Ergebnis unklar. Jedoch kein Dengue, dafür könnte es eine starke aber bekannte Grippe sein. Malaria konnte der Arzt auch nicht zu 100% ausschliessen. Das definitive Ergebnis erhalten wir am Mittwoch. Bis dahin hatte Roger eine Tonne Tabletten bekommen, die er nehmen musste.
Roger ging es dank den Medikamenten wieder besser. Ich entschloss mich daher noch einmal in Saigon spazieren zu gehen. Mein Ziel war der Saigon River. Über viele Strassen musste ich gehen und 1000 Motorräder überstehen. Bis ich dann den Saigon River erreichte. Gleich in der Nähe befand sich der „Bitexco Financial Tower" ein modernes Hochhaus das jedoch noch in Bau war. Das Design des Gebäudes beeindruckte mich. Weniger erfreut war ich über die lästigen Motorradfahrer die nun alle 10 Meter standen und zu einer Stadtrundfahrt einluden, inklusive Fahrt zu einem Massageladen die anscheinend auch Blowjobs und BumBum anboten...
Der Saigonriver war verdammt dreckig. Mehr kann man nicht über diesen Fluss sagen. Ich folgte einem kleinen Park bis ich zu einem grossen Kreisel gelangte. Dort wurde eine Statue zu ehren von „Tran Hung Dao" errichtet. Er hatte Vietnam erfolgreich gegen die Mongolen und Chinesen verteidigt. Desweiteren hatte es hier ein Geocache der schnell gefunden war. Da meine Tour fast beendet war kam ich mit einem Töffchenfahrer ins Gespräch. Er beantwortete mir ein paar Fragen und schien ziemlich nett zu sein. Er bot mir an mich rum zufahren. Ok einmal Töffchen fahren dachte ich. Zuerst wollte er mich durch die ganze Stadt fahren, ich sagte ihm jedoch, dass es mir reicht wenn er mich zum nahegelegenen Zoo fährt. Desweiteren verklickerte ich ihm, dass ich höchstens 50'000 VND zahle. "No problem my friend" meinte er und los ging es auf die überfüllten Strassen. Beim Zoo fuhr er vorbei worauf ich sagte öhm hier ist der Zoo. Er erwiderte er kenne einen schönen Aussichtspunkt von dem man den Saigon River sah. Nach mehreren Dosen Abgas und Staubpartikel erreichten wir eine breite Brücke von der ich nochmals den schmutzigen Fluss bewundert durfte.
Nun brachte er mich zurück zum Ausgangspunkt. Eigentlich wollte ich ja zum Zoo gefahren werden. Nun folgte das was ich an Vietnam hasse. Er verlangte von mir das ich ihm für diese "tolle" Tour 5'000'000 VND gebe. Ich erwiderte, dass er das Vergessen könne und er genau so einer sei der versucht Touristen auszunehmen. Er lenkte ein und wollte nun noch 1'000'000 VND. Ein riesen Arsch ich gab ihm 60'000 VND und lief davon. Motorradfahren abgehackt wie vermutet war es das Geld nicht wert.
Ziemlich enttäuscht und verärgert über die Vietnamesen die uns Touristen nur als wandelnde $ Note sahen, setzte ich mich in einen Park. Kurze Zeit später kam ein junger Vietnamese und sprach mich an, zuerst dachte ich was will nun der von mir. Es stellte sich heraus, dass er nur reden wollte um sein Englisch zu verbessern. Wir führten ein interessantes Gespräch. Ich erzählte ihm auch von seinem tollen Landsmann dem Motorradfahrer. Er bedauerte es sowie auch eine weitere Studentin die dazu gekommen war. Sie meinte 20'000 VND hätten gereicht. Schlussendlich sassen 10 Studenten bei mir um sich zu unterhalten über die Welt, die Schweiz und ihr eigenes Land. Das war ein erfreulicher Abschluss für mich. Nach zwei Stunden Englisch und Vietnamesisch "Unterricht" ging ich zurück ins Hotel.
Roger geht es dank den Medis schon wieder viel besser. Er gab grünes Licht für die Mekong Delta Tour morgen. Den ganzen Tag verbrachte ich mit Reisebericht schreiben oder beim Eiskaffee trinken im „Highlands Coffee" Restaurant. Das Eiskaffee ist sehr gut dort ; )
Der Mekong entspringt in den Bergen Tibets und fliesst über 4'350 Kilometer durch China, Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam. Bereits in Kambodscha wird der Mekong in zwei Hauptarme auf gesplittet: „Tien Giang" (Oberer Mekong) der sich in Vietnam in sechs Nebenarme verzweigt und „Hau Giang" (Unterer Mekong), ehe er ins Südchinesische Meer mündet. Das Mekong Delta umschliesst eine Fläche von 39.000 Quadratkilometer und das überschwemmte Gebiet variiert saisonal.
Um 08:00 Uhr ging unser drei tägiger Mekong Trip los. Für die nächsten drei Tage wird Dong von der Firma TNK Travel unser Guide sein. Unser Hotel versprach uns das maximal 20 Touristen bei der Tour dabei sein werden. Im Bus waren aber bereits 30. Mal schauen wie die Tour wird, erste Zweifel überkamen mich es wäre wahrscheinlich besser gewesen selber zum Mekong Delta zu fahren. Abwarten.
Wir fuhren zirka zwei Stunden bis wir die Provinzhauptstadt „My Tho" erreichten. Es ist die erste grössere Stadt am Mekong Delta. Wir verliessen den Bus bei einer Siedlung die Honig produziert. Zum probieren erhielten wir Honig Tee mit Früchten und durften einer traditionellen Musikvorführung beiwohnen.
Nach einem Spaziergang bei dem sich die ersten Touristen bereits verliefen, bestiegen wir zu viert eine Barke. Im schmalen natürlichen „Tan Thach" Kanal von „Ben Tre" wurden wir abwärts gerudert. Links und rechts war das Ufer mit Wasserkokosnuss Pflanzen überwachsen. Die Stimmung war einmalig, Vögel zwitscherten und fischten im Kanal, riesen Spinnen waren zu sehen und ab und zu auch ein Einheimischer der am fischen war. Leider dauerte die Fahrt nur kurz. Wir stiegen bei einer weiteren Siedlung aus die Kokosnuss Bonbons herstellt. Roger und ich halfen beim einpacken der Bonbons. Ein Einheimischer züchtete desweiteren Boa's. Die Touris waren begeistert als sie die Boa um die Schultern legen durften...
Mit einem Motorboot fuhren wir nun den Mekong hoch und hielten bei der Insel Tortoise an. Dort gab es Lunch. Reis mit einem Stück Fleisch und etwas zu Trinken. Uns vielen wiedermal die Australischen Touris auf die in unserer Gruppe dabei waren. Seit Beginn der Tour waren sie dauernd am Bier trinken, ein Australier hatte desweiteren eine Vietnamesin dabei. Er sah aus wie ein Zuhälter, die Vietnamesin torkelte mit Highheels und riesen gemachten Boobs umher... ; ) tja
Jedenfalls ging es nach kurzer Zeit mit dem Motorboot weiter. Ziel war der Bus der nun weiter nach Can Tho fuhr. Eine zirka drei Stündige Fahrt bei der wir bei einem riesen Buddha eine Pause einlegten.
In Can Tho trennten sich die Wege. Wir hatten die Übernachtung in einer Homestay Familie gebucht. Mit uns kamen zirka 10 weitere Touris, die anderen wurden in ein Hotel gebracht. Wir stiegen in ein schmales Motorboot, das uns in einer zirka 15 Minütigen Bootsfahrt nach „Cai Rang" brachte. Empfangen wurden wir von Hung. Bei ihm durften wir in einem Bungalow eine Nacht übernachten und ein wenig am Familien leben teilnehmen. Die Bungalows waren wirklich super, direkt am Fluss mit einem „Balkon", einer Dusche und zwei Betten mit Moskitonetzen. Anscheinend waren wir eine Stunde zu spät angekommen es war bereits total finster. Wir halfen der Familie beim Frühlingsrollen zubereiten und als bald gab es ein riesen feines Abendessen. Wir lernten Fernanda von Argentinien kennen. Sie übernachtete hier mit ihrem Freund und war nicht bei der Tour dabei. Hung klinkte sich in das Gespräch ein und wir erhielten die Möglichkeit ihm Fragen über das Leben am Mekong zu stellen. Um 23:00 Uhr war Zeit um ins Bett zu gehen da wir morgen um 06:00 Uhr den lokalen Markt von Hungs Dorf besuchen werden.
Homestay von Hung: hunghomestay AT yahoo.com.vn <- Sehr zu empfehlen!
Um 06:00 Uhr morgen starteten wir mit Hung um den lokalen Markt von seinem Dorf Cai Rang zu besuchen. Mit einer Barke wurden wir zum anderen Ufer gerudert. Mit uns waren ein paar einheimische Kinder auf der schmalen Barke die auf dem Weg zur Schule waren. Auf der anderen Uferseite war der kleine Dorfmarkt auf dem Fische, Aale, Fleisch, Krabben, Blumen, Brot und Gemüse angeboten wurden. Wir besuchten auch die nah gelegene Schule. Der Unterricht hatte noch nicht begonnen die Kinder spielten mit Murmeln auf dem Pausenplatz. Leider mussten wir nach einer halben Stunde bereits wieder zurück da wir uns mit unserer restlichen Touristengruppe treffen mussten... Zuvor gab es jedoch Morgenessen.
Hung fuhr uns mit einem grossen Motorboot den Kanal hoch, nach zirka 10 Minuten erreichten wir den bekannten „Dien floating market". Die Schiffe waren voll beladen mit Gemüse und Früchten. An einer Stange, die am Bug befestigt war, wurde von jeder angebotenen Gemüse- und Früchtesorte eine aufgehängt. Die Käufer erkannten dadurch von weitem die Waren die zum Verkauf standen. Wir fuhren einmal den Markt auf dem Fluss hoch mussten dann aber umsteigen zu unserer Gruppe die auf zirka 45 Leute angewachsen war. Wir verabschiedeten uns von den Argentiniern und waren ein wenig neidisch. Unser Boot fuhr einmal den Markt hinab hielt bei einem Boot an die Ananas zu schnitten. Unsere Touris waren hell begeistert. So konnten wir 20 Minuten einer Frau beim Ananas zu schneiden zu schauen, toll. Wäret dessen versuchten Verkäufer in kleinen Booten Bier und andere Getränke zu verkaufen. Die Australier waren erfreut darüber. Vom Markt haben wir dadurch schlussendlich nicht viel gesehen, da es nach dem Ananas Spektakel weiter ging zu einer Reisnudel „Fabrik".
Bei der Reisnudel „Fabrik" durften wir zusehen wie Reisnudeln von Beginn an hergestellt wurden. Zuerst wurde Reis gestampft, mit Wasser und Tapioka vermischt. Danach wie eine Crêpe kurz „gekocht" und zum trocknen auf Bambushaltern an die Sonne gelegt. Nach dem trocknen wird die Reisscheibe durch eine Maschine, die manuell bedient werden muss, durchgelassen und voila wir haben Reisnudeln.
Bei einer Früchtefarm legten wir einen weiteren Stopp ein. Hier wurde ziemlich jede Frucht angepflanzt: Dragon Fruit, Mangos, Kokosnuss, Bananen und so weiter. Ebenfalls durften wir eine „Monkey Bridge" überqueren die extra für die Touris über einen Tümpel gebaut wurde. Fantastisch. Eine „Monkey Bridge" ist eine einfache „Brücke" die von ein paar Bambusstangen getragen wird.
In der Stadt Can Tho trennten sich nun die Wege. Die meisten Touris hatten eine zwei Tagestour gebucht und fuhren nun wieder zurück nach Saigon. Wir und ihr Name habe ich vergessen sie ist jedoch aus den USA, fuhren weiter nach Chau Doc. Unser Fahrer hatte es ziemlich eilig, er fuhr mit 120 Sachen über eine Strasse die ein normaler Schweizer vielleicht mit 40 Fahren würde :D
Kurz bevor wir das Grenzstädtchen Chau Doc erreichten, besuchten wir in „Long Xuyen" den „Thot Not Bird Sanctuary" ein Buddhistischer Tempel der auf dem Sam Mountain errichtet wurde. Der Tempel hatte eine riesen Terrasse von der man eine fantastische Aussicht über die Landschaft von Vietnam und der kambodschanischen Grenze hatte. Ein grosses Stück des Landes war momentan unter Wasser.
In Chau Doc übernachteten wir im „Thanh Nam 2 Mini" Hotel. Mit unserer USAlerin gingen wir Essen. Froschschenkel stand auf dem Programm. Die schmeckten wie Poulet und waren daher nicht mal schlecht.
Früh morgens ging es mit einem Motorboot und einem anderen Guide los auf den Mekong. In einer Siedlung die aus schwimmenden Häusern bestand, besuchten wir ein Haus das Fische züchtete. Unzählige waren in einem Netz unter dem Haus gefangen. Es waren so viele Fische man hätte sie problemlos mit der Hand herausnehmen können.
Bevor die lange Bootsfahrt zur kambodschanischen Grenze begann, besuchten wir die Cham Gemeinschaft. Als einzige Gemeinschaft in Vietnam waren sie Muslime. Wir wurden herzlich empfangen. In einer Ecke stand eine Webmaschine die gerade von einer jungen Frau bedient wurde. Das Haus das auf Stelzen Stand war riesig. Teilweise war der Boden mit Plättchen verschönert, die Familie besass sogar eine Waschmaschine.
Nun begann die lange, jedoch sehr interessante Fahrt über den Mekong zur kambodschanischen Grenze. Wir fuhren bei der Cham Gemeinschaft um zirka 08:45 Uhr ab. Wir sammelten auf der Fahrt den Mekong hinauf viele Eindrücke über das Leben der Bevölkerung die direkt am Fluss leben. Alle Häuser waren auf Stelzen gebaut. Teilweise standen sie total im Wasser da momentan Regenzeit war. Grössere Landteile waren total überschwemmt und bildeten einen riesen See. Viele Fischer waren unterwegs aber auch „Bauern" die Enten züchteten. Wasserbüffel waren eher selten zu sehen. Am Grenzposten der Vietnamesen der wir nach zirka drei Stunden erreichten, erhielten wir den Ausreisestempel und das Visa für Kambodscha das je 22$ USD kostete.
Nach einer Stunde Aufenthalt im Grenzgebäude stiegen wir in ein anderes Motorboot um. Unser Vietnamesischer Guide verabschiede sich von uns und anstelle von ihm hatten wir nun einen Kambodschanischen Kapitän. Um 12:45 Uhr erreichten wir die Kambodschanische Grenze, hier mussten wir aussteigen um einen Stempel in unser Pass machen zu lassen der uns einen 30 tägigen Aufenthalt in Kambodscha zusicherte. Dies war schnell erledigt und so waren wir nach kurzer Zeit wieder auf dem Boot das den Mekong langsam aufwärts Richtung Phnom Penh fuhr.
Der Mekong wurde mit der Zeit immer breiter, die zwei Hauptarme führten zusammen. Nun war der Mekong riesig! Das Ufer war im Gegensatz zu Vietnam nicht mehr so bevölkert. Ab und zu kam jedoch ein Dorf in dem die Kinder uns freudig zu winkten. Wie in Vietnam waren auch hier viele Fischer unterwegs. Am Land wurden jedoch nicht mehr Enten gezüchtet sondern Kühe. Nach zirka vier Stunden Fahrt erreichten wir um 17:20 Uhr „Neak Luong", ein kleiner Hafen vor Phnom Penh. Hier stiegen wir um in einen VW Bus der uns nach Phnom Penh brachte. Durch grossen Traffic und den schlechten Zustand der Strasse erreichten wir Phnom Penh erst um zirka 19:15 Uhr. Der Bus hielt in der Nähe unseres bereits im voraus gebuchten Fancy Guesthouse.
Die Mekong Tour war somit zu Ende. Als alternative könnte man auch von „Chau Doc" das Speedboat nehmen. Jedoch sieht man dadurch viel weniger. Der letzte Tag war absolut der beste von der gesamten Tour. Ob man nun die Tour von Saigon machen soll oder nicht hängt von euch ab. Ich würde das nächste Mal von Saigon nach Can Tho fahren. In einer Homestay Familie übernachten und mit ihnen den Floating Market und das Mekong Delta besuchen. Danach weiterreisen nach „Chau Doc" und von dort das Boot nach Kambodscha nehmen.
Aaach ja da wär noch was: Schicke Anzüge... vornehm geht die Welt zugrunde! Aber gibts in ganz Vietnam keine Frisöre? Oder Bartscherer?:D Oh und hat Roger auch in so einen Tunnel gepaßt?! *unschuldiglächel* Ah ja und ich fürchte, mein lieber Roger, soviel Selbstbeherrschung hab ich nicht, daß ich mit dem Leveln auf dich warten könnte - aber ich versprech dir ich warten mit EINEM Char auf dich ;D
Baba
Kainis (und liebe Grüße von André)
ok ok 1. du bzw ihr (andré mit sms, danke sehr!) wart genau richtig für meinen geburtstag der am 14. ist, normalerweise :D 2. oh ja wir haben 8-beiniges gegessen und noch viel mehr spezielle sachen :) war nicht so ecklig wies vielleicht aussieht 3. es gibt frisöre und bartscherer in vietnam die sind aber nicht wirklich auf einem guten standart ;) und achja.. 4. was soll denn die frage mit den tunnel ??
und ich bin natürlich sehr entäuscht das ihr die kurze zeit von nur 55 tagen nicht warten mögt :p ^^
Danke Kainis für deine verspäteten Glückwünsche :D Ab und zu finden wir wieder mal ein „Frisör“ oder die Zeit uns zu Rasieren. Momentan sehen wir zum Beispiel ziemlich flott aus was der Haarschnitt und die Rasur betrifft ; )

Oh nein, oh nein, oh nein - ich hab deinen Geburtstag vergessen... ich schäme mich! *asche-aufs-haupt-streu* Na dann jetzt alles alles Liebe nachträglich zum Geburtstag, mein Krieger in strahlender Rüstung (oder wie war das noch mal?) Wenigstens hast du ja ne Art Geburtstagstorte bekommen :) - hmmm da fällt mir ein ... Roger hat doch jetzt auch irgendwann Geburtstag am - ähm *rat* 13.11. (?), gelle?! OMG, das wär ja auch schon gestern gewesen! ARGH! Ach was solls, ihr wisst ja was ich damit sagen will (hoffe ich)! Also alles Gute zum Geburtstag, ihr zwei (sei es nachträglich oder nicht)!
Kainis
Ps.: Ihr habt nicht wirklich gegrillte Ekligkeiten mit 8 Beinen gegessen, oder? *schauder*