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Osterinsel (Chile)
Teil 3: Osterinsel / 02-20.07.2010

Frühsport, Wandern, Moais, Tauchen, Sonnenfinsternis, nette Leute kennen lernen und definitiv zu viel BumBum Musik. Viel haben wir erlebt! Daher widmen wir der Osterinsel einen eigenen Bericht.


Ankunft - Dónde está el Festival?
02.07.2010

Mit unserer Lieblings Fluggesellschaft LAN flogen wir in fünf Stunden auf die Osterinsel. Der Flughafen war wie erwartet ziemlich klein. Ähnlich wie der auf der Big Island in Hawaii.

Von der Festivalorganisation war niemand hier kein Shuttle oder so – die Touristenauskunft konnte uns ungefähr sagen wo das Festival sein sollte. Jedenfalls nicht dort wo wir es erwartet hätten. Egal wir nahmen ein Taxi. Die Taxifahrerin wusste ebenfalls nichts vom Festival, daher war eine kurze Abklärung mit der Zentrale nötig...

Nach 20 Minuten Fahrt erreichten wir das „Festivalgelände" das in der Nähe der „Ahu Akivi" Zeremonialplattform lag. Das Festivalgelände war nicht als eine solche zu erkennen, es war noch gar nichts hier. Kein Shop, keine Stages, keine Person die Informierte, kein Wasser, nichts... Strange, ein bisschen verwirrt über die gute Organisation suchten wir uns einen guten Platz für unser Zelt. Wir fanden einen super Platz. Perfekt geschützt von Wind und vielleicht auch von der Musik?

20100705-EasterIsland-CampingPlatz-2.jpgEin weiteres wichtiges Anliegen war etwas zu essen und zu trinken. Wir fragten uns also durch wie wir wieder in das Dorf kommen. Wir wurden schlussendlich vom "offiziellen" Shuttlebus der gerade eben ins Leben gerufen wurde mitgenommen. Jedoch mochten sie nicht direkt in das Dorf fahren und luden uns drei Kilometer davor aus. Die restlichen drei Kilometer liefen wir. Wir schauten zuerst im Divingcenter „Mike Rapu" vorbei und informierten uns über die kosten. Entschieden uns aber noch nicht sofort. Nun kauften wir eine Tonne Essen ein. Lustig wurde es als wir für unseren Gaskocher Gas suchten. Der Verkäufer von Doite versicherte uns, dass wir überall Gas für diesen Kocher finden werden. Da hat er sich wohl geirrt. Wir fanden nirgends eine passende Gasflasche. Toller Moment. Wir wurden jedoch von einem freundlichen Taxi Fahrer herumgefahren. Diesmal „nur" für 10'000 CHP und nicht wie beim ersten Taxi für 15'000 CHP... Zurück auf dem Campingplatz starteten wir ein Feuer um unser Essen zuzubereiten.

Ausbau Zeltplatz und Ausflug
03-04.07.2010

Da hier so richtig Camping Feeling aufkam und ich mich wieder wie in der CEVI (Etwas ähnliches wie Pfadi nur besser) füllte bauten wir unsere Feuerstelle aus die nun zwei Kochstellen bekam. Ein zusätzliches Feature war der Toster ; ) Eine Bank mit Rückenlähne, eine Abwaschstelle, eine "Fahne" sowie ein Tisch folgten am gleichen sowie am nächsten Tag.

20100704-EasterIsland-CampingPlatz-6.jpgNach dem Campingplatzausbau liefen wir an der Küste in das Dorf Hanga Roa, vorbei an diversen Sehenswürdigkeiten. Zuerst besuchten wir „Ahu Akivi" (Ahu = Zeremonialplattform). Eine Zeremonialplattform an dem sieben Moais (Köpfe / Statuen) stehen. Danach folgten wir der Strasse zum Meer. Auf dem Weg besuchten wir eine grosse Hölle bzw. eine Lava Tub mit dem Namen „Ana Te Pahu". Vor dem Eingang wuchsen Bananenbäume und Tabakpflanzen. Wir trafen dort auf einen Parkranger. Der uns die Höhle sowie etwas über die Ureinwohner erzählte. Desweiteren bat er uns nichts zu zerstören oder so. Öhm... wir fragten ihn ob es oft vorkommt, dass Touris etwas zerstören? Er erzählte uns, dass kürzlich ein Tourist bei einem Moai ein Ohr abgerissen hatte um es mitzunehmen...

20100703-EasterIsland-68.jpgDirekt am Meer hatte es eine weitere Zeremonialplattform „Ahu Tepeu". Diese war jedoch komplett zerstört. Wir liefen nun an der Küste entlang Richtung Hanga Roa. Wir konnten jedoch nicht zum Meer runter da die Klippen hier zirka 10 Meter hoch waren. Trotzdem war der Grund des Meeres zu sehen. Das Wasser ist hier abartig klar. Auf dem Weg in das Dorf besuchten wir noch zwei weitere Lavatubes. Einer führte weit hinein wurde aber immer enger und so mussten wir umkehren. Beim zweiten Lavatubes der „Dos Ventanas Cavos" genannt wurde gelangten wir bis zum Meer. Es hatte zwei Ausgänge/Fenster von denen wir direkt in das Meer hinaus sahen. Es ging jedoch auch hier 15 Meter die Klippe runter. Fett.

Im Dorf Hanga Roa entschieden wir uns die „PADI Open water" Lizenz beim Mike Rapu Divecenter zu machen. Kostenpunkt 250'000 CHP. Inklusiv waren zwei gratis Tauchgänge. Der erste um zu schauen ob es überhaupt etwas für uns ist und der zweite führt uns zu einer Moai Statue im Wasser. Die jedoch nicht von der Ureinwohnern dort versenkt wurde sondern vom Divecenter. Am kommenden Montag sollen wir für die genaue Planung vorbei kommen.

20100711-EasterIsland-Festival-2.jpgFreie Tage nutzten wir um Holz zu sammeln und unseren Campingplatz auszubauen. Ausserdem lernten wir zwei Japaner kennen Mika und Kyohei. Die absolut begeistert waren von unserem Campingplatz. Sie bauten daher fast denselben nach :D Kyohei werden wir in Japan nochmals treffen. Er wohnt in Kobe – von dort kommt das teuerste und feinste Fleisch her. Beide machen eine Weltreise jedoch unabhängig voneinander. Mika werden wir voraussichtlich im Frühling 2011 auf ihrer Weltreise in der Schweiz nochmals sehen. Ein fester Gast wurde auch Georg. Er kommt aus Deutschland. Er ist jedoch nicht auf einer Weltreise. Ist nur wegen diesem „super" Festival gekommen ; )

Tauchplanung
05.07.2010

Wir liefen diesmal nicht am Meer entlang, sondern nahmen den "direkten" Weg der zirka sieben Kilometer lang ist nach Hanga Roa. Er führte zirka 45 Minuten über eine Dirt Road und die restlichen 15 Minuten auf einer Teerstrasse zum Dorfzentrum.

Im „Mike Rapu" Divecenter lernten wir unseren Instruktor Mario kennen und setzten den Probetauchgang auf den kommenden Mittwoch fest. Zurück liefen wir über den weiteren Weg am Meer entlang, wobei wir noch einen Skelett-Pferdekopf mitnahmen. Er diente fortan als Geschirr- und Abwaschtuchhalter ; )

Erster Tauchgang und Beginn des BumBum Sounds
07.07.2010

Vor unserem ersten Tauchgang erklärte uns Mario die wichtigsten Dinge. Nach zirka zwei Stunden Theorie und Vorbereitung ging es mit einem kleinen Boot los Richtung Tauchspot. Nochmals alles durch checken und ab ging es Rückwerts in das Wasser. Mit Hilfe einer Tauchweste (BCD) die man mit Luft füllen oder auch wieder entleeren kann, konnten wir an der Wasseroberfläche relaxen. Um zu tauchen lässt man Luft aus der Tauchweste und man sinkt automatisch. Wir sanken bis auf acht Meter wobei ein Druckausgleich der Ohren nötig war. Wir tauchten über eine Korallenrief hinweg, viele kleine bunte Fische waren zu sehen. Mit der Tauchweste war es möglich Unterwasser die Höhe auf der man Taucht zu bestimmen. Dazu mussten wir nur ein wenig Luft in die Weste lassen. Da alles ohne Probleme verlief, begann Mario bereits mit den ersten Notfallübungen. Beispielsweise Verlust des Mundstücks.

Als wir wieder auf trockenem Boden standen, entschieden wir uns die „PADI Open Water" Lizenz zu machen. Dazu erhielten wir ein Lehrbuch provisorisch in Englisch. Das Deutsche sollte in ein paar Tagen eintreffen, was aber nie geschah :D Um die Lizenz zum Tauchen zu erhalten mussten wir fünf Theoriekapitel durcharbeiten und fünf Tauchgänge absolvieren.

20100707-EasterIsland-Festival-2.jpgAls wir wieder beim Zeltplatz waren konnten wir gerade noch gemütlich fertig zu Abendessen bevor der Lärm anfing der sich bis am Morgen um acht Uhr durchzog! GOA oder Psy Trance oder was es auch immer war, es macht auf jedenfalls nur BumBum ist definitiv nichts für uns. Wir amüsierten uns zwar köstlich ab den Party-Leuten. Der häufigste Tanzsteil benannten wir mit "Put the ground flat". Desweiteren war noch "Jack Norris" anwesend der alles gab, der Schellenursli mit einem Alpenhut inklusiv Umhängetasche und Stock, ein Jesus, sowie noch weitere spezielle Leute. Der Sound war ziemlich eintönig wobei der DJ auch die Übergänge zum nächsten "Lied" nicht unbedingt smooth hinbrachte.

Nach einer Stunde verabschiedeten wir uns und gingen schlaffen. Obwohl wir zirka 100 Meter von der Hauptbühne entfernt waren sowie gedeckt von Steinen. Nützte es nichts das BumBum zu dämpfen sogar die Erde vibrierte ein wenig. So schliefen wir ein. Um sieben Uhr am Morgen standen wir auf die BumBum Musik lief immer noch... Toll...

Nächster Tauchgang
08.07.2010

Nach einem weiteren einstündigen Morgenspaziergangs trafen wir beim Tauchcenter ein. Mario erklärte uns was wir heute machen werden. Das Tauchmaterial bereiteten wir bereits selber vor.

Das Tauchprogram war in etwa dasselbe wie gestern. Verlust des Mundstücks. Neu war die Übung der korrekten Übergabe des Ersatzmundstücks am Tauchkameraden. Falls ihm einmal die Luft ausgehen sollte. Mario war mit uns zufrieden und besprach mit uns den ersten Theorie Teil.

Nun begann es dauernd zu pissen, das Feuerholz war schon total durchnässt. Das Feuermachen wurde daher immer schwerer. Ab nun mussten wir jeden Tag das Feuerstartholz am Feuer trocknen. Das Trinkwasser ging auf dem Zeltplatz auch noch aus und wurde nicht mehr nachgefüllt. Tolles Festival. Wir stellten eine neue Theorie auf. Seit dem die BumBum Musik läuft Regnet es!

Pünktlich um acht am Abend startete dann auch wieder die BumBum Musik die wieder bis am Morgen früh abgelassen wurde. Jedoch pisste es die ganze Nacht. Die Tanzfläche ist einem Schlammbad gewichen *hehehe* have fun

Zu schlechtes Wetter zum tauchen
09.07.2010

Wir hatten uns am vor Abend bereits Tee und Milch zubereitet. Es hat so gepisst das unser Feuerholz das ein wenig geschützt unter einem Baum lag total Nass war.

Wandern ist des Schweizers Lust? Oder wie ging der Spruch? Jedenfalls liefen wir wieder den Weg nach Hanga Roa. Auf der Inselseite des Dorfes stoppte der Regen. Allgemein ist es auf dieser Seite der Insel Sonniger. Trotz Sonnenschein konnten wir heute nicht Tauchen gehen. Die Wellen waren zu hoch. Wir machten einen Theorietag inklusiv einem Test der Kapitel 1-3.

Nach dem Mario ein Fischer gefragt hatte wie den das Wetter morgen sein wird, meinte dieser noch beschissener. Also planten wir unseren nächsten Tauchgang auf den kommenden Montag.

Heute hatten wir Glück beim zurück laufen. Wir wurden gleich beim Ausgang des Dorfes von einem Auto mitgenommen : )

Kochen und eine Stunde zur Bühne gehen. Das machten wir am Abend. Der erste Auftritt war kein 0815 DJ sonder einer mit einem Didgeridoo der dazu noch Elektrosound dazu mischte. Das war ziemlich gut. Danach kam wieder ein BumBum DJ und der Tanzstyle "Put the ground flat" war wieder zu sehen. Auch ein paar Festival Teilnehmer die LSD nahmen. Dazu gehört vermutlich auch ein Vater mit einem Kind der uns vor dem Beginn noch LSD anbot. Toll. Wir gingen schlaffen und wurden mit dem BumBum Geräusch in den schlaff gewogen.

Ganzer Tag Regen
10.07.2010

Dank dem BumBum Sound, wir waren nun noch mehr von unserer Theorie überzeugt, regnete es den ganzen Tag. Normalerweise stoppt der Regen nach einer Weile was heute aber nicht der Fall war. Wir verbrachten den ganzen Tag im Zelt. Die Sonne war schon lange nicht mehr über dem Zeltplatz erschienen. Schlamm ersetzte die einst grünen Flächen. Desweiteren hat ein starker Wind der „Haupttanzfläche" stark zu gesetzt *hehehe* Fetzen hingen herunter und für Schlammketschen hätte es locker gereicht. Das Beste ist jedoch die chill out Zone. Dieser Ort hätte mit ein paar aufgehängten pinkigen Fetzen Schatten spenden sollen... Schatten?

Sollte es morgen Sonntag so sein, erlebe ich die zweite Sonnenfinsternis im Regen ohne sie zu sehen. Die einzige Aktion heute war Trinkwasser aufzutreiben, was ich mit fluchen erreichte... Die wollten zuerst dass ich etwas dafür bezahle... Obwohl Trinkwasser gratis zu Verfügung stehen sollte nach Festival Info. Ok eigentlich hätte es neben der Hauptstage auch eine chill out stage geben sollen. Diese suchen wir bis heute noch. Trinkwasser erhielt ich dann aus der "Feldküche"...

Sonnenfinsternis
11.07.2010

Das Wetter hat sich beruhigt genauer es klarte auf nach dem die BumBum Musik aufhörte. Um ganz sicher zu gehen, machten wir uns auf den Weg in das Dorf. Zum Glück wurden wir gleich zu Beginn von einem Pickup mitgenommen. Die Landstrasse war in einem üblen Zustand. Wir begaben uns im Dorf zur „Ahu Tahai" Zeremonialplattform. Dort stehen ein paar Moai Statuen. Mit der Sonnenfinsternis gaben diese eine gute Hintergrundkulisse ab.

20100711-EasterIsland-Sonnenfinsternis-97.jpgUm 12:40 Uhr begann die Prozedur der Sonnenfinsternis. Der Mond schob sich immer weiter vor die Sonne. Zirka eineinhalb Stunden später konnten wir die absolute Sonnenfinsternis miterleben. Ihr glaubt es kaum es wurde ziemlich finster ; ) Die Atmosphäre war der absolute Hammer. Das Meer leuchtete bläulich und am Horizont war ein heller Lichtstreifen(Die Sonne) zu sehen. Unbeschreiblich. Nach zirka drei Minuten war die totale Sonnenfinsternis vorbei und der Mond schob sich langsam wieder aus der Sonne.

20100711-EasterIsland-Festival-3.jpgNun wurde es Zeit für ein Empanada. Wir hatten Todes Hunger. Danach besuchten wir noch einen Campingplatz um den Preis abzuklären. 6000 CHP pro Nacht. Damn billig, mit dem Festival haben wir total in die Scheisse einer riesen Herde Elefanten gegriffen. Ok bis jetzt haben wir auf jedem Kontinent Geld „verheizt". In Nordamerika mit der Auto Vermietung... Dafür - wie ihr wisst sucht jeder Mensch positive Punkte aus einer Misslichen Lage – lernten wir nette Leute kennen, konnten eine Stunde lang mit dem Lachen nicht mehr aufhören, lernten einen neuen Tanzschritt, wir waren an einem sehr schönen Ort total in der Natur mit einer super Aussicht, Outdoor Stimmung kam auf, wissen nun das GOA – PsyTrance – was auch immer für BumBum Musik absolut nichts für uns ist, liefen jeden Tag zirka 14 Kilometer, hm ja weitere positive Punkte fallen uns bestimmt noch ein ; )

Trotzdem entschieden wir uns ab Mittwoch im Dorf zu campen ; )

Ab unters Wasser
12.07.2010

Wie an jedem Tag wurden wir sanft von der BumBum Musik in den Morgen geführt. Liefen sieben Kilometer in das Dorf. Ja und auch heute war Tauchen vor Hanga Roa nicht möglich. Jedoch hat Mario ein Auto organisiert. Mit diesem fuhren wir zur Anakena Beach. Der einzig grosse Strand auf der Osterinsel. Wir werden die Anakena Beach noch auf einem eigenen Inselrundgang besuchen.

Das Wasser war hier ziemlich ruhig. Wir gingen nicht über die Beach in das Wasser sondern von einem kleinen Hafen der vor der Beach lag. Einmal mit dem Giant Step !Kuul! Und einmal wie eine Frau so Rückwerts irgendwas ; )

Heute übten wir vor allem Dinge die eigentlich nicht passieren sollten. Verlust der Maske, Taucherausrüstung unter Wasser abziehen und wieder anziehen. Jedoch auch viele nützliche Dinge wie zum Beispiel auftauchen mit der Luft des Tauchpartners. Wir machten vor dem Strand insgesamt zwei Tauchgänge.

Wanderung zum Maunga Terevaka
13.07.2010

20100713-EasterIsland-Wanderung-2.jpgMit 500 Meter ist der Terevaka der höchste Hügel/Vulkan auf der Insel. Von unserem Campingplatz gingen wir quer Feld ein immer Richtung höchster Punkt. Auf dem Weg passierten wir zwei ehemalige Vulkankrater. Desweiteren liefen eine Menge Pferde "frei" herum. Ein paar Kühe waren auch zu sehen aber nicht all zu viele.Auf dem Hügel hatten wir eine wunderbare Aussicht auf die gesamte Insel sowie auf das Dorf Hanga Roa.

Nun liefen wir auf der gegenüberliegenden Seite wieder herunter zur Küste. Wobei wir von weitem die Anakena Beach sahen. An der Küste liefen wir nun zum Campingplatz zurück. Auf dem Weg besichtigten wir vier Zeremonieplattformen. Alle Moais waren jedoch zerstört. Die Statuen lagen am Boden. An zwei Plätzen sahen wir in Fels eingemeisselte Ornamente.

Die Wanderung dauerte mit der Besichtigung zirka sechs Stunden. Nun haben wir die gesamte Westseite der Osterinsel zu Fuss abgelaufen.

Neuer Zeltplatz
14.07.2010

Mika und Kyohei mieteten am Vortag ein Auto. Sie boten uns den Transport in das Dorf an. Was wir natürlich nicht ausschlugen.

Um zirka fünf Uhr hatten wir unser Zelt auf dem Campingplatz Mihinoa aufgeschlagen. Die Kosten pro Nacht betrugen pro Person 5000 CHP. Damn billig... Inbegriffen war die Benützung der Küche inklusiv Kühler, WC, Dusche und ein grosser Aufenthaltsraum. Tiptop!

Tauchen, nein...
15.07.2010

Das Wetter war wieder zu schlecht um zu tauchen, zu hohe Wellen. Damn... Wir schlossen jedoch den gesamten Theoriepart mit Schlussprüfung ab. Nun müssen wir nur noch einen Tauchgang machen um die „PADI open water" Lizenz zu erhalten. Am Samstag oder Sonntag soll das Wetter wieder besser werden.

Regen, Regen, Sonne, Regen, Regen, Mond
16.07.2010

20100718-EasterIsland-CampingHangaRoa-1.jpgDie ganze Nacht sowie am Tag regnete es ununterbrochen. Dazu kam ein sehr starker Wind. Unser Zelt hielt sich jedoch tapfer im Gegensatz zu anderen, die am Morgen wie Skelette am Boden lagen. Etwas war jedoch komisch. Der Untergrund war erstaunlich bequem geworden so wie in einem Wasserbett. Owww unter unserem Zelt hatte sich ein See gebildet. Es hat so viel geregnet, dass das Wasser nicht mehr abfliessen konnte. Wir mussten aus diesem Grund das Zelt am Morgen verschieben was jedoch ziemlich schnell von statten ging.

Der Rest vom Tag verbrachten wir mit reden mit einer Australierin, einem USler und einem Schottischem Paar. Desweitern war Tagebuch schreiben angesagt, das ihr gerade liest.

Da ich gerade total vörige Zeit habe mich über Leute aufzuregen lasse ich euch teilhaben. Zwei grosse Hinweisschilder über den Lavabos weissen in drei Sprachen daraufhin Geschirr und so abzuwaschen, zu trocknen und zu verräumen. Die meisten können hier aber anscheinend nicht lesen. Tonnenweise Geschirr und Pfannen stehen rum... Desweitern gibt es gewisse Leute die in voller Lautstärke neben den Zelten um fünf Uhr am Morgen Gespräche führen. Zusätzlich noch Musik ab lassen... wusaaa ; )

Besuch der Ostseite der Osterinsel
17.07.2010

20100717-EasterIsland-6-RanoRaraku-34.jpgDer heutige Tag war total schön. Blauer Himmel mit keiner einzigen Wolke, jedenfalls bis am Abend. Ideal um die gesamte Ostseite der Osterinsel zu besuchen. Wir schlossen uns mit weiteren drei Reisenden zusammen und mieteten ein „Auto" für 28'000 CHP. Das Auto war ein Suzuki Jeep 4x4 tönt gut es war aber verdammt eng! Jedoch hatten wir einen verdammt lustigen Tag mit Tim (Belgien), Kirsten (Holland) und Name vergessen.

20100717-EasterIsland-1-AnakenaBeach-10.jpgWir besuchten zuerst die Anakena Beach. Anakena ist eine Bucht an der Nordküste der Osterinsel. Der Legende nach ist hier Hotu Matua, der mythische Gründervater des Osterinselvolkes, gelandet und hat eine Siedlung gegründet. Heute ist das Areal mit einem kleinen Kokospalmenwäldchen bedeckt. An der Bucht stehen zwei grosse, inzwischen restaurierte Ahu (Zeremonialplattform), der Ahu Nau Nau mit sieben Moai und der Ahu Ature Huki mit heute noch einer stehenden Steinfigur. Wir machten ein paar wunderschöne Fotos von diesem einmaligen Ort.

Weiter ging es zur zweiten Beach. Die Ovahe Beach liegt nicht weit vom Anakena Sandstrand entfernt. Ist jedoch viel kleiner und verbirgt sich hinter hohen Klippen. Das Wasser war wieder einmal Kristallklar.

Auf dem Weg zur Zeremonialplattform Tongariki die zur bekanntesten zählt, besuchten wir ein paar kleinere Fundstätten die direkt am Meer lagen.

Nun kamen wir zur grössten Anlage. Die Zeremonialplattform Ahu Tongariki ist 145 Meter lang und besitzt 15 Moais. Beeindruckend. Es ist anzunehmen, dass die Clans der Osterinsel ihre Macht durch die Grösse der Plattform und die Anzahl der Moais sichtbar machten.

20100717-EasterIsland-6-RanoRaraku-72.jpgUnser letztes grosses Hauptziel war der Besuch des „Rano Raraku Volcanos" (Rano = Vulkan). Der Rano Raraku ist ein erloschener Vulkan mit einer Höhe von bis zu 150 Metern. Der Südosthang des kegelförmigen Berges ist stellenweise eingebrochen, sodass eine steile Abbruchkante entstanden ist. An den Hängen des Vulkanes sind heute noch die Steinbrüche zu sehen, aus denen fast alle Moais (Steinfiguren) der Osterinsel stammen. Rund 300 mehr oder weniger fertiggestellte Statuen stehen in halber Höhe des Hanges rund um den Kraterrand. In dem ovalen Krater befindet sich ein Süsswassersee der mit dichtem Totora-Schilf bewachsen ist. Der Eintritt zu diesem Ort kostet unglaubliche 30'000 CHP was aus unserer Sicht viel zu viel ist! Für Chilenen kostet der Eintritt 10'000 CHP... Das Ticket ist jedoch für fünf Tage gültig und kann für den Besuch der Siedlung auf dem Vulkan Rano Kao benutzt werden. Der Rano Raraku war aus meiner Sicht einer der schönsten Moai Fundstätte die wir besucht haben.

Wir fuhren nun an der Küste entlang Richtung Hanga Roa. Hier hätten wir weitere Zeremonialplattform besuchen können. Jedoch waren die meisten zerstört. Wir entschieden uns weiter zu fahren um dafür den Sonnenuntergang beim Ahu Akivi zu geniessen.

Der Tag war echt gelungen, zurück beim Campingplatz kochte Roger wieder ein feines Abendessen. Der Abend verbrachten wir mit Karten spielen mit Tim, Kirsten, Jake und Namen vergessen.

PADI Open Water Lizenz
18.07.2010

Das Meer war ruhig, das Wetter war gut. Ab unter Wasser. Die restlichen zwei Prüfungen Unterwasser waren schnell geschafft. Als Belohnung hatte Mario Ersatztauchflaschen mitgenommen. Wir machten einen zweiten Tauchgang zur Moai Statue die Unterwasser lag. Unser erster richtiger Dive ohne Übungen. Viele Fische waren zu sehen inklusiv einem Fisch der aussah wie ein Stein. Auch der Unterwasser Moai war kuul. Da Mario die Unterwasserkamera vergessen hatte bot er uns an morgen nochmals ein Dive Gang mit uns zum Moai zu machen. Kuul!

Nach den zwei Tauchgängen assen wir wieder mal eine Empanda bei unserem Lieblings Empandana Stand (Der Grüne). Der restliche Tag nutzen wir zum relaxen und halfen Mika beim Zeltaufstellen. Kyohei flog heute zurück nach Santiago. Mika wird daher die restlichen drei Tage auf dem gleichen Campingplatz wie wir verbringen. Mika fliegt am Mittwoch zurück nach Santiago.

Tauchgang und Wanderung auf den Rano Kao Krater
19.07.2010

Der heutige Tauchgang gelang von allen am besten. Wir waren rund 30 Minuten unter Wasser. Normalerweise ging uns nach zirka 20 Minuten die Luft aus. Mit uns tauchte heute auch Tim vom Campingplatz.

20100719-EasterIsland-MikeRapuDiveStore-6.jpgNach dem Tauchgang machten wir ein Foto mit dem gesamten Mike Rapu Dive Team. Mit Mario gingen wir danach ein fettes Empanada Essen. Die Lizenz konnte uns Maurizo heute nicht ausstellen das es Probleme mit der PADI Datenbank gab. Er versicherte uns, dass es bis morgen klappen wird.

20100719-EasterIsland-Wanderung-Orongo-26.jpgNach dem wir uns Verpflegt und von Mario verabschiedet hatten wanderten wir mit Mika auf den Rano Kao Krater. Der erloschene Vulkan ist bis zu 320 Meter hoch und befindet sich im Südwesten der Osterinsel, unterhalb von Hanga Roa. Der Durchmesser des Kraters beträgt zirka 1.6 Kilometer. Ziemlich gross also. Der Krater ist wie der „Rano Raraku" Krater mit Süsswasser gefüllt und mit viel Totora-Schilf bewachsen. Am Südwestlichen Krater Rand befinden sich die Überreste der Kultstätte Orongo mit zirka 53 Häusern und zahlreichen Felszeichnungen des Vogelmannkults. Die Häuser sind aus flachen Natursteinplatten errichtet, die im Erdreich verankert und ohne Mörtel aufeinander geschichtet worden sind.

Von der Kultstätte aus hatten wir ebenfalls ein überwältigender Blick über den pazifischen Ozean und den drei der Küste vorgelagerten Inseln - Motu Kaokao, Motu Iti und Motu Nui. Gemütlich liefen wir vor dem ein dunkeln wieder zum Dorf zurück. Insgesamt benötigten wir 45 Minuten um auf den Kraterrand zu laufen und zirka 30 Minuten um in das Dorf zurück zu kehren.

Verkauf des Zeltes und Abflug
20.07.2010

20100720-EasterIsland-Airport-2.jpgAm Morgen um sieben Uhr packten wir alles zusammen. Das Zelt liessen wir noch ausgelegt damit es trocknen konnte. Eigentlich wollten wir unser Zelt verkaufen, der Campingplatz Besitzer wollte es aber nicht. Doite sei eine crap Marke meinte er. Toll. Ok egal dann verkaufen wir es halt in Santiago dachten wir. Jedenfalls müssen wir noch unsere Taucherlizenz abholen gehen. Als Jux Fragten wir im Tauchcenter ob jemand ein Zelt kaufen möchte. Ein Tauchlehrer hatte Interesse, toll nochmals zurück laufen Zelt zusammen packen und los. Schlussendlich verkauften wir das Zelt für 20'000 CHP und die Schlafmatten für 10'000 CHP. Insgesamt machten wir zirka 32'000 CHP Rückwerts. In Santiago versuchen wir dann noch den teuren Gaskocher zurück zu geben. Diesen konnten wir ja nicht benützen da wir kein Gas dafür fanden... Durch diese Verkaufsaktion verloren wir wertvolle Zeit. Wir kamen ein bisschen zu spät zum Campingplatz zurück. Der Gratistransport war bereits weg. Wir mussten also ein Taxi nehmen da die Zeit langsam knapp wurde. Schlussendlich war es dann jedoch kein Problem den Flug zu erwischen. Wir verabschiedeten uns schweren Herzens von Mika die uns bis zum Flughafen begleitet hatte. 

Wir hatten eine tolle Zeit auf der Osterinsel, waren nun aber ein wenig ausgepowert. Die nächsten Tage in Santiago werden wir ruhig angehen. Die Pläne mit der Reise in den Süden von Chile strichen wir komplett. Relaxen und Kleiderwaschen war nun angesagt. 

Fotoalbum

20100703-EasterIsland-4.jpg
20100703-EasterIsland-4.jpg
EasterIsland

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Unsere Tour

  • Route: Ganze Insel besucht 
  • Reisezeit: Juli 2010
  • Temp.: 15° bis 25°

Sehenswürdigkeiten

  • Zeremonialplattformen
  • Moais
  • Anakena Beach
  • Unterwasserwelt! Bis zu 60 Meter klare Sicht!
  • Vulkane
  • Höhlen
  • Sonnenfinsternis ; )

Währung

  • CHP 500$ = 1.0127 CHF
  • Stand 25.07.2010

Strecken

  • Zu Fuss
  • Taxi: ø 8'000 - 15'000$ CHP
  • Auto: ø 28'000 CHP

Verpflegung

  • Shop: Normal - 1 Packung Nudeln kosten ø 980$ CHP

Unterkunft

  • Campingplatz: 5000$ CHP

Internet

  • Internetcafes: 15 Min ø 500$ CHP
  • WLAN teils vorhanden
 
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