Bolivia OnTheWayToLaPaz
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Wir besuchen La Paz, Potosi, Uyuni, Sucre und machten eine drei Tägige Salzsee und Lagunen Tour.
Mit der Bus Firma „Colectur E.I.R.Ltda." verliessen wir für 25 Soles Puno Richtung Bolivianische Grenze. Die Fahrt dauerte bis zur Grenze zirka zwei Stunden. Die Grenzüberquerung war bis jetzt die unkomplizierteste. Auf der Peruanischen Seite mussten wir den Ausreisestempel abholen und dann zirka 500 Meter über die Grenze laufen um im Bolivianischen Einreisebüro den Einreisestempel zu bekommen. Für unser Gepäck hat sich niemand interessiert. Nach einer weiteren kurzen Fahrt im Bus kamen wir in Copacabana an. Dort hatten wir eine Stunde Aufenthalt. Es sah eigentlich alles genau gleich aus wie in Peru. Es hatte nur weniger Verkehr und ein Bankomat existierte auch nicht – die einzige Bank in Copacabana war geschlossen am heutigen Tag. Egal wir hatten einige Soles eingetauscht in Boliviano diese reichten locker für das Mittagessen. Ein Schnitzel mit Spagetti kostete nur 25 Boliviano, was etwa 5 Franken entsprach! Und ja das Essen war auch für diesen Preis gut.
Nach dem einstündigen Aufenthalt mussten wir den Bus wechseln. Mit der Busfirma „Vicuna Travel" ging es nun auf dem direkten Weg weiter Richtung La Paz. Und wenn ich direkt meine, meine ich direkt. Wir überquerten den Titicacasee an der schmalsten Stelle nicht über eine Brücke, nein unser Bus wurde auf eine Barken ähnliche Fähre verladen und über den See gebracht. Wir durften leider nicht im Bus bleiben und wurden für 1.50 Boliviano mit einem Fischerboot übergesetzt. Eine Deutsche beschwerte sich lautstark, dass wir für die Überquerung etwas bezahlen mussten. 1.50 Boliviano / 5 = 0.3 CHF...Als wir auf der gegenüberliegenden Seite ankamen, konnten wir unserem Bus noch eine Weile bei der Überquerung zuschauen, da die „Fähre" nur mit einem normalen Fischerboot Motor angetrieben wurde. Der Bus ging aber nicht unter und wir fuhren mit ihm zirka drei Stunden bis wir in La Paz ankamen.
La Paz ist der Regierungssitz Boliviens, Hauptstadt ist jedoch Sucre. Mit einer Höhe von 3200 bis 4100 Metern ist die Stadt der höchstgelegene Regierungssitz der Erde. Die eigentliche Stadt ohne die Aussenbezirke hat zirka 896'802 tausend Einwohner. Die Innenstadt unterscheidet sich nur unwesentlich von anderen Grossstädten. Leuchtreklamen und Plakate, vielfältige Einkaufsmöglichkeiten mit internationalem Angebot und moderne Bürogebäude beherrschen das Bild. Die Stadt La Paz machte auf mich einen besseren Eindruck als Lima. Desweiteren wurden auch diverse Parks angelengt wobei der Park „Porfirio Diaz Macxicado" extrem gross und sehr schön war. Von ihm hatten wir eine gute Aussicht auf die Innenstadt. Neben den Parks besuchten wir auch den „Plaza Murillo". Neben diesem Taubenverseuchten Platz, steht das Regierungsgebäude das mit riesen Bolivianischen Flaggen gekennzeichnet war.
Bei unserem Stadtrundgang wollten wir auch gleich die Bus Tickets nach Potosi kaufen. Jedoch ist dies erst am Abfahrtstag möglich – da alle Busse erst am Abend um 20:00 Uhr nach Potosi fahren. Desweiteren besuchten wir vier Anbieter, die uns jeweils ein Angebot für die Death Road Tour machten. Die meisten Touranbieter befinden sich alle an der Calle Sagárnaga und der Calle Illampu. Wir wählten schlussendlich den Anbieter Luna Tours aus. Sie machten auf uns von allen anderen Firmen den sympathischsten Eindruck. Ein weiterer Grund waren die Velos, alle Teilnehmer sowie die Guides besassen den gleichen Typ. Bei den anderen Anbietern waren verschiedene Velos im Angebot. Die Tour kostete Total 625 Bolivianos. Inklusiv war mehr als alles: Velo, Schutzausrüstung, Guide, Transport, Morgenessen, Lunch, Getränke, Mittagessen, T-Shirt, Fotos, Videos und ein Abschlussdrink im Lunatours Restaurant. In dem wir dreimal wirklich gut gegessen haben. Wir empfehlen Lama Steak J
Wie immer ein wenig Hintergrundinfos: Die „Yungas-Strasse" (Ein Teil davon wird als „Death Road" bezeichnet) wurde in den 1930er Jahren während des Chacokriegs von paraguayischen Häftlingen erbaut. Die Strasse ist zirka 69 Kilometer lang und ist eine der wenigen Strassen, die den Amazonas-Regenwald im Norden Boliviens mit der Hauptstadt La Paz verbinden. Von La Paz aus kommend, steigt die Yungas-Strasse zunächst bis auf 4650 Meter auf, um dann auf zirka 300 Meter abzufallen. Dabei windet sie sich in vielen Serpentinen über steile Berghänge. So vollzieht sich ein rascher Übergang vom kalten Wetter bis zum feucht warmen Wetter. Wobei fast alle Klimazonen Südamerikas durchquert werden. Der Abschnitt der als Death Road bezeichnet wird ist ausserordentlich schwer und unter grosser Gefahr zu passieren, weswegen sie 1995 zur „Gefährlichsten Strasse der Welt" ernannt wurde. Einer Schätzung zufolge verunglückten bis 2007 pro Monat zwei Fahrzeuge und starben jährlich 200 bis 300 Reisende an der Strasse. Deswegen sahen wir bei der Abfahrt am Strassenrand auch zahlreiche Kreuze, die die Unfallstellen markierten.
Mittlerweile wurde der gefährlichste Teil der Strecke geschlossen und durch einen neuen, asphaltierten ersetzt. Diese ist jedoch immer noch nicht ganz fertiggestellt. Diverse Streckenabschnitte sind nicht geteert. Trotzdem ist sie natürlich viel sicherer als die „Death Road". Dank dieser neuen Strasse ist die „Death Road" für die Biker etwas sicherer geworden. Trotzdem kam uns bei der Abfahrt ein Lastwagen entgegen. Aber am besten ganz von vorne.
Um 6:30 Uhr am Morgen fanden wir uns im Luna Tour Restaurant ein. Dort wartete ein reichliches Morgenessen auf uns. Kurze Zeit später traf unser Guide Octavio ein. Er teilte uns mit dass wir heute die einzigen sind die sich für die Tour angemeldet haben.
Um 07:00 Uhr brachen wir mit einem VW Bus der mit vier Bikes beladen war auf zum Pass La Cumbre. Nach zirka einer Stunde Fahrt, erreichten wir den 4700 Meter hohen Pass bei dem Alberto, der Fahrer, anhielt und die Bikes ablud. Wir zogen in der zwischen Zeit die Schutzausrüstung an. Ein Vollschutzhelm, Schienbeinschoner und Armschoner desweiteren erhielten wir Handschuhe, Hosen und eine Weste. Octavio erklärte uns darauf hin das Bike, was wir sogleich auf dem Platz austesteten.
Nach einem Foto ging es dann auch schon los. Die ersten Kilometer waren für uns nichts Besonderes. Halt wie eine Passabfahrt. Die Strasse war geteerte hatte ab und zu ein paar Schlaglöcher oder eine „Baustelle". Nach zirka 45 Minuten Abfahrt erreichten wir ein kleines Dorf Unduavi, hier mussten wir 25 Bolivianos für die Benutzung der Death Road bezahlen. Desweiteren luden wir die Velos wieder auf den VW Bus auf. Octavio meinte das es die nächsten Kilometer steil nach Oben geht, eigentlich wäre das für uns kein Problem gewesen. Jedoch konnte die Federung vorne nicht blockiert werden, was die Auffahrt ziemlich erschwert hätte.
Nach zirka 10 Minuten Fahrt bog eine nicht geteerte Strasse rechts weg. Der Beginn der „Death Road" oder auf gut Spanisch „El Camino de la Muerte". Von hier aus war der Strassenverlauf der Death Road der Eng und Steil am Abhang hinunterführte zu sehen. Wir checkten nochmals unsere Bikes und erhielten die wichtigsten Instruktionen von Octavio. Links fahren damit wir die Gefahr frühzeitig sehen können und auf die Zeichen von Octavio achten. Alberto fuhr mit dem VW Bus und dem aufgeladenem Ersatzbike hinter uns her und schoss ab und zu Fotos sowie Videos.
Die ersten Kilometer waren die gefährlichsten, sehr enge Kurven und ein rutschiger Untergrund forderten viel Konzentration. Octavio hielt an diversen markanten Stellen an, um uns diverse Unglücksgeschichten zu erzählen. An einigen Kurven oder Strassenabschnitten viel der Abhang über 600 Meter ab. Die Überlebenschance ist daher ziemlich gering. Die meisten toten Biker waren Israelis. Meistens war es Selbstüberschätzung oder sonstige Kapriolen die man auf einer solchen Strecke nicht machen sollte. Viele Kurven waren mit Kreuzen übersatt, dies waren jedoch nicht nur Biker sondern vor allem auch Busse oder Autos. Der schlimmste Unfall ereignete sich am 24. Juli 1983, bei dem ein Bus ins Schleudern geriet und ein Abhang hinunterstürzte, woraufhin 100 Insassen starben.
Nun genug von Tod und Anstrengung. Die Abfahrt ist ohne Probleme zu bewältigen wenn man sich konzentriert und weiss wo seine eigenen Grenzen liegen. Die Abfahrt bietet von oben bis unten eine wunderbare Aussicht auf die zunehmende Vegetation. Nach zirka zwei Stunden abfahrt inklusiv einem Lunch erreichten wir das Ende der Death Road. Hier war das Dorf Yolosa auf 1200 Metern. Ab hier ging es wieder mit dem VW Bus weiter Richtung Coroico. Ein Erholungsort auf 1700 Metern. Hier wartete ein „all you can eat buffet" sowie eine heisse Dusche auf uns.
Nach zirka zwei Stunden Aufenthalt traten wir die Rückreise nach La Paz an. Nicht über die Death Road sondern über den „neu" gebauten Streckenabschnitt. Die Fahrt dauerte über drei Stunden. Grund war einerseits die Höhendifferenz und die neue Strasse die teilweise nicht geteert war. Sehr wahrscheinlich ging das Geld aus, daher reichte es nur für die Fertigstellung von ¾ der Strasse. Obwohl man für die Benutzung etwas bezahlen muss! Octavio meinte er weiss auch nicht wo das Geld wirklich hinfliesst auf jedenfalls nicht in den Strassenbau ; ) Vor La Paz fragten wir Octavio ob er einen guten Aussichtspunkt kennt, damit wir ein Foto der Stadt machen können. Octavio führte uns daraufhin wohl zum besten Spot. Es war ein kleiner Park mit Rundumsicht auf La Paz. Der Park hiess „Mirador Kili Kili".
Als wir zurück im Luna Restaurant waren, erhielten wir die Fotos und die Videos die Alberto angefertigt hatte sowie ein Free Drink. Der Ausflug war tiptop und hat sich auf jeden Fall gelohnt. Luna Tours macht das wirklich super! Sehr zu empfehlen falls ihr auch einmal die Death Road runter heizen wollt.
Neun Stunden mit dem Bus von La Paz und die einst reichste Stadt des Kontinents und heute noch höchste der Welt ist erreicht. Sie liegt auf 4070 Meter am Fuss des Cerro Rico. Diesem „reichen Hügel" verdankt sie ihre Gründung im Jahr 1545, denn damals entdeckten die Spanier seine ergiebigen Silberadern. Heute leben immer noch viele der gut 170'000 Einwohner vom Silberschürfen in Kooperativen, eine harte und gefährliche Arbeit. An den alten Reichtum erinnern in der Stadt noch ein Dutzend reich geschmückter Barockkirchen und viele balkonverzierte Kolonialhäuser. Wir wählten für die lange Fahrt über Nacht von La Paz nach Potosi die Bus Firma Boliviano Trans. Copacabana S.A. aus. Kostenpunkt 50 Bolivianos. Mit einer Halbestunde Verspätung und einer defekten Bus Toilette ging es um 21:00 Uhr los. Wir erreichten Potosi um zirka 06:30 am Morgen und liessen uns mit einem Taxi zum Hostel Casona Potosi fahren.
Hier bewahrheitete sich was wir im Voraus über Hostelbookers über die Hostels in Potosi gelesen haben. Das Personal ist so was von unfreundlich das haben wir bis jetzt noch nie erlebt. Einziger Plus Punkt Heizung in den Zimmern und wir bezahlen pro Nacht total 90 Bolivianos. WC-Papier sowie eine kleine Stadtkarte mussten wir gegen Bolivianos erwerben. Das Hostel wirbt auch gross mit Touren und Auskunft für Touristen – wir wollten ein Taxi nach Sucre buchen aber die Angestellte meinte das geht nicht obwohl wir vor 10 Minuten im Reisebüro Koala Tours den Tipp erhalten haben ein Taxi nach Sucre zu nehmen und nicht der Bus – da es etwa gleich viel kostet. Wir kehrten nochmals zum Reisebüro Koala Tours zurück, in dem wir eine Wander Tour sowie die Minen Tour buchten. Sie meinte wir sollen zu ihr kommen, dann bestellt sie uns ein Taxi, das sei kein Problem. Die Hostel Angestellten seien As#h### ; )Da wir bei Koala Tours zwei Touren buchten erhielten wir 20 Bolivianos Rabatt für die Wandertour bezahlten wir 150 Boliviano und für die Minen Besichtigung 90 Boliviano. Im Preis inbegriffen ist ein Englischsprachiger Guide, Verpflegung sowie für die Minen Tour eine Komplettausrüstung.
Um 09:00 Uhr am Morgen fanden wir uns beim Reisebüro Koala Tours ein. Roger ging es heute bereits besser – er hatte einen Tag zuvor Durchfall und den Nahrungsmittelhusten. Unser Guide der uns noch ziemlich ans Herz wachsen wir hiess Reynaldo. Wir erhielten die versprochene Verpflegung – Lama Burger, Saft und Snacks. Mit einem Taxi fuhren wir zum Stadtrand genauer zur Zona Circurualacion. Von dort aus begann unsere neun Stunden Wanderung in das Gebirge von Potosi.
Reynaldo konnte gut Englisch daher war die Verständigung kein Problem. Er hat es durch die Touristen gelernt. Wäret der Wanderung erzählte uns Reynaldo von sich. Er hat über vier Jahre in den Minen gearbeitet und hat 10 Geschwister. Wobei der älteste Bruder tödlich in den Minen verunfallt ist. Heute arbeitet er nicht mehr in den Minen führt jedoch die Touristen hinein. Zum Beispiel uns am nächsten Tag.
Zurück zur Wanderung. Wir stiegen steil auf bis zu einem Stausee. Es existieren rund um Potosi ein paar Stauseen, diese Garantieren den Trinkwasservorrat. Gebaut wurden gewisse bereits in der Kolonialzeit. Wir folgten einem Flusslauf weiter hinauf in das Gebirge. Neben uns grasten Lamas und Alpakas. Bei einer Flussgabelung zeigte uns Reynaldo ein einfaches Spiel. Zirka 10 Meter von uns entfernt hatte es in einem Felsen ein kleines Loch. Ziel war es einer von maximal drei Steinen hineinzuwerfen. Schafft man es nicht, tritt der Mythos in Kraft das man von der Wanderung müde zurück kehren wird. Zuerst versuchte es Roger, leider verfehlte er nur knapp das Loch. Danach war Reynaldo dran, er versenkte ein Stein. Wie Roger habe ich auch knapp nicht getroffen.
Nach diesem kleinen Spiel wanderten wir weiter und hielten bei einer kleinen Siedlung an. Begrüsst wurden wir von einem älteren Bauer. Reynaldo sprach mit ihm in Ketschua. Der Indigen Sprache. Bevor er jedoch diverse Fragen stellte die uns interessierten, tauschte er Kokablätter aus – ein Brauch der in Bolivien überall zu sehen war. Ich kaufte mir für Sophia desweiteren noch einen selber gestrickten Beutel der wie ein Lama aussah. Nach einer herzlichen Verabschiedung ging es weiter.
Wir passierten einen kleinen Bergsee und eine Sumpfartige Ebene. Da es nun schon bereits ein Uhr war, rasteten wir geschützt vor dem doch kalten und starken Wind hinter einem Felsen und assen unsere Lama Burger. Der ausgezeichnet schmeckte. Wir unterhielten uns währenddessen über diverse Dinge. Zum Beispiel über den Armeedienst in der Schweiz und Bolivien. In Bolivien muss jeder Mann ein Jahr in den Dienst. Dieser sei im Fall von Reynaldo ziemlich locker. Hauptaufgabe sei die Rodung von illegalen Kokaanbauten. Wir unterhielten uns desweiteren über die Minenarbeit, die Fussball WM, seine Familie usw. Reynaldo wurde für uns von einem Guide immer mehr zu einem Freund.
Nach der feinen Verpflegung nahmen wir noch den „Gipfel" in Angriff der auf zirka 5000 Meter über Meer lag. Von Oben hatten wir einen wunderbaren Ausblick über die umliegende Landschaft. Nach ein paar Gipfel Fotos machten wir uns auf den Heimweg. Wir folgten nicht dem gleichen Weg zurück sondern wanderten auf der gegenüberliegenden Talseite zurück nach Potosi. Auf dem Weg begegneten wir wiederum Lama und Alpaka Herden die jedoch auf dieser Seite mit Stofffetzen geschmückt waren. Es Kennzeichnet der Besitzer und das Alter der Tiere. Reynaldo hatte vier Kinder gefragt die zu uns liefen als sie uns sahen. Wir spendeten den Kindern ein Teil unserer restlichen Verpflegung. Die sie dankbar und hastig an sich riesen.
Wir erreichten gegen Sonnenuntergang den Cerro Rico. Von hier waren die Minen gut zu sehen. Die hellen Stellen kennzeichnen die Eingänge. Vom Cerro Rico nahmen wir uns ein Colectivo das uns zurück nach Potosi brachte. Wir tauschten auf dem Heimweg mit Reynaldo unsere Adressen aus und dankten ihm für den super Tag. Desweiteren wünschten wir in der Reiseagentur Koala Reynaldo als Minentour Guide. Leider erhielten wir aber keine definitive Zusage nur ein vielleicht. Wir verabredeten uns jedoch für ein Morgenessen. Reynaldo wollte uns unbedingt noch ein typisch Einheimisches Morgenessen zeigen.
Nach einer genialen Wanderung mit Reynaldo hofften wir heute das wir ihn wieder als unseren Guide für die Minen begrüssen durften. Um 08:20 mussten wir beim Koala Tour Reisebüro sein. Bis es dann wirklich losging und jeder Touri da war wurde es fast 09:00 Uhr.
Ein kurzer Einschub zur Frage ob ein Besuch der Minen in Potosi nicht unangebracht sei. Bevor wir überhaupt die Grenzen von Bolivien erreichten, hörten wir Horrorgeschichten über die Minen in Potosi. Kinderarbeit, halbe Sklaverei und wenig Geld für die Arbeit. All diese Dinge treffen zu, jedoch vor allem auf die Kolonialzeit. Wir haben uns jedoch im Voraus reichlich Informiert und auch durch unseren Guide Reynaldo viel Erfahren. Ein normaler Minenarbeiter verdient pro Monat im Durchschnitt 2000 Bolivianos. Ein einfacher Polizist verdient im Vergleich nur 600 Bolivianos im Monat. Desweiteren wird zwischen Privaten und Kooperativen Minen unterschieden. In den Privaten Minen erhalten die Arbeiter Schutzausrüstung und neuzeitliche Minenarbeitsgeräte. Normalerweise wird im achtstunden Schichtbetrieb gearbeitet und die Minen seien grösser und sicherer. Alle Mineralien Silber, Kupfer etc. gehört der Firma also nicht dem Arbeiter der die Mineralien findet.
In Kooperativen arbeiten Gruppen in unterschiedlicher Grösse zusammen in gewissen Minenabschnitten. Es existieren auch Familien die einen Minenabschnitt gekauft haben – eine solche haben wir zum Beispiel in der Mine angetroffen. Findet ein Arbeiter Mineralien kann er diese behalten und teilt den Ertrag mit seiner Arbeitsgruppe. Desweiteren erhalten Arbeiter die länger als 25 Jahre in der Mine gearbeitet haben Unterstützung vom Staat, jedoch nur wenn sie von ihrem Monatlichen Lohn einen kleinen Betrag abgeben.
Eine Mine ist staubig, die Luft ist schlecht und die Arbeitsbediendung in einem Büro ist sicher viel besser das ist definitiv so. Die Arbeitsbedingungen sind leider nicht mit Europa vergleichbar. Noch immer stirbt im Durchschnitt ein Minenarbeiter pro Tag. Davon 70% an Staublunge, 30% an Unfällen innerhalb der Minen, wie etwa Explosionen. Die meisten Arbeiter haben ausser einem Helm keine Schutzkleidung. Atemmasken haben wir nur zwei gesehen und nur sehr wenige tragen zum Schutz ein Tuch vor dem Mund, da dieses aufgrund der grossen Höhe und dem damit verbundenen niedrigen Sauerstoffgehalt das Atmen noch zusätzlich erschwert.
Wir wurden zuerst Ausgerüstet mit Helm, einer Lampe, einer Jacke und einer Überzugshose. Desweiteren wurden wir in Gruppen aufgeteilt. Unser Guide war.... Reynaldo! Jihaa desweiteren wurden uns noch drei junge Engländer zugeteilt. Wir besuchten zuerst den Markt der Mineros. Dieser gilt als einziger öffentlicher Markt der Welt, auf dem JEDER, egal ob Kind oder Erwachsener, Einheimischer oder Tourist, legal Dynamit kaufen kann. Desweiteren kaufen die Mineros hier normale Getränke, 96-prozentigen Alkohol, extrem starke Zigaretten, Essen und Kokablätter. Den 96-prozentigen Alkohol trinken die Mineros immer freitags zum Ausklang der Woche.
Da es Sitte war den Minenarbeiter etwas mitzunehmen, kaufte jeder von uns eine Dynamitstange natürlich mit Sprengstoff Verstärker sowie ein Getränk. Alles in allem kostete das ganze 70 Bolivianos. Eine Dynamitstange alleine kostet 20 Bolivianos. Nachdem wir uns noch kurz auf dem Marktplatz verpflegt hatten, ging es weiter zu einer Silber Verarbeitungsstelle. Hier erklärte uns Reynaldo den Ablauf der Silbergewinnung. Jedoch wird das Endprodukt erst in Europa gewonnen. In Bolivien wird nur das Silber behelfsmässig herausgelöst und in Form eines Dreckklumpens nach Europa gesendet. Die Firma machte wirklich einen behelfsmässigen Eindruck.
Nach dem wir nun wussten was mit dem Silber geschah dass aus den Minen geschafft wurde, stand der Besuch einer Kooperativen Mine auf dem Programm. Nach einer kurzen Fahrt zum Cerro Rico ging es auch schon los. Wir gingen durch einen nicht allzu hohen Mineneingang hinein. Kurz zuvor passierte ein Förderwagen mit drei Minenarbeitern den Eingang. Anfangs war die Mine gut ausgebaut und abgestützt. Der Erste Abschnitt stammte noch aus der Kolonialzeit. Weiter im Berg wurde der Zustand der Mine schlechter. Gewisse Balken waren gebrochen. Dadurch musste man gebückt weiter gehen, jeder schlug bestimmt mehr als einmal mit den Helm an. Logischerweise wurde die Luft immer schlechter und es wurde richtig warm bzw. heiss. Jeder Minenarbeiter der uns begegnete wurde gefragt wie lange er heute schon arbeitet und wie lange er noch muss. Die meisten fingen um 09:00 Uhr an und beenden ihre Arbeit voraussichtlich um 16:00/17:00 Uhr.
Reynaldo erklärte uns das Vorgehen der Erzgewinnung. Die meisten Gruppen in den Kooperativen arbeiten noch wie in den Altenzeiten. Mit Meisel, Hammer und Dynamit. Da Reynaldo uns alles zeigen wollte, gingen wir bis in die viert unterste Ebene der Mine. Dafür mussten wir ziemlich Enge Abgänge passieren. Roger meinte zuerst das er bei einem Abgang nicht durch passen wird ; )
Auf der vierten Ebene war es dann wirklich heiss und stickig. Auch hier begegnenden wir immer wieder Minenarbeiter die genau gleich Ausgerüstet waren wie wir. Gewisse hatten jedoch ihre Jacken ausgezogen und arbeiteten halb Nackt. Auch hier gab es wieder die Förderwagen die hin und her fuhren. Teilweise wie im Film Indiana Jones. Auf einem Video das wir gedreht haben, hielten wir die Förderwagenfahrt fest.
Zum Schluss halfen wir einem bereits 54 Jahre alten Mann der schon über 40 Jahre in der Mine arbeitet beim Meisseln. Die Mine war durch eine Holztür abgetrennt. Er teilt seine Mine mit seinen Kindern. Bei ihm lagen zirka sechs Säcke voll mit Steinen die Silber enthielten. Reynaldo fragte ihn nach dem Ertrag der Säcke. Daraufhin meinte er dass er pro Kilo zirka 18 Bolivianos bekommt. Nach zirka zwei Stunden Mine besuchten wir noch den Schutzpatron der Mineros. Dieser war mit Kokablättern, Bierdosen und sonstigem Zeugs überhäuft. Es sollen Geschenke darstellen damit der Minero wieder gut aus der Mine kommt. Auch bei einem grossen Silber Fund wird der Schutzpatron beschenkt.
Als wir wieder beim Ausgang ankamen führte uns Reynaldo noch eine Sprengung mit Dynamit im freien vor. Was einen riesen Knall auslöste. Also unbedingt beim Minero Markplatz genug einkaufen ; )
Die Tour war sehr interessant, eindrücklich und zeigte auf was die Bergarbeiter leisten. Da wir gleich Ausgerüstet waren wie die Minenarbeiter ohne Atmungsschutz, waren wir ziemlich nahe an der Realität. Kinder haben wir bei unserer Minentour nicht gesehen obwohl wir bis in die vierte Ebene vorgedrungen waren. Wir empfehlen jedem diese Tour mitzumachen. Jedoch sollte jedem bewusst sein, dass es kein reiner Spass ist. Die Arbeitsbedienungen sind nicht optimal. Zudem ist die Tour auch körperlich anstrengend. Desweiteren haben wir Wasser und extrem enge, zum Teil nur ein meterhohe Schächte passiert. Jedoch ist ein zweiter Guide dabei der die Umkehr ermöglicht. Desweiteren empfehlen wir eine Wasserflasche sowie Tuch für den Atemschutz mitzunehmen.
Noch eine weitere Frage die wir Reynaldo gestellt haben: Da der Berg inzwischen schon völlig durchlöchert ist, schätzt Reynaldo, dass noch zirka 10 Jahre abgebaut werden kann. Wenn irgendwann aus dem Berg nichts mehr herauszuholen ist, wird Potosi wohl eine gigantische Geisterstadt werden.
Bevor wir jedoch Sucre besuchten, löste Reynaldo sein Versprechen ein. Wir gingen zusammen Morgenessen. Mit dem Colectivo der 1 Bolivano kostete fuhren wir zum Einheimischen Restaurant „Dona Eugenia" das berühmt für eine spezielle Suppe sein soll. Reynaldo bestellte dreimal Ckalaphurka Übersetzt von Ketschua in Spanisch: Plato de volcanica. Eine Spezialität von Potosi. Wir erhielten eine unglaublich feine Suppe mit einem heissen Vulkanstein in der Suppe der das Blubbern erzeugte. Von Reynaldo erhielten wir das Geheimrezept das wir natürlich nicht herausgeben ; ) Nach dem guten Morgenessen verabschiedeten wir uns von Reynaldo und übergaben ihm noch ein Schweizer Sackmesser. Wir hoffen, dass wir uns wieder einmal sehen werden, die Adressen sind ausgetauscht.
Mit einem Taxi fuhren wir nach Sucre für je 40 Bolivanos. Die Fahrt dauerte zweien halb Stunden. Beim Hauptplatz stiegen wir aus und erkundeten die Stadt. Viele schöne Gebäude sowie Parks waren zu sehen. Jedoch nichts ausser gewöhnliches. Nach zirka drei Stunden Stadtbesichtigung kehrten wir wiederum mit einem Taxi nach Potosi zurück.
Von unserem Hostel in Potosi liefen wir zur Bus Haltestelle die an der Av. Universitaria lag. Der 10:00 Uhr Bus war bereits bei allen Busfirmen ausgebucht. Wir entschieden uns für die Firma Diana Tours. Um 11:00 Uhr ging es los Richtung Uyuni. Der grösste Teil der Strasse bis nach Uyuni war nicht geteert, daher dauerte die Fahrt lange. Mit Einheimische ein und ausladen benötigten wir für die 200 Kilometer lange Strecke sieben Stunden. Wir beschäftigten uns mit Indiana Jones 4 zocken auf dem Natel ; ) Auf dieser langen Busreise lernten wir desweiteren noch ein Schweizer Paar kennen. Nicole und Marcel. Wir entschieden uns mit Ihnen die Salzsee und Lagunen Tour zu machen. Wir übernachteten in Uyuni im Hotel Avenida (eher ein Hostal) für 60 Bolivianos pro Nacht.
Ein Tag wendeten wir auf für die Suche einer guten Reiseagentur für die Salzsee und Lagunen Tour. Die Auswahl war riesig, es gab über 68 Agenturen. Wir besuchten aber insgesamt nur fünf Anbieter. Wobei wir uns am Schluss für die Expediciones Lipez entschieden. Der Grund war das Angebot, es war zwar ein wenig teurer, 160 sFr. pro Person, jedoch versprach der Anbieter nicht dem Touristenstrom zu folgen. Inbegriffen war ein Fahrer der auch der Guide sein soll, zwei Übernachtungen, dreimal Mahlzeit an einem Tag und natürlich der Transport durch die Pampa bis nach San Pedro de Atacama (Chile). Bevor es jedoch am nächsten Tag losgehen konnte, mussten wir noch den Ausreisestempel besorgen, der wir in Uyuni im Migrationbüro erhielten.
Am Abend gingen wir nochmals fein Essen im Restaurant Minuteman. Sehr zu empfehlen falls ihr Pizza mögt!
Um 08:00 Uhr hätte es eigentlich losgehen sollen. Jedoch traf unserer Fahrer erst um 08:45 ein. Der Chef war auch nicht da er war über das Wochenende nach Cochabamba gefahren. Daher konnten wir uns auch nicht beschweren. Auch die Kommunikation zwischen Chef und Fahrer hatte nicht geklappt. Der Fahrer wusste nichts über unser Tour-Programm. Als dann noch die zwei Schlafsäcke für unsere Schweizer Kollegen fehlte wurde es Nicole ein „wenig" zu bunt. Jedoch konnten wir nichts machen da der Chef nicht da war und die anderen Mitarbeiter nichts zu sagen hatten. Der Beginn der Tour verlief also nicht optimal. Auch der Fahrer der eigentlich noch ein Guide sein sollte war nur ein Fahrer. Alle Informationen musste man ihm aus der Nase ziehen. Schade, nicht zu vergleichen mit Reynaldo aus Potosi.
Die Stimmung besserte sich dann aber ein wenig als wir den Zugfriedhof (Cementerio de los Trenes) erreichten. Alte Dampflokomotiven verrosten langsam auf diesem Friedhof dahin. Diese Loks die vor allem aus Deutschland stammten wurden früher für den Transport von Salz und Salpeter benötigt. Die Loks gaben super Fotomotive ab.Nun ging es weiter zum letzten kleinen Dorf mit dem Namen Colchani vor dem riesigen Salzsee. Das vor allem als letzte Verkaufsstelle für Traditionelle Dinge diente. Desweiteren war ein Museum vorhanden, dass über den Abbau von Salz und die Tiere die hier leben informierte.
Nun begann der erste Höhepunkt der Tour die Überquerung des Salar de Uyuni. Mit einer Fläche von einem Viertel der ganzen Schweiz ist er die grösste Salzwüste der Welt. Den ersten Stopp auf dem Salzsee machten wir bei der Salzabbaustelle. Die Salzhaufen waren zirka einen halben Meter Hoch und warteten auf den Abtransport. Ein paar Kilometer weiter sprudelte laufwarmes Wasser in mitten des Salzsees, dieser Ort wird „Ojos del Salar" genannt. Vulkanische Aktivität die wir auf dieser Tour noch oft zu sehen bekamen.
Danach fuhren wir hinein in die Salzwüste. Das gleissende Weiss und die unglaubliche Grösse der Salzwüste waren unglaublich beeindruckend. Wir haben viele Bilder gesehen aber wirklich hier zu stehen, mitten in diesem schier unendlichen Weiss ist einfach der Hammer. Man weiss nicht, wo das Salz aufhört und der Horizont anfängt. Wir fuhren Richtung Vulkan Tunupa, dort wollte unser Fahrer noch hoch aber wir wollten mehr Zeit auf dem Salzsee verbringen und ausserdem waren wir eine Stunde hinter dem Zeitplan. Jedoch sahen wir beim Vulkan Flamingos die in der Nähe des Salzsees irgendetwas assen ; )
Eigentlich wollte unserer Fahrer nun auf die Insel „Isla de Pescadores" (Oder auch „Isla Incawasi") die Populärste Insel in mitten des Salzsees. Wir wollten jedoch einen Zwischenhalt auf einer speziellen Insel machen, wo sich keine Touristenmassen aufhalten. Ausserdem war auf unserer Insel noch ein Geocache versteckt. Die Insel wurde von dem Cache Inhaber „Isla del Tesoro Perdido" getauft. Sie liegt zirka 15 Kilometer neben der „Isla de Pescadores". Bietet ebenfalls alles was die Touriinsel bietet. Eine wunderbare Aussicht und die bekannten Kakteenfotos. Nach dem wir uns ungefähr eine Stunde auf der Insel aufgehalten haben fuhren wir weiter zur Touriinsel wo unserer Fahrer uns ein super Essen auftischte. Danach machten wir die bekannten Salzsee Fotos mit der optischen Täuschung.
Letzter Anlaufpunkt an diesem Tag war ein „Museum" mit dem Namen „Ingresoa a las Galaxias" das ausserhalb und im Süden des Salzsees lag. In diesem „Museum" waren zwei Dinge zu sehen, eine kleine Grotte und ein Pueblo aus dem Jahre 2000 v.Chr. das in einer Höhle errichtet wurde. Wir genossen desweiteren an diesem Ort den Sonnenuntergang. Ein weiteres Highlight vor allem für uns Männer war ein toter Esel der noch ziemlich gut erhalten war ; )
Der erste Tag fing nicht optimal an aber war schlussendlich doch gelungen. Wir übernachteten in „San Pedro de Quemes" in einem Salzhotel das der Reiseagentur Lipez gehörte. Alles war aus Salz. Das Bett, die Tische, die Stühle, die Baar, die „Ziegelsteine" einfach alles. Die Unterkunft war sehr gemütlich und wir haben super geschlafen.
Am Morgen ging es bereits um 07:00 Uhr weiter, weg vom Salzsee hinein in die Steppenlandschaft. Auf dem Tagesprogramm standen diverse Lagunen und Felsformationen. Das Schlussbukett sollte dann die Lagune Colorada sein.
Am zweiten Tag hielten wir immer wieder an. Zuerst am „Valle de rocas" – eine Gegend mit bizarren Steinformationen. Es war jedoch Lava das vor sehr sehr sehr langer Zeit in das Meer Floss und erstarrte. Danach hielten wir an den verschiedenen Lagunen an. Jede Lagune hatte eine eigene Farbe, diese ändert sich je nach Salzgehalt, Mineralienart oder Algenart. Die berühmtesten Lagunen die wir auf unserer Reise noch sehen werden erhielten durch die Farbe ihren Namen: Laguna Blanca, Verde und Colorada.
Eine weitere Lagune die wir besuchten nannte sich Laguna Hedionda (stinkende Lagune). Diese Lagune war extrem schwefelhaltig. Rauchen war durch ein Warnschild verboten. Schade dass es diese viele Lagunen in einigen Jahren wahrscheinlich nicht mehr geben wird. Die meisten trocknen durch den Klimawandel aus. Zurück bleibt dann nur noch eine Salzkruste.
Tiere waren in dieser Kargen Gegend nur spärlich vorhanden. Ein paar Vögel, wenige Flamingos und Vicuña (Eine Lama und Alpaka ähnliche Rasse) haben wir auf unserer Tour gesehen. Das Wetter war mittlerweile ziemlich rau geworden. Ein kalter Wind blies uns um die Ohren und sobald die Sonne weg war vielen die Temperaturen unter 0 Grad. Was aber logisch ist auf einer Höhe von zirka 4000 Metern – für uns kein Problem wir waren gut ausgerüstet.
Bevor wir die Laguna Colorada erreichten passierten wir den „árbol de piedra". Ein bekannter Stein der aussah wie ein Baum. Kurz vor dem Sonnenuntergang erreichten wir die Laguna Colorada. Ab dort begann der Nationalpark „Eduardo Alvaroa". Der Eintritt kostete 150 Bolivianos. Wir luden schnell unser Gepäck ab dem Jeep da wir gleich bei der Lagune in einer kleinen Siedlung übernachteten. Danach machten wir uns auf den Weg zur Lagune. Die Farbe des Wassers war wirklich feuerrot. Traumhaft. Wir konnten gerade noch ein paar Fotos schiessen bevor die Sonne unterging.
Da wir eine Private Tour gebucht hatten ging es bei uns erst um 08:00 Uhr am Morgen weiter. Der Grund war das die Lagune Verde erst gegen Mittag die grüne Farbe erhält. Vor der Lagune standen jedoch noch zwei weitere Attraktionen auf dem Programm. Wir besichtigten zuerst die „Geysers sol de manana" dort Bluberte und Dampfte es aus allen Löchern. Da wir in Bolivien sind konnte man auch ganz ganz nahe ran ; )
Weiter ging es zu den „Aguas Termales" wo ich als einziger ein Bad im schön warmen Wasser genoss, mit einer fantastischen Aussicht auf die Herumliegenden Berge. Nach dem Bad schmeckte ich ein wenig nach einem Vulkan.
Nun ging es ab zum letzten Highlight der Tour, die „Laguna Verde" mit dem eindrücklichen Vulkan Lincacabur im Hintergrund. Der auch von der Chilenischen Seite noch gut zu sehen ist. Gleich neben der „Laguna Verde" ist die „Laguna Blanca" der Farbunterschied war deutlich zu sehen. Die „Laguna Verde" erstrahlte in einem hellen Grün. Traumhaft. Wir hatten über eine Stunde Zeit und erhielten das letzte selber gekochte Mittagessen das hervorragend schmeckte. Nun ging es weiter zur Bolivischen Grenze. Diese lag nur noch 15 Minuten entfernt.
Als wir beim Grenzposten ankamen mussten wir eine Stunde auf unseren Transport nach San Pedro de Atacama warten. Wir tauschten unsere restlichen Bolivianos in Chilenische Pesos um. Unterhalten wurden wir die restliche Zeit von einem Fuchs der überhaupt nicht mehr scheu war. Nicole fütterte den Fuchs mit Brot. Punkt 15:00 Uhr wurden wir von einem Chilenischen Fahrer abgeholt. Die Gegensätze Chile - Bolivien war jetzt bereits klar zu erkennen. Die Strassen waren geteert und beim Fahrzeug funktionierte wieder alles – Tankanzeige, Geschwindigkeitsanzeige usw. Nach zirka 30 Minuten Fahrt erreichten wir San Pedro de Atacama. Wir beschufen den Einreisestempel desweiteren wurde unser Gepäck kontrolliert. Die Kontrolle war aber kurz und verlief ohne Probleme. Danach wurden wir zu unserem bereits im Voraus gebuchten Hostel Solor gebracht. Pro Nacht zahlten wir hier im Vergleich zu Bolivien viel mehr. Nämlich 15000 Chilenische Pesos pro Person (Umrechnen geht ganz „einfach" 3x Null streichen und der Rest x2 oder den ganzen Betrag geteilt an 500).
Der Kainis Senf ist wirklich seit langem ausgegangen ; ) Seich, wir danken dir für dein Kompliment.

Lange nicht mehr meinen Senf zu gegeben, aber immer noch neidisch auf die Jungs ;D Muß aber neidlos zugeben, solche Fotos würd ich in drei Leben nicht hinkriegen ;)