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Mexiko - Yucatán
22.04-10.05.2010

Wir werden uns zweieinhalb Wochen auf der Halbinsel Yucatan herumtreiben. Neben den Sandstränden werden wir primär die Mayatempel besuchen.

Cancun
22-24.04.2010

Nach ziemlich unangenehmen zehn Stunden Flug mit der US Airways kamen wir in Cancun an. Hier erwartete uns eine sehr lange Einreisekontrolle, bevor wir das Flughafengelände verlassen konnten. Wir standen über eine Stunde bei der Passkontrolle an und danach ca. eine Stunde um das Gepäck beim Verlassen des Flughafens nochmals prüfen zu lassen. Als wir dann draussen ankamen mussten wir feststellen, dass es in Hawaii betreffend Temperatur noch angenehm war. Hier ist es „Todes heiss" und dazu tropisch schwül. Dazu später mehr. Beim Flughafenausgang warteten dutzende Shuttlefahrer / Taxifahrer auf die ankommenden Gäste. Mit einem Shuttlefahrer kamen wir ins Gespräch. Er verlangte 40 USD bis zu unserem Hostel. Eigentlich haben wir von einem Bus gelesen der in die Nähe unseres Hostel fahren sollte. Jedoch fanden wir die Station nicht und der Shuttlefahrer meinte, dass es keinen Bus von hier in die Stadt gäbe (wahrscheinlich schon?). Egal wir waren sowieso „hundemüde" und nahmen das Shuttle. Wir konnten ihn jedoch noch auf 30 USD „herunter märten".

Wir übernachteten zwei Nächte in Cancun Downtown im Haina Hostel für 18$ pro Nacht. Das Hostel war eigentlich so weit so gut mit einem netten hilfsbereiten Besitzer. Wir hatten einen Privatraum mit Klimaanlage, TV, Bettwanzen und Bad. Die Bettwanzen waren nur auf meinem Bett - diese haben mich dann in der ersten Nacht fast aufgegessen. Der ganze Körper war/ist noch mit roten Punkten übersät. Ab jetzt werde ich meine Bettunterlage besser prüfen.

20100423-Mexiko-Cancun-10.jpgWir gingen zweimal in Cancun Downtown essen. Eigentlich eine sehr gemütliche Gegend, zwischen modern und doch nicht. Uns hat es jedoch sehr gefallen. In diversen Restaurants spielten Mexikanische Musikkanten mit Gitarre und Trompete um die Wette. Wir assen zweimal sehr gut und billig zu Abend. Natürlich haben sich neben der Vorschrift noch zwei weitere Dinge geändert, die Landeswährung ist Peso. 1 Peso ist ungefähr. 0.10 sFr. und sprechen tun sie hier alle spanisch. Und diese Sprache beherrschen wir nicht gut, jedoch schlagen wir uns bis jetzt nicht schlecht durch. Zum Glück sprechen ein paar Einheimische auf Yucatan auch ein wenig englisch.

An unserem zweiten Tag in Cancun gingen wir an den Strand. Dazu nahmen wir den Bus der uns 7.5 Pesos kostete.

20100424-Mexiko-CancunToTulum.jpgÜbrigens das Bussystem funktioniert hier auf Yukatan super. Es existieren verschiedene Varianten, von VW Busen bis zu Cars. Diese fahren überall hin, man muss nur den richtigen Bus erwischen. Da die Einheimischen auch mit diesen Bussen fahren sind sie ziemlich günstig. Die langen Strecken auf unserer Yucatan Reise, haben wir einmal mit einem Erstklass- ADO Car und viermal mit einem Zweitklass- Car von Oriente absolviert. Der Unterschied zwischen der Erstklass und der Zweitklass: Der Zweitklass-Bus hält in mehreren Ortschaften an und lädt auch Fahrgäste an den Strassenseiten auf die mit fahren wollen, daher dauert die Fahrt länger. Der Erstklass-Bus ist etwa 10% teurer.

20100423-Mexiko-Cancun-1.jpgDie Strandpromenade in Cancun wird wie in Honolulu von den Hotelanlagen dominiert. Einziger Unterschied, verschiedene Strandabschnitte sind nicht öffentlich bzw. man gelangt nicht zum Strand, da man die Hotelanlage betreten müsste um an den Strand zu gelangen. Jedoch sind zehn öffentliche Strandabschnitte vorhanden. Wir waren am Strandabschnitt drei. Viel Strand war nicht vorhanden jedoch umso mehr blaues, warmes Meerwasser. Wir verbrachten den ganzen Tag mit faulenzen und baden und Wanzenbisse zählen ;)

 

Tulum
24-30.04.2010

Nach Tulum gelangten wir vom ADO Busterminal mit einem Secondclass Bus von Oriente. Kostenpunkt 100 Peso für zirka zwei Stunden Busfahrt. In Tulum übernachteten wir im Hostel "Lobo Inn". Hier wählten wir ein Dorm room und nicht wie anhin einen private room. Der private room war uns viel zu klein, und es hatte nur ein Bett. Ausserdem kamen wir so mit anderen Reisenden in Kontakt. Kostenpunkt 120 Peso pro Nacht.

20100430-Mexiko-Tulum-Hostel-1.jpgDas Hostel Lobo Inn ist ziemlich rustikal und sicher nicht geeignet für jedermann. Wir übernachteten in einem Raum mit 14 weiteren Reisenden. Mit der Raumtemparatur konnte man am Tag ein Spiegelei braten und in der Nacht problemlos eine Suppe erwärmen. Gewisse Krabbeltiere übernachten auch noch im Raum oder auf Rogers Stirn : ) Trotzdem hat es uns gefallen, da das Personal sehr hilfsbereit war. Des weiteren erhält man am Morgen umsonst ein Frühstück und es stehen zirka 20 Velos frei zur Verfügung. Ein Velo ist genial in dieser Gegend, da man zu fast allen Sehenswürdigkeiten kommt. Wichtig beim Velofahren ist jedoch Rücksicht auf die anderen Strassenteilnehmern zu nehmen. Diese nehmen nämlich gar keine Rücksicht auf dich ;) Apropos Strassenverkehr. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden überhaupt nicht eingehalten. Zum Beispiel steht ein Geschwindigkeitsbegrenzungsschild mit 40 km/h, egal die Autofahrer fahren 100 km/h. Damit die Autofahrer aber nicht mit 100 km/h durch Ortschaften rasen, wurden vor den Ortschaften Rampen in die Strassen eingebaut. Diese bremsen die Autofahrer ab. Etwas Weiteres was wir beobachtet haben: Es ist Rot an einer Kreuzung. Die Mexikaner die Rot haben lösen dieses Problem ganz einfach. Einbiegen in die Richtung die grün hat, abbiegen wieder in die Ursprungsrichtung. Tönt komisch ist aber so ;)

20100426-Mexiko-Tulum-26.jpgWir verbrachten viel Zeit an den unendlich langen weissen Sandstränden. Das Wasser ist angenehm warm und in hellblauem Ton. Im Unterschied zu Cancun gibt es hier keine Hotelanlagen. Die meisten Strandabschnitte sind frei begehbar. Ausserdem erhält man an den meisten Strandbarren alles was man braucht. Meine Wenigkeit begnügte sich mit Kokosnüsse ausschlürfen. Auch schnorcheln konnte man hier sehr gut, man musste jedoch ein Stück hinausschwimmen. Das Wasser ist klar und wie in Cancun hellblau. Es ist wirklich traumhaft hier.

Tulum Maya Ruinen
25.04.2010 

20100425-Mexiko-TulumTempel-52.jpgWir kamen eigentlich hauptsächlich nach Tulum, um den Tulum Maya Tempel zu sehen, der hier direkt an der Küste um 1000 n.Chr. errichtet wurde. Die Besichtigung des Tempels kostete 51 Pesos. Vor der Tempelanlage standen diverse Guides bereit die für eine Führung zu haben waren. Wir gingen auf eigene Faust in die Ruinen. An diversen Tempelabschnitten waren Infotafeln über die Entstehung in Englisch, Spanisch und Maya vorhanden. Auf unserer Erkundungstour durch die Tempelanlage sahen wir viele Leguane in verschiedenen Grössen. Wir vermuteten, dass sich die Mayas in Leguane verwandelt haben und so bis heute überlebt haben ;) Nach unserer Erkundungstour kühlten wir uns den ganzen Tag direkt am Strand unterhalb der Tempelanlage ab, da es wieder unglaublich heiss war. Ein neues T-Shirt anzuziehen bringt hier gar nichts. Es ist sofort wieder schweissnass. 

Schnorcheln in der Cenote Caracol
26.04.2010

Vorab kurz eine Erklärung. Ein Cenote ist ein schachtartiges Kalksteinloch, das durch den Einsturz einer Höhle entstanden und mit Süsswasser gefüllt ist. Sie besitzen im Durchschnitt eine Tiefe von etwa 20 Metern, vereinzelt auch von einigen 100 Metern. Durch die Auflösung des Kalkgesteins bilden sich Höhlen und unterirdische Wasserläufe. Die grösste Cenote ist "Ox Bel Ha" mit einem unterirdische Wasserlauf der 180 km lang ist!

20100426-Mexiko-Tulum-CenoteCaracol-1.jpgWir besuchten die Cenote Caracol. Da wir leider noch nicht tauchen können, begnügten wir uns mit schnorcheln. Wir bezahlten für die Ausrüstung und den Eintritt insgesamt 250 Pesos. Wir fuhren mit dem Velo von unserem Hostel in Tulum auf der Haupstrasse 307 9 Kilometer Richtung Playa del Carmen. Nach 9 Kilometer radeln erreichten wir ein Haus mit einem Strohdach das direkt an der Hauptstrasse lag. Das Haus war beschriftet mit: "Cenote Caracol – Labnaha Expeditions – Magic Mayan World". Dort meldeten wir uns an und erhielten eine Karte zur Cenote. Wir folgten einer drei Kilometer langen holprigen Jungelstrasse bis wir beim Camp Labnaha mitten im Jungel ankamen.

20100426-Mexiko-Tulum-CenoteCaracol-2.jpgEmpfangen wurden wir nicht wie erwartet von einem Guide der uns zur Cenote führen sollte, sondern von Moskitos :D Nach einer Weile fanden wir dann jemand der uns den Eingang zur Cenote zeigte. Um in die Cenote zu gelangten stiegen wir eine extra errichtete Holztreppe hinunter. Wauw! Eine riesen Tropfstein Höhle gefüllt mit Süsswasser war zu sehen. Hier unten war es schön kühl und die Moskitos werden von den herumflatternden Fledermäusen gefressen :)

20100426-Mexiko-Tulum-CenoteCaracol-9.jpgWir zogen unsere Schnorchelausrüstung an und ab ging es in das kühle Wasser. Wir hörten, dass es in dieser Cenote eine Mayastatue unter Wasser geben soll. Diese hatten wir dann auch schnell gefunden. Sie war etwa 1.70 Meter lang und lag fünf Meter unter Wasser. Neben der Maya Statue waren auch viele Stalaktiten (Wachsen von oben nach unten - einfach zu merken einfach an Brüste denken ;-) ) und Stalagmiten sowie viele kleine Fische zu sehen. Da wir "nur" schnorchelten kamen wir in der Hölle nicht so weit, da man ab einem gewissen Punkten nur mit Tauchen weiter kommt. Der Ausflug war trotz nur Schnorcheln sehr eindrücklich – müsst ihr mal machen ; )

Der Rest vom Tag genossen wir am Tulum Sandstrand.

Faulenzen und Spanisch lernen und so

In den restlichen Tagen passten uns ein wenig an die Mexikaner an. Diese nehmen den Tag/die Arbeit nämlich ziemlich gemütlich. Ein paar Beispiele: Zu den Tulum Ruinen führt eine 4 Meter breite Strasse, Strassenarbeiter errichten nun schon seit ca. einer Woche eine ein Meter breite Rampe. Oder bei unserem Hostel wird der Zugangsweg verlängert, in knapp einer Woche haben sie den Boden aufgespitzt aber noch keine Platten verlegt. Ein völlig anderes Arbeitstempo verglichen zur Schweiz herrscht hier vor!! Auch soll hier an jedem Sonntag ein striktes Alkohol Verkauf verbot herrschen, damit die Arbeiter am Montag wieder zur Arbeit erscheinen.

20100429-Mexiko-Tulum-4.jpgAlso legten wir uns abermals an den weissen mit Palmen gespickten Sandstrand, um noch ein wenig mehr Bräune zu erhalten. Abkühlung verschafften wir uns mit Schnorcheln im schön angenehm warmen Meer. Da ich nur wenige Minuten ruhig liegen kann, habe ich begonnen spanische Wörter zu büffeln. Leider musste ich herausfinden, dass mein Spanischlehrbuch „kacke" ist... Habe nun meine "eigene" Methode entwickelt, ich hoffe diese klappt auch.

Ein anderes Thema noch kurz und zwar die Jugend von heute. Wir mussten uns ein paarmal fragen wo zur Hölle blieb die Erziehung der Eltern. Wir hatten in der Jugendherberge Deutsche/Mexikaner/Spanier/Engländer/USler/Schweizer und Kanadier. Die meisten von diesen jungen Leuten (zirka 18-22) haben zu Hause wohl eine Mutter die allen Dreck den sie hinterlassen aufräumt. Bierdosen, Flaschen, Essen, Milch etc. werden einfach stehen und liegen gelassen... OK desweiteren trifft auf die meisten wohl auch die Abkürzung PKZ zu.

Wir verbrachten jedoch super Tage in Tulum. Das Hostel sowie die Gegend sind einen Besuch allemal wert. Vor allem falls ihr den Touristenansturm auf die Strände und die Hotelbunker umgehen wollt. Seit ihr eher auf Partys aus, solltet ihr euch für Playa del Carmen entscheiden.

Pisté
30.04-02.05.2010

20100502-Mexiko-Piste-2.jpgNach ein paar erholsamen Tagen in Tulum, mussten wir wieder mal etwas erleben. Daher beschlossen wir nach Pisté zu reisen um von dort aus den Maya Tempel Chichén Itzá zu besuchen. Um Nach Pisté zu gelangen nahmen wir den Erstklassbus der Firma ADO der uns pro Person 126 Pesos kostete. Die Fahrt dauerte zirka zwei Stunden. Von Pisté aus wollten wir eigentlich mit einem Collectivo Bus zu einem Hostel fahren. Jedoch begrüsste uns ein netter Hotel Besitzer als wir aus dem Bus ausstiegen. Er überredete uns bei ihm im Hotel Stardust Inn zu übernachten, da er momentan keine Gäste hat und die Zimmer leer stehen. Für 300 Pesos erhielten wir ein Zimmer mit Klimaanlage, Fernseher und vor unserem Zimmer war ein grosses Pool. Normalweise bezahlt man in der Saison für ein solches Zimmer zirka 550 Pesos. Ein weiterer Vorteil war die Lage des Hotels, der Maya Tempel Chichén Itzá lag nur einen Kilometer entfernt.

Die Saison war wirklich vorbei. Die Stadt bzw. die Restaurants waren leer. Wir assen ganz alleine in einem Restaurant zu Abend in dem etwa 150 Gäste Platz gehabt hätten.

Chichén Itzá

An unserem Chichén Itzá Besuchstag hatte es fast keine Wolken am Himmel, es war also todes heiss zirka 40°. Dies hielt uns nicht davon ab die Ruinenstätte Chichén Itzá, die zwischen Merida und Cancun liegt zu besuchen.

Kurz ein wenig Schulstoff für euch: Chichén Itzá wurde nach einer Quelle (Es gibt mehrere) in den Jahren 435 bis 455 vom Volk der Maya gegründet. Die Tempelstadt mit etwa einem Kilometer Durchmesser war um zwei grosse Cenoten errichtet worden, von denen eine die Wasserversorgung der Stadt sicherstellte. Bewohnt wurde die Stadt nur von Priestern und Regierungsfunktionären, da sie die Hauptstadt eines Maya-Reiches darstellte. Die Bauern, die in der Umgebung Ackerbau betrieben, wohnten um die Anlage herum in Stroh- und Lehmhütten.

20100501-Mexiko-ChichenItza-0.jpgDer Eintritt kostete 154 Pesos pro Person. Trotz Saisonende besuchten einige Touristen die Tempelanlage. Jedoch waren es nur wenige verglichen zur Hauptsaison. Gewisse Tempelanlagen konnten wir so ohne störende Touris fotografieren ;-) Ausser es war gerade wieder mal einer der tausend einheimischen Verkäufer der geschnitzten Masken verkaufen wollte im Bild. Tipp! Solltet ihr ein T-Shirt mit dem Aufdruck „no Gracias" haben – zieht es an falls ihr Chichen Itza besucht. Ansonsten werdet ihr oft Gebrauch von diesen zwei Wörtern machen :D

20100501-Mexiko-ChichenItza-84.jpgDie gesamte Tempelanlage war sehr imposant und weitläufig. Wir benötigten für die Besichtigung aller Tempelabschnitte zirka drei Stunden. Am eindrücklichsten war natürlich der grösste Tempel mit dem Namen Kukulkan, dieser steht in der Mitte. Klatscht man an der Südseite vor diesem Tempel in die Hände, hallt das klatschen wieder, es tönt wie ein Pistolenschuss. Das Echo entsteht zwangsläufig bei einer hinreichend grossen glatten Reflexionsfläche. Die Touristenführer begeisterten mit diesem Echo alle. Natürlich haben wir das auch ausprobiert und siehe da es funktioniert ; )

20100501-Mexiko-ChichenItza-101.jpg Auch ganz eindrücklich war der Ballsportplatz „El Gran Juego de Pelota" mit den zwei „Ballkörben" aus Stein. Er ist der grösste Ballsportplatz der bis jetzt gefunden wurde. Die Regeln für das Ballspiel waren ein wenig sonderbar. Der Ball musste ohne Hilfe der Hände und Beine gespielt werden, erlaubt waren nur Schultern, Brust und Hüfte. Der Ball bestand aus Kautschuk und musste durch die Ballkörbe gespielt werden. Die meisten Spiele gingen wahrscheinlich 0:0 aus. Da die Körbe ziemlich hoch oben angebracht sind. Jedenfalls ist bis heute noch nicht klar ob die Gewinner oder die Verlierer geopfert wurden ; )

Celestún
02-05.05.2010

20100504-Mexiko-Celestun.jpgEigentlich wollten wir zuerst den Mayatempel Uxmal besuchen, jedoch haben wir dort in der nähe keine Preiswerte Unterkunft im Internet gefunden. Wir entschlossen uns daher Uxmal von Merida aus zu besuchen, da die Tempelanlage nur eine Stunde Busfahrt entfernt lag. Zuerst wollten wir aber nochmals an das Meer. Wir wählten Celestún aus, ein kleines Dorf direkt am Meer. Mit dem Oriente Zweitklass-Bus fuhren wir zuerst nach Merida und von Merida gleich weiter nach Celestun. Die ganze Fahrt dauerte vier Stunden. In Celestun hatte es ein Hostel, das genau bei unserer Ankunft geschlossen war… Wir übernachteten daher drei Nächte in einem Hotel für nur 300 Peso pro Nacht. Jedoch war eine weitere Art von Bettwanzen im Preis inbegriffen. Diesmal erwischte es aber vor allem Roger. Komischerweise nahm das Hostel den Betrieb an unserem zweiten Tag wieder auf und wir wollten am dritten Tag umziehen. Roger hat jedoch seit der Ankunft in Celestún Probleme mit dem linken Ohr. Die Schmerzen wurden immer stärker, als Roger dann noch Fieber bekam, entschlossen wir uns nach Merida zurück zu kehren, um einen Arzt aufzusuchen.

Noch kurz zu Celestun bzw. zur Nordseite der Halbinsel. Auf dieser Seite der Halbinsel halten sich vorwiegend Einheimische auf. Die Touristen konzentrieren sich auf die Südseite. Der Grund ist wahrscheinlich die Qualität des Wassers und des Strandes. Das Wasser war hier nicht mehr klar und hatte im Gegensatz zur Südseite einen grünlichen Ton. Das gleiche gilt auch für den Strand. Auf der Südseite ist der Strand weiss und fein, hier eher grob und braun. Dafür ist der Strand mit vielen Muscheln/Krabbenpanzern übersät. Für Muscheln-Sammler  also ein idealer Ort. In der Nähe von Celestun befindet sich desweiteren ein Strand mit Flamingos.

Meridá
05-10.05.2010

20100510-Mexiko-Merida-1.jpgWieder mit dem Oriente Zweitklass-Bus fuhren wir nach Merida zurück. Von der Busstation mussten wir zirka 10 Minuten zu unserem im Voraus ausgewählten Hostel laufen. Die Strassen-Beschriftung ist gut überlegt. Gerade Strassennummern verlaufen Nord- und Südwärts und Ungerade Strassennummern West- und Ostwärts. Unser gewähltes Hostel „La Casa del Tío Dach" liegt an der Strasse 61 zwischen der Strasse 50 und 52. Im Hostel angekommen wurden wir von Edwin dem Besitzer freundlich begrüsst. Wir entschieden uns für einen Privatrum der uns 350 Pesos pro Nacht kostete. Inklusiv Morgenessen und Wasser. Als Edwin erfuhr, dass es Roger nicht gut geht, schlug er vor mit Roger zu einem Arzt zu gehen. Edwin kümmerte sich ab diesem Zeitpunkt um alles! Ich blieb im Hostel zurück da Edwin nur ein Auto mit zwei Plätzen hatte. Roger war nun in guten Händen.

20100507-Mexiko-Merida-37.jpgIch ging in dieser Zeit zum „Plaza Grande" um etwas zu essen. Der „Plaza Grande" ist der entstehungsort von Merida. Es ist ein grosser Park umrundet mit historischen Gebäuden. Das grösste Gebäude, ist die Kathedrale San Ildefonso. Um den Park herum hat es diverse Restaurants und kleine Läden. Nach sehr guten Fajitas und einem Parkrundgang machte ich mich auf den Weg zurück zum Hostel. Roger war bereits wieder zurück. Analyse des Doks Ohrenentzündung. Er hat nun Medis erhalten und es geht im bereits besser. Bis zu unserem Abflugstermin am Montag bleiben wir in Merida da Roger am Montag nochmals zum Arzt muss.

Wir danken nochmals Edwin für seine Hilfe und seine Gastfreundschaft. Bis jetzt war es das beste und schönste Hostel in dem wir je übernachten durften. Als Dank für alles haben wir Edwin noch ein Schweizer Taschenmesser Geschenkt. Falls ihr also mal in Merida seit, checkt bei ihm im Hostel „La Casa del Tío Dach" ein ;)

Stadtbesichtung
07.05.2010

20100507-Mexiko-Merida-16.jpgRoger ging es zwar ein wenig besser, er entschied sich jedoch noch einen Tag auszusetzen. Ich begab mich daher alleine auf einen längeren Spaziergang durch die Altstadt. Ich besuchte zuerst diverse kleinere und grössere Parkanlagen die immer mit einer Kirche bestückt waren. Desweiteren besuchte ich den Merida Marktplatz. Die Verkäufer waren in kleinen Kabinen untergebracht und man konnte sozusagen alles kaufen. Von Nahrung bis zu Möbeln. Zum Schluss meiner Tour lief ich bis zum Monumento a la Bandera (Monument für das Vaterland). Dazu musste ich eine Weile der Strasse Paseo Montejo, die von zahlreichen Villen aus dem 19. Jahrhundert geprägt war folgen. Nach den Stadterbauern soll diese Strasse an die Champs Élysées in Paris erinnern – was sie auch ein wenig tat ;-) Nach einigen Fotos beim Monument kehrte ich zum Hostel zurück. Fazit: Der Stadtkern von Merida bietet sehr schöne Gebäude und Parks. Auch der Marktplatz war sehr interessant und für uns Europäer ein Erlebnis. Getrübt wird das Bild von sehr vielen Autos und die nicht vorhandene Rücksichtnahme auf Fussgänger ; )

Uxmal – Ruta Puuc
08.05.2010

20100508-Mexiko-MayaTempel-sayil-17.jpgVon Merida aus planten wir einen Besuch zum Mayatempel Uxmal. Da sich in dieser Region sehr viele weitere Ruinen der Mayas befinden, bietet die Bus Firma ATS eine Besichtigung von mehreren Ruinen an. Das Angebot nennt sich Ruta Puuc. Puuc bedeutet in der Mayasprache Hügel oder Hügellandschaft. Es bezeichnet die Region in der die Fundstellen liegen. Der Bus fährt in folgender Reihenfolge die Fundstätten ab: Uxmal (Nur kurzer Halt), Labná, X-Lapac, Sayil, Kabah, Uxmal. Das Busticket kostet 148$ Peso. Der Preis ist für die Busfahrt, ein Guide sowie die Eintrittskosten sind nicht inbegriffen. Um 08:00 Uhr fährt der Bus – es ist ein Zweitklassen Bus – vom Terminal Merida UNICA (Calle 69 y 70) ab. Die Fahrt nach Uxmal dauerte zirka eine Stunde. Der Bus hält zuerst kurz in Uxmal um die Passagiere auszuladen die nur ein Ticket nach Uxmal gelöst haben. Danach fährt der Bus zirka 40 Kilometer zur ersten Tempelanlage weiter. Und klappert nacheinander die obengenannten Tempelanlagen ab.

Labna, X-Lapac, Sayil und Kabah

Der Eintritt kostete pro Anlage 37 Pesos. Für die Besichtigungen hatten wir rund 30 Minuten Zeit. Was unserer Meinung nach zu wenig war. Denn die Tempelanlagen bieten trotz ihrer eher kleinen Grösse viel zu sehen.

Uxmal

Am Schluss der Ruta Puuc hält der Bus bei der Tempelanlage Uxmal. Der Eintritt ist hier ein wenig teurer und kostete pro Person 116$ Pesos.

20100508-Mexiko-MayaTempel-Uxmal-114.jpgNach dem wir das Besucherzentrum hinter uns gelassen haben, standen wir sogleich staunend vor der 38 Meter hohen Pyramide des Wahrsagers. Im Gegensatz zu allen anderen Pyramiden hat diese einen ovalen Grundriss. Auch die Steigung ist mit 60° nicht gerade sanft oder typisch. Leider (Ist halt Richtig so) kann man zur Pyramide nicht mehr hochsteigen. Gleich anschliessend an die Pyramide, kommt das „Viereck der Nonnen". Vier langgestreckte und reich verzierte Gebäude umschliessen einen rund 65 x 45 Meter grossen trapezförmigen Innenhof.

20100508-Mexiko-MayaTempel-Uxmal-127.jpgWir gingen durch einen Ballspielplatz, der jedoch viel kleiner war als der in Chichen Itza, direkt zur grossen Pyramide. Die Haus der Schildkröten genannt wird. Diese ist zwar mit Ihren 30 Meter fast so hoch wie die Pyramide des Wahrsagers, wirkt aber auf den ersten Blick weniger gewaltig. Dies liegt wohl daran, dass bisher nur die Vorderfront rekonstruiert wurde und die Pyramide nicht als alleinstehendes Bauwerk gesehen wird. Aber zumindest hier konnten wir in den „Olymp" der Maya aufsteigen und den wunderschönen Blick über Uxmal geniessen. Etwas oberhalb des Hauses der Schildkröten erwartete uns dann das letzte Highlight Uxmals. Der rund 100 Meter lange Palast des Gouverneurs. Dieser bot ebenfalls viele noch gut erhaltene Verzierungen, desweiteren war ein kleiner Thron auf dem Vorplatz vorhanden.

Nach dem wir die Tempelanlage zwei Stunden lang besichtigt haben kehrten wir zum Bus zurück, jedoch hatten wir die Zeit falsch verstanden und der Bus war bereits weg. Egal wir nahmen halt den nächsten, der zwei Stunden später fuhr. Dieser kostete uns zusätzlich je 45$ Pesos.

Fotoalbum

20100423-Mexiko-Cancun-1.jpg
20100423-Mexiko-Cancun-1.jpg
Mexiko Cancun

Kommentare zum Reisebericht

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  • Philipp wrote on May 21st, 2010

    hmmm...ein ballspiel ohne hände und füsse...?? klingt interessant. vielleicht konnte man den ball ja auch zwischen den "füdlibacken" einklemmen :-)
    hoffe rogers ohren geht es wieder gut und ihr geniesst die meerschweinchen in peru...dort sollen sie ja besonders lecker sein :-)
    un saludo michaela und philipp

  • Kainis wrote on May 26th, 2010

    Wie immer traumhafte Bilder! Ihr habt Chichen Itza gesehen *vorneidgrünwerd*... ich will auch! Ach btw. was hattet ihr nur auf Honululu die ganze Zeit mit den Meeresschildkröten? So viele Fotos aber keinerlei Erklärung! Oh und Roger? DANKE für die Karte (auch wenn sie später als Andrés ankam) - wo bleibt die nächste?

    Liebe Grüße Kainis ;)

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Unsere Tour

  • Route: Cancun - Tulum - Pisté - Chichen Itza - Celestún - Merida - Uxmal 
  • Reisezeit: April - Mai 2010
  • Temp.: 35° bis 42°

Sehenswürdigkeiten

  • Beaches (Ostseite)
  • Tulum Maya Tempel
  • Chichen Itza
  • Merida
  • Uxmal
  • Cenotes

Währung

  • MXN Peso 1$ = 0.10 CHF
  • Stand 07.05.2010

Strecken

  • Bus: Erstklass (ADO) und Zweitklass (Oriente) ø 50$ - 120$  Peso
  • VW: Colectivos ø 2-10$ Peso
  • Taxi: ø 40 - 60$ Peso (Kurze Strecken)

Verpflegung

  • Restaurant: ø 150$ Peso
  • Shop: billig ;)

Unterkunft

  • Hotel: ø 300$ Peso
  • Hostel: ø 120 - 300$ Peso

Internet

  • Internet in den Hostels vorhanden
  • Viele Internetcafes
  • WLAN selten vorhanden
  • WLAN in den Parks von Merida vorhanden 
 
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