Hawaii Honolulu
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Ferien auf Hawaii aufgeteilt in fünf Tage Honolulu und neun Tage Big Island.
Wir trafen gegen Mittag in Honolulu ein. Zeitverschiebung -12 Stunden zur Schweiz. Eigentlich hätte uns Adrian, ein Arbeitskollege von Roger, mit einem Kokosnuss BH, einem Palmen Rock und zwei Hawaiianerinnen abholen sollen. Jedoch war kein Adrian zu sehen, geschweige denn die zwei Hawaiianerinnen. Nach einem kurzen Anruf erfuhren wir, dass er am Flughafen war, uns jedoch nicht fand und wieder nach Hause ging. Wir machten uns also alleine auf den Weg zu seiner Ferienwohnung, die im „Aqua Island Colony" Hochhaus ganz in der Nähe des Waikiki Strandes lag. Wir verziehen ihm den misslungenen Empfang, da wir vier Nächte bei ihm gratis übernachten dürfen.
Zweimal gingen wir an den Waikiki Beach – ein riesen Strand mit extrem vielen Touristen. Die Hotelanlagen waren dicht aneinander gedrängt direkt hinter dem Strand. Von weitem war der „Diamond Head" ein ehemaliger Vulkan zu sehen. Das Wasser war angenehm warm.
Am nächsten Tag unternahmen wir etwas Gemütliches. Wir gingen Schnorcheln in der Hanauma Bay. Diese wunderschöne Bucht liegt ca. 16 Kilometer von der Waikiki Beach entfernt und bietet neben Korallen eine lebendige Unterwasserwelt mit diversen Fischen und Schildkröten. Der Eintritt kostet pro Person 5$. Da diese Bucht jährlich von Touristen überrannt wird und sich darunter wahrscheinlich 60% Idioten befinden, ist ein Film über die Verhaltensregeln in der Bucht vorgeschrieben. Nach dem obligatorischen Film, liefen wir hinunter zur Bucht. Unten angekommen mieteten wir uns ein Schnorchel Set für weitere 10$. Die Unterwasserwelt bot viele schöne Eindrücke. Leider war jedoch gut zu sehen, dass zu viele Gäste Jährlich die Bucht besuchen – viele Korallen waren zerstört. Trotzdem sehr empfehlenswert.
Ein Besuch in Pearl Harbor war für uns ein Muss. Da wir uns doch sehr für die Geschichtlichen Ereignisse interessieren. Eine kurze Erklärung zu Pearl Harbor für alle Unwissenden: Pearl Harbor ist der Hafen von der Hawaiianischen Hauptstadt Honolulu auf der Insel Oʻahu. Bekannt wurde der Hafen, durch den japanischen Angriff, der den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg auslöste. Der Luftangriff erfolgte in den Morgenstunden des 7. Dezember 1941 und kostete 2403 US-Amerikanern das Leben. Bei diesem Angriff wurde ein grosser Teil des Marinestützpunktes zerstört. Pearl Harbor ist auch heute noch ein U-Boot-Stützpunkt und Flottenbasis der Amerikaner für den gesamten Pazifikraum.
Wir fuhren von Waikiki mit dem Bus 42 nach Pearl Harbor. Die Fahrt dauerte durch den sehr starken Verkehr in Honolulu sehr lange. Eine Buslinie kennen die hier noch nicht. Der Bus kostete uns 2.25$, den Betrag muss man genau haben, da der Fahrer kein Wechselgeld geben kann. Ausserdem empfehlen wir einen Pullover mit zunehmen. Im Bus war es etwa 10 Grad warm draussen 26 Grad...
Nun konnten wir uns für verschiedene Historische Orte entscheiden. Alles kostete aber natürlich Geld. Wir entschieden uns schlussendlich nur für die USS Missouri. Kostenpunkt 20$. Hätten wir das Dienstbüchlein von der Schweizer Armee mitgenommen hätten wir 5$ Rabatt erhalten. Alle Militärangehörigen der Welt erhalten Rabatt man benötigt nur einen Ausweis... Die Schweizer ID haben sie leider nicht akzeptiert ;-)
Mit einem Bus fuhren wir nun über die „Admiral Clarey Bridge" auf die „Ford Island". Dort lag die USS Missouri vor Anker. Die USS Missouri gehört der Iowa-Klasse an. Diese Schiffsklasse hat eine Länge von rund 270 Meter und eine Breite von 33 Meter. Bei voller Ladung lag sie bei unglaublichen 58'000 Tonnen. Angetrieben wurde die Missouri von vier Schrauben. Mit 33 Knoten (56km/h) war die USS Missouri eines der schnellsten Schiffe der Iowa-Klasse. Für die Besucher wurde die USS Missouri in ein Museum umgebaut. Wir erkundeten das Schiff von Unten bis Oben - der Besuch war sehr interessant, da überall Historische Informationen zu lesen waren. Der wohl spektakulärste Punkt befand sich auf dem Vordeck, genauer der Decksbereich steuerbord des Turms 2. Dort wurde die Kapitulation der Japanischen Streitkräfte unterzeichnet. Heute ist an diesem Ort ein Stern am Boden verankert und die Kapitulationsurkunde ist zu sehen.
Neben der USS Missouri lag das USS Arizona Memorial. Ein kleiner Teil, wahrscheinlich das Vordeck des damals gesunkenen Schiffs war zu sehen. Das Schiff wurde im Gegensatz zu den anderen Schiffen nie geborgen und dient heute als Gedenkstätte. Das Memorial kann mit einem kleinen Boot besucht werden. Wir beliessen es jedoch bei der USS Missouri und bereiteten uns auf die lange kalte Bus Rückfahrt vor.
Der Diamond Head ist ein alter Vulkan der von Honolulu aus gut sichtbar war. Er ist 252 Meter Hoch und diente längere Zeit als Militär Stützpunkt. Wir liefen von Waikiki zirka eine Halbestunde zum Damian Head Eingang. Ein langer Tunnel führt in das Innere des Kraters. Der Eintritt zum Diamond Head kostet zu Fuss 1$ und mit dem Auto 5$. Auf dem Kraterrand sind von unten die alten Bunkeranlagen zu sehen. Um zu den Vereidigungsstellungen bzw. auf den Kraterrand zugelangen, folgten wir einem steilen Wanderweg. Dieser Wanderweg hoch zu den Bunkern wurde 1906 angelegt und diente als Versorgungspfad. Oben angekommen hatten wir eine wunderbare Aussicht über Honolulu. Die kurze Wanderung ist sehr zu empfehlen.
Nun begannen unsere Erholungsferien auf der Big Island. Am Sonntagmittag landeten wir auf der Big Island. Erster Tipp von uns, nicht am Sonntag auf die Big Island Reisen, ausser man mietet ein Auto. Es fuhren nämlich keine öffentlichen Verkehrsmittel am Sonntag. Wir mussten daher ein teures Taxi nehmen.
Den öffentlichen Verkehrsmitteln haben wir ein eigenes Kapitel gewidmet. Siehe Kapitel „Öffentliche Verkehrsmittel".
Wir hatten uns im Voraus ein Appartement direkt am White Sands Beach Park gemietet. Die Appartement Anlage nennt sich „Magic Sand Beach". Wir bezahlten pro Nacht 110$. Zum Endbetrag kommen nochmal Hawaii Hotel Tax von 110$ und Endreinigung von 85$ dazu. Das Appartement bot alles was wir benötigten. Es hatte ein Raum mit zwei ausklappbaren Betten, TV, Internet, Ausblick direkt auf das Meer, ein Pool, Grill, ein grosses Badezimmer und eine gut eingerichtete Küche in der Roger jeden Abend ein super gutes Essen kochte.
Die ersten vier Tage verbrachten wir am Strand, der direkt neben dem Appartement lag. Er ist zwar nicht so gross, bot uns jedoch für die ersten paar Tage genug Abwechslung, da wir uns eine Schnorchel Ausrüstung und ein Bodyboard kauften.
Einkaufen gingen wir im „Keahou Shopping Center" das zirka drei Kilometer von unserem Appartement entfernt lag. Da die öffentlichen Verkehrsmittel am Sonntag frei hatten... liefen wir dort hin. Das zweitemal gingen wir mit dem 1$ Shuttle der direkt vor unserem Appartement haltet und das drittemal wurde es noch gemütlicher, wir nahmen unser Auto.
Ab und zu war das Wetter auf der ganzen Insel nicht der Kracher, daher verbrachten wir zwei Tage zu Hause. Wir schrieben die Tagebücher nach, aktualisierten unsere Webseite und schauten uns Clash of the Titans im Kino an.
Am Freitag mieteten wir uns ein Auto für 38$ pro Tag. Wir besuchten darauf hin die Ostseite der Insel. Diese ist total anders als die westliche Seite auf der wir waren. Die Ostseite ist total grün mit grossen Regenwaldflächen und wunderschönen Wasserfällen. Auf der westlichen Seite ist es Trocken, mit wenig Bäumen und Grünflächen. Wir besuchten das: „Waipio Valley" eines der letzten unberührten Täler mit einem grossen Strand. Der Akaka Wasserfall der sich im „Akaka Falls State Park" befindet. Der Park bietet ein Rundgang durch eine tropische Vegetation der zum Kahuna Wasserfall und zum 135 Meter hohen Akaka Wasserfall führt. Zum Schluss besuchten wir den Rainbow Wasserfall der sich im „Wailuku River Rainbow Falls Area State Park" in der Nähe von Hilo befindet. An unserem Besuchstag war das Wetter auf dieser Seite der Insel leider ziemlich regnerisch. Daher konnten wir auch kein Regenbogen im Rainbow Wasserfall sehen ; ) Das Wetter sowie die Landschafsunterschiede zwischen der West und der Ostseite wird durch den 4'214 Meter hohen inaktiven Vulkan Mauna Kea und den 4'170 Meter hohen ebenfalls inaktiven Vulkan Mauna Loa beeinflusst.
An einem Tag tauschten wir unseren mickrigen Strand gegen zwei grosse Strände. Diese befinden sich im Kekaha Kai State Park. Um dort hin zu gelangen, folgten wir dem Hwy 19 und bogen kurz nach dem Airport auf eine Holperstrasse ab. Mit unserem 2WD Fahrzeug folgten wir dieser Strasse, die durch einen ehemaligen Lavastrom führte, für zirka zwei Kilometer. Ein 4WD wäre natürlich von Vorteil gewesen. Beim State Park angekommen folgten wir einem rauen Weg zur Beach. Wir verbrachten den ganzen Tag mit Schnorcheln. Viele Fische und Korallen waren zu sehen.
Das Highlight waren jedoch die grossen Wasserschildkröten die sich am Wasser und am Strand aufhielten. Ein weiterer wunderschöner Strand lag zirka ein Kilometer entfernt. Um zu diesem zu gelangen, liefen wir über einen ehemaligen Lavastrom Richtung Norden. Der Sand war dort viel feiner, jedoch war das Meer rauer und daher nicht so geeignet zum schnorcheln. Jedoch sind beide Strände wunderschön und ein Besuch allemal wert.
Ein Besuch im Volcanoes Nationalpark war natürlich Pflicht. Die Autofahrt von unserem Appartement zum Nationalpark dauerte zwei Stunden. Auf dem Weg zum Nationalpark besuchten wir noch den Punalu'u Black Sand Beach Park. Ein schöner Strand mit Schwarzem Sand bei dem auch wieder Wasserschildkröten zu sehen waren.
Im Volcanoes Nationalpark angekommen informierten wir uns über die möglichen Wanderungen. Wir entschieden uns für den „Kilauea iki Loop". Bei dieser Wanderung die sechs Kilometer umfasste, gelangten wir in den Kraterkessel des Vulkans Kilauea Iki. Dieser Brach 1959 aus. Die Eruption dauerte 36 Tage und die Lavafontänen erreichten eine Höhe von bis zu 470 Meter. Mittlerweile setzte die Vegetation ein, vorrangig Farne und Büsche. Die Wanderung führte uns vorerst durch Regenwald, nach einem etwas steileren Abstieg erreichten wir den Kraterboden. Die Durchquerung des Kraterkessels war sehr interessant. Vor 50 Jahren war hier alles voll Lava. Desweiteren ist der Kilauea Iki immer noch aktiv, aus vielen Spalten tritt heisser Wasserdampf aus. Nach dem wir den Kessel durchquert hatten, stiegen wir wieder zum Kraterrand auf. Oben angelangt wartete die nächste Sehenswürdigkeit auf uns. Das Thurston Lava Tube. Eine durch die Lava geformte Röhre in der die Lava bis zum Meer gelangte. Die ersten Meter war die Röhre durch Lampen belichtet, wollte man weiter der Röhre folgen war eine eigene Taschenlampe nötig. Die wir natürlich dabei hatten. Wir lernten im per Zufall noch ein Schweizerpärchen kennen. Nadja und Lukas. Mit ihnen folgten wir der dunklen Röhre noch eine Weile und machten ein Erinnerungsfoto.
Um flüssiges Lava zu sehen, fuhren wir zur „Lava Viewing Area" die eine Stunde vom Nationalpark entfernt lag. Fliesst viel Lava, ist zu sehen wie diese in das Meer eintritt. Leider war zu unserer Besuchszeit nur wenig Lava auf dem Weg zum Meer –daher war leider der Eintritt in das Meer nicht zu sehen. Zur „Lava Viewing Area" gelangten wir über den Hwy 11 Richtung Hilo. Vor Hilo, bogen wir auf den Hwy 130 ab und folgten diesem bis an das Ende. Um zum Aussichtspunkt zu gelangten ist ein kurzer Fussmarsch nötig, der über einen abgekühlten Lavastrom führte. Von weitem war nun fliessende Lava zu sehen die aus dem Vulkan Pu'u' O'o und Eve kam. Falls ihr auch mal hier hin kommt, empfehlen wir euch eine Taschenlampe und anständige Schuhe mit zu nehmen. Natürlich ist der Besuch erst am Abend sinnvoll ansonsten ist die Lava nur schwer zu sehen ;-)
Leider ist dies auch hier eher ein Fremdwort. Auf der Big Island gibt es als offizielles öffentliches Verkehrsmittel den Heleonbus. Dieser fährt verschiedene Routen auf der ganzen Insel ab. Der Heleonbus kostet pro Gepäckstück 1$. Die Verbindung zum Airport ist jedoch miserabel. Von Kailua-Kona fährt der Heleonbus nur einmal pro Tag zum Flughafen. Warum auch immer. Vom Kona International Airport hat man die Möglichkeit ein Taxi zu nehmen, was ziemlich teuer ist. Oder ein Shuttlebus zu bestellen. Dieser ist ein wenig günstiger als das Taxi. Vom Airport fährt zwei Mal am Tag ein Heleonbus Richtung Kailua-Kona. Wir hatten desweiteren noch einen 1$ Shuttle der unter der Woche zwischen Kailua-Kona und Keauhou verkehrt. Am Sonntag stehen die Öffentlichen Verkehrsmittel still!!
Weitere Informationen findet ihr auf folgenden Seiten:
Wegen schlechtem Wetter oder Zeitmangel haben wir leider auf folgende Ausflüge verzichten müssen:

Hm... Wusste gar nicht, dass es auf Hawaii einen Yeti gibt...